Traditionelles Taekwon-Do: Kim Wilken, Franziska Schwarz und Olesja Ditz wollen ihren EM-Titel verteidigen Synchron bis in die Fußspitzen

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Hude. Knapp 1800 Kilometer liegen zwischen Hude und Kiew, eine ordentliche Entfernung, um die Reise in die Haupstadt der Ukraine noch einmal intensiv zur mentalen Vorbereitung auf die sportlichen Höchstleistungen zu nutzen, die Kim Wilken, Franziska Schwarz und Olesja Ditz bei den Europameisterschaften im traditionellen Taekwon-Do abverlangt werden. Denn ab heute geht es für die drei Trainerinnen des TV Hude um nicht weniger, als die Titelverteidigung im Synchron-Hyong.

Um genau diese Formen, diese längere, fließende Kombination von genau festgelegten Bewegungen, die im traditionellen Taekwon-Do Hyong genannt werden, drehte sich in den vergangenen Monaten nahezu das komplette Trainingsprogramm von Kim Wilken. Um die 24 vorgeschriebene Bewegungsformen zu vervollkommnen nutzte die 22-Jährige natürlich die beste Vorbereitung, die sie bekommen kann, und das ist ihr Lehrer, der Großmeister Jürgen Paterok (8. Dan). 'Um uns auf diesen Wettkampf vorzubereiten arbeiten wir unter anderem auch mit Videoanalysen, um unseren Hyong zu perfektionieren', sagt die Schwarzgurtträgerin.

In Sachen Perfektion sind die drei Titelverteidigerinnen schon recht fortgeschritten, doch dieses hohe Niveau kommt natürlich nicht von ungefähr. Zweimal in der Woche trainierte das Trio jeweils zwei Stunden lang gemeinsam, von den individuellen Einheiten nach festgelegtem Plan mal abgesehen.

Doch diese Akribie allein machen Wilken und Co. noch nicht zum Favoriten. Denn Perfektion allein reicht nicht aus, um gegen die osteuropäischen Top-Teams wie erhofft zu dominieren.

Das große Plus von Kim Wilken, Franziska Schwarz und Olesja Ditz sind die eher selten gezeigten Fuß- und Sprungtechniken. 'Das ist schon eine besondere Qualität unserer Hyong', sagt Kim Wilken. Eine Qualität, die sie auch in Kiew zu den klaren Anwärtern auf den EM-Titel macht. Und dann ist da ja noch eine Besonderheit, die bei all dem Training vielleicht einen zusätzlichen Vorteil darstellt. 'Wir sind alle drei sehr gute Freundinnen. Und wir können bei all der notwendigen Konzentration zum richtigen Zeitpunkt in unseren Bewegungen explodieren', sagt Kim Wilken. Neben dem gemeinsamen Auftritt im Synchron-Hyong steht den drei Frauen noch der Start in der Einzel-Hyong und vor allem auch im Freikampf bevor. Wie weit sie in diesen Disziplinen kommen, hängt dabei in erster Linie von der Tagesform ab. Ein direktes Aufeinandertreffern wollen die Huder Trainerinnen jedoch vermeiden, so dass Kim Wilken in Kiew in einer höheren Gewichtsklasse antreten wird. 'Franziska startet in meiner

eigentlichen Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm, darum rücke ich hoch.' Die 21-jährige Olesja Ditz misst sich mit der Konkurrenz in der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm.

Am Mittwoch machte sich das Trio auf den Weg, heute stehen die Vor- und Finalkämpfe im Synchron-Hyong auf dem Programm, morgen der Freikampf. Spätestens Montag auf dem Rückflug wird Kim Wilken wissen, ob sich die ganze Vorbereitung gelohnt hat. Die Vorab-Stimmung war zuversichtlich, denn an Kiew hat die 22-Jährige nur gute Erinnerungen. Schon einmal war sie mit dem deutschen Team des Vereins für Traditionellen Budosport in der ukrainischen Metropole - und damals kehrte sie mit zwei WM-Titeln im Gepcäk zurück.

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