St.-Jürgensland

Unbekannte erschießen Störche

Der Storchenbeauftragte Ortwin Vogel hat am Dienstag im St.-Jürgensland fünf tote Vögel entdeckt: drei Störche und zwei Möwen. Stand jetzt wurden die Tiere erschossen. Die Polizei ermittelt.
31.07.2018, 17:15
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Von Peter von Döllen

Die Wiesen im St.-Jürgensland sind wegen einer Fleetstauung derzeit feucht – ideale Verhältnisse für Störche. Deshalb halten sich dort derzeit sehr viele der stolzen Vögel auf, wie Ortwin Vogel, Storchenbeauftragter sagt. Er ist so oft ebenfalls oft dort, um nach den Störchen zu sehen. An diesem Dienstag aber war sein Rundgang wenig erfreulich. „Ich habe ein weißes Büschel entdeckt und bin dorthin gegangen“, schildert der Experte. Der Fund entpuppte sich als toter Storch – wohl erschossen. Und es blieb nicht der einzige. Vogel fand zwei weitere tote Störche und zwei Möwen. Alle wiesen Schusswunden auf. Kein schöner Anblick. Ein Storch wurde am Kopf getroffen, einem fehlte ein Bein und der dritte wurde am Rumpf tödlich verletzt.

Ortwin Vogel verständigte den Landkreis. Der erstattete nach einer Begutachtung Anzeige bei der Polizei. Weißstörche sind durch die Bundesartenschutzverordnung streng geschützt. Die Tötung ist abseits aller moralischer Bewertung eine Straftat. Die Polizei hat deshalb die Ermittlungen aufgenommen. Mitarbeiter des Veterinäramtes haben die toten Körper in Verwahrung genommen.

„Die Tiere wurden sichergestellt und werden zur Tierärztlichen Hochschule in Hannover gebracht“, bestätigt Jürgen Menzel, Pressesprecher der Polizeiinspektion Verden / Osterholz. Dort soll die genaue Todesursache ermittelt werden. Stand jetzt muss davon ausgegangen werden, dass die Vögel durch Schüsse aus einem Kleinkalibergewehr ums Leben kamen. Über die Motive der oder des Täters kann derzeit nur spekuliert werden.

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