TSV Ottersberg: Tim Eggert gegen Eintracht Braunschweig II zum Sprung ins kalte Wasser gezwungen Torwart-Notstand vor dem Spitzenspiel

Ottersberg. Bei den Fußballern des TSV Ottersberg hat sich die Personallage rechtzeitig vor dem Oberliga-Spitzenspiel gegen Eintracht Braunschweig II entspannt. Am vergangenen Sonntag mit gleich vier verletzten Spielern aus Gifhorn zurückgekehrt, kann Trainer Axel Sammrey im Duell mit dem heimlichen Tabellenführer zumindest wieder auf Mahmut Aktas und Gilmar zurückgreifen.
22.04.2010, 22:21
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Von Ehrhard Müller

Ottersberg. Bei den Fußballern des TSV Ottersberg hat sich die Personallage rechtzeitig vor dem Oberliga-Spitzenspiel gegen Eintracht Braunschweig II entspannt. Am vergangenen Sonntag mit gleich vier verletzten Spielern aus Gifhorn zurückgekehrt, kann Trainer Axel Sammrey im Duell mit dem heimlichen Tabellenführer zumindest wieder auf Mahmut Aktas und Gilmar zurückgreifen.

Der türkische Mittelfeldspieler (Aktas) war zuletzt mit muskulären Problemen ausgewechselt worden, während bei dem brasilianischen Stürmer (Gilmar) der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung unbestätigt blieb. Er trainierte am Dienstagabend bereits wieder, nachdem er in Gifhorn einen schmerzhaften Ellenbogenschlag auf das Jochbein bekommen hatte. Linksverteidiger Jair Baller (schwere Prellung des Nasenbeins und Risswunde unter dem Auge) dagegen wird nicht rechtzeitig fit, und der zuletzt wieder als Stürmer aufgebotene 'Eddy' Örün (Bänderdehnung im Fußgelenk und Beckenprellung) fällt nach Ansicht von Sammrey 'mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit' aus.

Das bedeutet für den Ottersberger Trainer, dass er 'nur' zwei Mannschaftsteile für das Heimspiel gegen den Meisterschaftsfavoriten - Braunschweigs Drittliga-Reserve verfügt über den durchschlagskräftigen Angriff sowie die die Abwehr mit den wenigsten Gegentoren - verändern muss. Die Ersatzmänner für Baller und Örün dürften Dennis Janssen als Verteidiger und Ömer Aktas als zweite Spitze heißen. Sammrey will am Sonntag um 15 Uhr wieder ein 4-4-2-System praktizieren lassen, mit dem der TSV zuletzt Tabellenführer Heeslingen (2:1) und Gifhorn (3:0) schlug.

Die jüngsten Siege der neuerdings immer wieder mit Profis verstärkten Braunschweiger Eintracht-Reserve sind noch imposanter ausgefallen. Sie schlug im Derby die FT Braunschweig mit 5:1 und setzte sich in einem weiteren Auswärtsspiel sogar mit 6:1 gegen Blau-Weiß Bornreihe durch. Außerdem bezwang sie seit dem 5. April Lupo Martini Wolfsburg (4:0) und MTV Gifhorn (3:0). Die Braunschweiger Rückrundenbilanz: von acht möglichen Siegen gelangen sechs. Wegen ihrer hohen spielerischen Veranlagung, ihrer ausgeprägten taktischen Disziplin und ihrer schwer aushebelbaren Defensivabteilung (nur 15 Gegentore in 23 Meisterschaftsspielen) war Eintracht Braunschweig II im August des vergangenen Jahres als Meisterschaftsfavorit Nummer eins (Sammrey: 'Eintracht Braunschweig II gehört in die Regionalliga!') angetreten. Mittlerweile ist die Eintracht auch in der Lage, Tore wie am Fließband zu produzieren - die verbesserungswürdige Torchancenverwertung war in den ersten Wochen der Saison 2009/10 das

Manko von Trainer Christian Benbenneks Mannschaft gewesen. Inzwischen läuft der aktuelle Tabellenzweite wieder mit seinem etatmäßigen Sturmduo auf. Sowohl Stefan Hauk als auch Finn Gierke haben ihre Verletzungen auskuriert.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht gerade förderlich, dass die Ottersberger Trainingseinheiten dieser Woche ohne Torhüter über die Bühne gehen müssen. Obwohl Sammrey gleich vier Keeper dem Oberliga-Kader zurechnet, kann er in diesen Tagen nicht einen von ihnen begrüßen. Tim Eggert hat sich wegen einer Verletzung am Sprunggelenk abgemeldet, der in einen Verkehrsunfall verwickelte Paul-Eric Franke leidet an einer Knochenquetschung, Tjarven Hülsemeyer steckt in den Abiturprüfungen und Tim Meyer ist am Meniskus operiert worden. Stammtorwart Eggert wird auch das Abschlusstraining verpassen, jedoch gezwungen sein, am Sonntag ins kalte Wasser zu springen. 'Dann muss er eben die Zähne zusammenbeißen', kündigt Sammrey an.

Reifeprüfung der Innenverteidiger

Ebenfalls im Fokus werden am Sonntag Alexander Huhn und Marco Wahlers stehen. Sie bilden seit zwei Spieltagen das Ottersberger Innenverteidiger-Pärchen und trugen mit souveränen Vorstellungen maßgeblich zu den Erfolgen über Heeslingen und Gifhorn bei. Das Spitzenspiel betrachtet Sammrey als 'die Reifeprüfung' für seine beiden Youngster. Zumal der Ottersberger Coach der Meinung ist, dass Braunschweig II zu schlagen ist, 'wenn man defensiv gut arbeitet'. Sammrey schöpft seine Zuversicht aus den Eintracht-Begegnungen mit Ahlerstedt/Ottendorf (1:4), Heeslingen (1:2) und Hildesheim (1:0). In diesen drei Spielen schoss Braunschweig nur jeweils ein Tor und musste sich mit drei von neun möglichen Punkten zufrieden geben. Der bis zur Winterpause auswärts erfolgreichere TSV Ottersberg dagegen holte aus seinen bisherigen drei Begegnungen der Rückrunde das Maximum heraus. Frohlockt Sammrey: 'Inzwischen sind wir auch vor eigenem Publikum erfolgreich, das Selbstvertrauen ist wieder

da.'

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