Testen, Lüften, Masken

Worauf sich Niedersachsens Schulen einstellen

In einigen Bundesländern hat der Unterricht schon wieder begonnen. In Niedersachsen bleibt noch etwas Ferienzeit. Aber auch hierzulande wird überlegt, wie ein guter Schulstart gelingen kann.
04.08.2021, 07:47
Lesedauer: 2 Min
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Von Magdalena Tröndle
Worauf sich Niedersachsens Schulen einstellen

Niedersachsen setzt auch für das kommende Schuljahr auf eine Teststrategie in den Schulen.

Julian Stratenschulte

Wenn sich Anfang September auch die Klassenzimmer in Niedersachsen wieder füllen, wird noch immer einiges anders sein als vor der Corona-Pandemie. In einer „sanften Einstiegsphase“ sollen Lehrkräfte und Schüler zusammenfinden, Erfahrungen austauschen, gegebenenfalls Lerninhalte nachholen und Distanz- und Wechselunterricht besprechen können. Gehofft wird aber auf einen vollständigen Regelbetrieb, wenn das Infektionsgeschehen es zulässt. Zum Start an den Schulen wird weiterhin einiges zu beachten sein.

TESTEN

Schülerinnen und Schüler müssen sich auf tägliche Corona-Tests zum Schulstart nach den Sommerferien einstellen. „Wir werden mindestens am Anfang des Schuljahres eine tägliche Testung vorsehen“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Man wisse, dass sich gerade in der jüngeren Generation das Virus verbreite. Gleichzeitig sei die Impfquote in dieser Altersgruppe noch vergleichsweise gering. Bislang gab es die Regel, sich zweimal wöchentlich selbst zu testen.

IMPFEN

Impfaktionen in den Schulen sind laut dem Gesundheitsministerium zunächst nicht geplant. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren können sich aber bereits seit Mitte Juli mit dem Einverständnis der Eltern und einer ärztlichen Beratung wohnortunabhängig in 36 der 50 Impfzentren des Landes impfen lassen. Obwohl die Ständige Impfkommission (Stiko) bisher noch nicht allgemein zu Impfungen von Kindern rät, warben der Ministerpräsident und Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) immer wieder für die Impfung junger Leute. Die Entscheidung liege letztlich bei den Jugendlichen, Eltern und beratenden Ärzten.

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LÜFTEN

Das Lüften der Klassenzimmer wird weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Bei der Ausstattung der Schulen mit Luftfiltern gibt es nach Ansicht des Ministerpräsidenten noch Handlungsbedarf. „Wir haben entsprechende Programme zur Verfügung gestellt, nun ist es Sache der kommunalen Schulträger, darüber zu entscheiden, was vor Ort die richtige Maßnahme ist“, sagte Weil. Das Land hatte im Juli zusätzlich Fördermöglichkeiten in Höhe von 20 Millionen Euro geschaffen. Nötigenfalls solle finanziell nachgebessert werden, hieß es aus dem Kultusministerium.

MASKEN

Die Masken werden nach jetzigem Stand auch in den Schulen zunächst nicht wegzudenken sein. Überall dort, wo sich feste Schülergruppen vermischen und der Abstand nicht eingehalten werden kann, wie beispielsweise auf Fluren, Gängen oder im Schulbus, soll laut Kultusministerium auch weiterhin eine Maske getragen werden - bei einer Inzidenz über 35 auch während des Unterrichts. Die Maskenpflicht auf Schul- und Pausenhöfen war aufgehoben worden.

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