Einen Grund zu Feiern hat die ehrenamtliche Arbeitsgruppe Ganderkesee/Delmenhorst im Kinderhilfswerk „terre des hommes“ (tdh): In diesem Jahr besteht die örtliche Gruppe seit zehn Jahren. Seit fünf Jahren sind die Aktivistinnen des Kinderhilfswerks jeweils Anfang Januar im Ganderkeseer Rathaus mit einer Ausstellung in der Gemeinde präsent. In diesem Jahr steht die Trauma-Arbeit der Organisation im Mittelpunkt der zehn Bildtafeln.
„Die Bilder spiegeln die Belastungsstörungen wider, die traumatisierte Kinder in ihren jeweiligen Ländern oder auf der Flucht erlebt haben“, erklärte tdh-Aktivistin Barbara Wessels anlässlich der gestrigen Ausstellungseröffnung. Die erlebten Traumata hätten dabei ganz unterschiedliche Ursachen: So können sie sowohl aus kriegerischen oder sonstigen Gewalthandlungen resultieren als auch die Folge von Naturkatastrophen sein. Der Tsunami vor der Küste Thailands und Indonesiens im Jahr 2004 habe nach Wessels Darstellung das Kinderhilfswerk überhaupt erst dazu veranlasst, die Traumahilfe zu intensivieren. Auch nach dem Taifun auf den Philippinen seien bereits rund 1000 traumatisierte Kinder behandelt worden.
Begleitend zur Ausstellung bietet die tdh-Arbeitsgruppe am Mittwoch, 22. Januar, um 19.30 Uhr einen Märchenabend mit Lore Giesen-Wiche an. Die Märchenerzählerin, die selbst bei tdh aktiv ist, wird an diesem Abend vier Märchen aus Deutschland, Estland, Honduras und aus der Sahara erzählen, in denen die Protagonisten ihre eigenen Kräfte entdecken.
Die Ausstellung unter dem Titel „Ein Fenster zum Leben“ ist noch bis zum 31. Januar im Ganderkeseer Rathaus zu sehen. Die Initiatoren bieten Führungen für Schulklassen und andere Gruppen an. Terminabsprachen sind im Rathaus bei Meike Saalfeld, Telefon 04222/44610, oder über Barbara Wessels, Telefon 04222/2873, möglich.