Zusammenlegung der Gemeindebibliotheken Umzug von Leeste nach Kirchweyhe vollzogen

Am Montag öffnet die neue, zusammengelegte Gemeindebibliothek am Standort Kirchweyhe. Der WESER-KURIER hat sich dort schon einmal umgesehen.
10.08.2018, 18:36
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Umzug von Leeste nach Kirchweyhe vollzogen
Von Sebastian Kelm

Weyhe-Kirchweyhe. Wer versucht, die Tür der Gemeindebibliothek in der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Kirchweyhe vom Flur aus zu öffnen, stellt gleich fest: Hier ist jetzt einiges anders. Das sie nicht aufgeht, lag zuletzt einerseits daran, dass die Bücherei wegen Umbaus geschlossen war. Aber auch daran, dass die Räume ab diesem Montag, 13. August, dauerhaft nur noch über den überdachten Seiteneingang draußen zu erreichen sind. Eine von vielen Änderungen, schließlich wurde aus den zwei Standorten in Leeste und Kirchweyhe einer. Es gab Zuwächse hier und neue Aufteilungen da.

Wie bereits berichtet, musste der Hauptsitz in der KGS Leeste wegen der anstehenden Kompaktsanierungen dort ausziehen und wird nach einer dreijährigen Übergangszeit in Kirchweyhe ein komplett neues Domizil am Henry-Wetjen-Platz beziehen, das Kultur- und Bildungszentrum Leeste (KBL). Leiterin Joanna Zamejc freut sich schon darauf – „bei entsprechender Personalausstattung“, wie sie einschränkt. Alle ihre fünf Mitarbeiter arbeiten zwar nun zusammen, wegen des Abgangs einer Kollegin ist aber eine halbe Stelle derzeit unbesetzt.

Zamejc betont auch, dass die jetzigen Öffnungszeiten – 34,5 Stunden statt bisher 21 – als vorläufig zu verstehen sind. Warum sind keine Besuche über Mittag möglich? „Einige Arbeiten lassen sich eben nicht mit Publikumsverkehr vereinbaren“, erklärt Susanna Clottey vom Fachbereich Bildung und Freizeit im Rathaus. Sie kündigt an, dass die Nutzer stundenweise gezählt werden sollen, um die Zeiten gegebenenfalls anzupassen. Auch Zamejc ist sich sicher: „Wir müssen die ersten drei, vier Wochen sehen, wie alles laufen soll.“ Ungewohnt für die Belegschaft auch, dass es mit dem separaten Eingangsbereich und der abgegrenzten und gänzlich neu hinzugekommenen Kinderbibliothek ein zweiter beziehungsweise dritter Raum im Auge behalten werden muss. Bei den Kinderbüchern sei die Ausleihe daher nur in Ausnahmefällen möglich, lässt Zamejc wissen. Man könne nicht immer jemanden dafür abstellen. Dafür kann darin etwa das beliebte Kinderbuchkino veranstaltet werden. Maskottchen Bibo jedenfalls scheint schon auf die ersten Leseratten zu warten.

Im Hauptbereich stehen statt zwei Rechnern nun vier – und deutlich mehr Regale. Ein viertes DVD-Regal für Familienfilme etwa fehlt sogar noch. „Es ist aber nicht so voll, wie wir es befürchtet hatten“, meint Susanna Clottey. Vor allem Sachmedien, die nicht oft angefragt werden, mussten aufgrund der Zusammenlegung schon in ein Magazin im KGS-Keller ausgelagert werden.

„Es ist sicher nicht das Ideale“, räumt Joanna Zamejc ein. „Und wir bedauern, dass es jetzt keine Bibliothek mehr in Leeste gibt.“ Aber man sei sicher, sich mit der neuen Situation arrangieren zu können: „Insgesamt sind wir ganz gut untergebracht.“ Und sie ist froh, den Umzug mitsamt Möbeln und etlichen Tausend Büchern und sonstigen Medien hinter sich gebracht zu haben. „Das war bei der Hitze nicht angenehm“, sagt die Bibliotheks-Chefin. Aber wenn die Türen am Montag aufgehen, weht immerhin ein frischer Wind.


Die künftigen Öffnungszeiten der gemeinsamen Gemeindebibliothek in der KGS Kirchweyhe, Hauptstraße 99, lauten: Montag bis Freitag von 9 bis 13.30 Uhr sowie montags, dienstags und donnerstags zusätzlich von 15 bis 19 Uhr.

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