Umfrage: Impfmuffel und Impfbefürworter halten sich die Waage

Lilienthal. Trübe, feucht und kalt: Die Schniefnasen- und Halswehjahreszeit hat wieder begonnen. Es gibt Menschen, die sich mit einer Grippeschutzimpfung gegen die Krankheitserreger wappnen. Hannelore Entelmann aus Lilienthal gehört zu ihnen. "Schon erledigt", erwidert sie prompt auf die Frage nach der Grippeschutzimpfung. "Ich gehe immer im September." Seit zehn Jahren lässt sie sich die Spritze in den Arm geben und sagt: "Seitdem bin ich bedeutend weniger krank." Vor drei Wochen hielt Gisela Grabski aus Bremen dem Arzt ihren Arm hin. "Ich mach' das jedes Jahr, weil ich Bronchialasthma habe." Grabski bilanziert: "Es hat mir immer geholfen." Und mit 59 Jahren, fühlt sie sich zudem sicherer durch die Impfung.
14.11.2011, 05:00
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Umfrage: Impfmuffel und Impfbefürworter halten sich die Waage
Von Undine Zeidler

Lilienthal. Trübe, feucht und kalt: Die Schniefnasen- und Halswehjahreszeit hat wieder begonnen. Es gibt Menschen, die sich mit einer Grippeschutzimpfung gegen die Krankheitserreger wappnen. Hannelore Entelmann aus Lilienthal gehört zu ihnen. "Schon erledigt", erwidert sie prompt auf die Frage nach der Grippeschutzimpfung. "Ich gehe immer im September." Seit zehn Jahren lässt sie sich die Spritze in den Arm geben und sagt: "Seitdem bin ich bedeutend weniger krank." Vor drei Wochen hielt Gisela Grabski aus Bremen dem Arzt ihren Arm hin. "Ich mach' das jedes Jahr, weil ich Bronchialasthma habe." Grabski bilanziert: "Es hat mir immer geholfen." Und mit 59 Jahren, fühlt sie sich zudem sicherer durch die Impfung.

"Krank wird man, wenn man krank wird und dann legt man sich ins Bett und wird wieder gesund", meint dagegen der Lilienthaler Henrik Rossol. Er hält gar nichts von der Grippeschutzimpfung, bindet stattdessen lieber einen Schal um und leckt bei fast Null Grad vergnügt an seinem Eis. "Ich gehe nicht impfen", sagt auch Stefan Viohl aus Lilienthal. Dabei hatte er es vor zwei Jahren bei der Feuerwehr einmal ausprobierte. Warum er es nicht wiederholt? "Ich weiß es nicht." Viohl fühlt sich nicht gefährdet. Grippe, das betrifft aus seiner Sicht eher die Älteren und Kranken. Außerdem isst er viel Gemüse und bewegt sich bei der Arbeit. Das genüge.

"Ich fühle mich fit, ich mache viel Sport und ernähre mich gesund", sagt Edeltraud Behrens-Roschen aus Borgfeld. Für sie ist die Impfung "kein Thema", und wenn die Grippe sie doch befällt, hofft sie, dass sie es gut durchsteht. Sie hat viel von Leuten gehört, die sich impfen ließen und anschließend den ganzen Winter mit Infekten zu tun hatten. "Das schreckt mich so ein bisschen ab." "Ich kann mich nicht gegen alle Viren die da herumfliegen, impfen lassen", meint Claudia Blind aus Lilienthal. Sie vertraut auf ihren "guten gesundheitlichen Allgemeinzustand". Eine Grippe habe sie noch nie gehabt, aber ihr Mann kränkelte einmal zwei Tage, nachdem er sich habe impfen lassen.

Martin Kress aus Lilienthal wer noch nie zur Grippe-Schutz-Impfung, "weil das einfach noch nicht so im Fokus ist". Der 47-Jährige kann sich aber vorstellen, dass das Thema mit zunehmendem Alter wichtig wird, "weil die Grippe einen schon ganz schön flach legen kann". Jedenfalls diskutiert seine Familie bereits darüber, zumal Kress' Frau als Krankenschwester eine "positive Grundeinstellung" mitbringe.

Bei Holger Weiß lugt unter der Winterjacke ein Button am Revers hervor. "Grippe-Schutz-Impfung. Na klar!" steht darauf. Seit zehn Jahren lässt sich der Lilienthaler regelmäßig impfen und spürte nur einmal Nebenwirkungen - einen Tag mit leichtem Infektgefühl. Die Angst vor Nebenwirkungen kann er trotzdem verstehen. Er wirbt für eine intensive Aufklärung, denn: "Wenn die echte Grippe kommt, kann man daran sterben. Dagegen ist ein kleiner Piks und ein Nachmittag an dem man sich ein bisschen kränklich fühlt, ein Klacks." Für den examinierten Krankenpfleger wird die Impfung bei der Arbeitsstelle angeboten, und er ist sicher: "Falls die echte Grippe ausbrechen sollte, erwischt es mich nicht." Dass das nicht vor einem grippalen Infekt schützt, ist ihm klar. Dem beugt er mit einem Apfel am Tag und viel Bewegung an der frischen Luft vor.

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