Nach Denker auch Köhnecke und Freese verletzt

Teuer erkaufter Sieg der SG Achim/Baden

Achim. Tomasz Malmon hat einen Traum. 'Ich möchte mich unbedingt mit dem Klassenerhalt verabschieden', sagte der Trainer vom Handball-Regionalligisten SG Achim/Baden, der in der nächsten Saison zum VfL Fredenbeck wechselt. Und noch hat Malmon nicht ausgeträumt. Denn nach dem 32:25 (16:11)-Erfolg beim TV Neerstedt - wie bereits im Kurier am Sonntag berichtet - haben die Achimer noch alle Möglichkeiten, den zehnten Tabellenplatz, der für die Qualifikation zur neuen 3. Liga reicht, zu ergattern.
19.04.2010, 01:31
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Teuer erkaufter Sieg der SG Achim/Baden
Von Florian Cordes

Achim. Tomasz Malmon hat einen Traum. 'Ich möchte mich unbedingt mit dem Klassenerhalt verabschieden', sagte der Trainer vom Handball-Regionalligisten SG Achim/Baden, der in der nächsten Saison zum VfL Fredenbeck wechselt. Und noch hat Malmon nicht ausgeträumt. Denn nach dem 32:25 (16:11)-Erfolg beim TV Neerstedt - wie bereits im Kurier am Sonntag berichtet - haben die Achimer noch alle Möglichkeiten, den zehnten Tabellenplatz, der für die Qualifikation zur neuen 3. Liga reicht, zu ergattern.

'Wir haben unser erstes Endspiel gewonnen und den ersten Schritt gemacht. Jetzt müssen noch zwei weitere folgen', sagte der Trainer der SG. Was seine Mannschaft in Neerstedt bot, lässt hoffen, dass das Team aus der Weserstadt drittklassig bleibt. Vor allem die Abwehr präsentierte sich bei den Gastgebern aus dem Landkreis Oldenburg in blendender Form. Hinzu kam noch, dass die beiden Torhüter, Björn Scholvin und Ole Prehn, einen sehr guten Tag erwischten und die Angreifer des TV Neerstedt zur Verzweiflung brachten.

'Die Einstellung hat bei uns von Anfang an gestimmt. Unsere starke Deckung war einer der Schlüssel zum Erfolg', bilanzierte SG-Mannschaftskapitän Cord Katz. Es war über die gesamte Spielzeit zu erkennen, dass die Achimer den Abstieg mit aller Macht verhindern wollen. 'Meine Jungs haben gegen Neerstedt Handball mit Herz gespielt', meinte Malmon.

Wichtig war für den Trainer zudem, dass er endlich mal wieder über einen vollen Kader verfügte. Lediglich Patrick Denker (Knieverletzung) saß auf der Bank. 'Ich hatte sehr viele Möglichkeiten zum Wechseln. Das war ein sehr wichtiger Aspekt', sagte Malmon.

Im nächsten Endspiel beim SV Beckdorf könnte dies jedoch schon wieder ganz anders aussehen. 'Der Sieg war teuer erkauft', erzählte der Achimer Coach. Er spielte mit seiner Aussage auf die dritte Minute an. Denn zu dieser frühen Phase erlebte Malmon die erste Schrecksekunde. Matthias Köhnecke verdrehte sich das Knie und konnte seiner Mannschaft bei dem sicher heraus gespielten Sieg nicht mehr helfen. Als der Erfolg längst in trockenen Tüchern war, bekam Malmon den nächsten Schock. Denn Tobias Freese knickte kurz vor dem Abpfiff um und musste ebenfalls vom Feld getragen werden. 'Ich muss die Diagnosen abwarten. Aber diese beiden Verletzungen bereiten mir schon Bauchschmerzen', sagte der Pole. Sein Kapitän war ebenfalls geschockt vom Ausfall der beiden Leistungsträger. 'In dieser Saison haben wir einfach die Seuche', so Katz. Dennoch gilt es jetzt das gewonnene Selbstvertrauen ins nächste Spiel beim SV Beckdorf mitzunehmen und auch dort die zwei Punkte zu entführen. Gleichzeitig muss

die SG aber auch hoffen, dass die Konkurrenten aus Münden und Halle patzen. 'Wir müssen in Beckdorf genauso konzentriert auftreten wie in Neerstedt. Und dass Mario Allendörfer wegen seiner Ausschlussstrafe nicht mit dabei sein wird, ist schon mal nicht unwichtig', sagte Katz. Sein Trainer ist der Meinung, dass mit der SG eine Mannschaft in die Oberliga gehen müsste, die es nicht verdient hätte. 'Für einen Absteiger sind wir einfach zu stark', sagte der Noch-SG-Coach.

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