Niedersachsenpokal TSV Ottersberg steht vor einer hohen Hürde

Ottersberg. Im heutigen Achtelfinale des Niedersachsenpokal-Wettbewerbs (19.30 Uhr) trifft derTSV Ottersberg auf Teutonia Uelzen. Hinter dem Einsatz von Torjäger Lars Behrens steht ein Fragezeichen.
10.08.2010, 21:26
Lesedauer: 2 Min
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Von Ehrhard Müller

Ottersberg. In den vergangenen Jahren ist der gelungene Saisonstart zu einem Markenzeichen des TSV Ottersberg geworden. Im Landesliga-Meisterjahr beispielsweise war Trainer Axel Sammreys Fußballmannschaft von dritten Spieltag an in 19 Begegnungen nacheinander ungeschlagen geblieben, und in der abgelaufenen Oberliga-Serie holte sie alle 15 möglichen Punkte. Im Niedersachsenpokal jedoch schied der bislang zwei Mal aufgelaufene TSV Ottersberg stets sofort aus. Zunächst war er am SC Langenhagen gescheitert, und vor zwölf Monaten gab's ein 0:1 gegen den VfB Oldenburg.

In diesem Sommer sind die Vorzeichen umgedreht. Der Oberligist schaltete am Mittwoch vergangener Woche in einem Heimspiel die hoch gehandelte SV Drochtersen/Assel aus (1:0), verpatzte jedoch den Punktspielstart in Hildesheim (0:2). 'Innerhalb von vier Tagen zwei völlig unterschiedliche Fußballspiele', blickt Sammrey zurück - und sah sich bestätigt, nachdem er im Vorfeld des Pflichtspielauftakts von 'erheblichen Leistungsschwankungen' gesprochen hatte, auf die man sich bei seiner erheblich verjüngten Mannschaft einstellen müsse. Nach der ansprechenden Vorstellung gegen Drochtersen ist die in Hildesheim nur auf einer Position veränderte Startelf (für den verletzten Alexander Huhn kam Youngster Malik Gueye) kaum noch wiederzuerkennen gewesen.

Selbst Eggert verunsichert

'Gut möglich, dass wir in dieser Saison zu Hause selbstbewusster als auswärts auftreten', dachte Sammrey am Dienstag laut nach. Zwar ist seine Mannschaft auch gegen den VfV 06 Hildesheim stets bemüht gewesen, doch nach zwei Gegentoren bis zur 38. Minute ist 'die Verunsicherung immer größer geworden' (Sammrey). Von ihr ließ sich sogar der ansonsten stets zuverlässige Torwart Tim Eggert anstecken, er musste sich am zweiten Gegentor eine Mitschuld zuweisen lassen.

Im heutigen Achtelfinale des Niedersachsenpokal-Wettbewerbs gegen Teutonia Uelzen (Anpfiff um 19.30 Uhr auf dem Trainingsplatz) wartet auf den gastgebenden TSV Ottersberg das nächste Stück schwere Arbeit. Der Oberliga-Neuling schwimmt in diesen Tagen auf einer Euphoriewelle, seinem 4:1 in der ersten Pokalrunde gegen Güldenstern Stade ließ er ein viel beachtetes 2:2 im ersten Punktspiel gegen den Meisterschaftskandidaten VfB Oldenburg folgen. Ferner kommen die Teutonen mit einem Stürmer, der sich in beängstigender Frühform befindet. Danny-Torben Kühn, gewöhnlich die einzige Spitze im 4-2-3-1-System von Trainer Otte, hat nicht weniger als fünf der bisherigen sechs Uelzener Pflichtspieltore geschossen.

Auch die Abwehr des in der Regel auf Konter setzenden SV Teutonia Uelzen hat ihre Oberliga-Reife bereits nachgewiesen. Sammrey hatte einen Späher nach Uelzen geschickt, und der berichtete nach dem Remis gegen Oldenburg von einem überragenden Torhüter Dennis Neumann und einem große Souveränität ausstrahlenden Innenverteidiger Norman Arndt. Beide verfügen über Gardemaß, und Sammrey hält fest. 'Mit hohen Bällen brauchen wir garnicht erst anzufangen. Entweder pflückt Neumann jeden Ball runter, oder Arndt ist mit dem Kopf zur Stelle.'

Seit Alexander Huhns Verletzung (Bluterguss im Adduktorenbereich) ist das defensive Mittelfeld des TSV Ottersberg nicht optimal besetzt, in Hildesheim lief Mirko Peter an der Seite von Stefan Denker auf. Mangels Alternativen jedoch eher eine Notlösung. Sammreys Erkenntnis: 'Mirko ist ein reiner Außenspieler.' Am Dienstag sah es danach aus, als ob Allrounder Sebastian Koltonowski eine Position zurückrücken und mit Denker das Sechser-Pärchen bilden wird. Für die dadurch auf der rechten Seite der Dreier-Mittelfeldreihe frei werdende Position kommt vor allem Hayatin Sicak in Betracht.

Ungesichert ist noch das heutige Mitwirken von Torjäger Lars Behrens. Der vergangene Saison lange verletzte Stürmer hat nach seinem 76-Minuten-Auftritt in Hildesheim mit dem Training ausgesetzt.

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