Hamberger Händler geben Tipps für das passende Geschenk / Von der Armbanduhr bis zum Magic-Mug

Und plötzlich ist wieder Weihnachten

Hambergen. Und plötzlich ist es wieder so weit: Weihnachten steht vor der Tür. Fast ein Jahr lang wiegen wir uns in Sicherheit; glauben, es bliebe noch viel Zeit bis zum Fest. Zumindest genügend, um in aller Ruhe das ein oder andere hübsche Geschenk für die Liebsten zu finden. Aber dann wird der erste Advent gefeiert. Der Zweite geht ins Land. Der Dritte ist auch nicht mehr fern - und in Sachen Geschenke hat sich nichts getan. Für die Fahrt in die Großstadt wird es eng. Stress baut sich auf. Doch Halt - warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah. Nicht nur - aber auch in Hambergen.
11.12.2010, 05:00
Lesedauer: 4 Min
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Und plötzlich ist wieder Weihnachten
Von Brigitte Lange

Hambergen. Und plötzlich ist es wieder so weit: Weihnachten steht vor der Tür. Fast ein Jahr lang wiegen wir uns in Sicherheit; glauben, es bliebe noch viel Zeit bis zum Fest. Zumindest genügend, um in aller Ruhe das ein oder andere hübsche Geschenk für die Liebsten zu finden. Aber dann wird der erste Advent gefeiert. Der Zweite geht ins Land. Der Dritte ist auch nicht mehr fern - und in Sachen Geschenke hat sich nichts getan. Für die Fahrt in die Großstadt wird es eng. Stress baut sich auf. Doch Halt - warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah. Nicht nur - aber auch in Hambergen.

Zum Beispiel im Uhren- und Schmuckgeschäft von Luise Benjes, Stader Straße 2. Kunden, die Heiligabend um kurz vor 12 Uhr noch nach einem Geschenk suchen? "Das kennen wir schon", sagt die Uhrmachermeisterin und schmunzelt. "Es gibt einige, auf die warten wir schon regelrecht", nickt ihre Kollegin Frauke Hoppen. Für manchen Mann würden sie sogar das passende Geschenk für seine Ehefrau frühzeitig zur Seite legen - auf Bitten der Gattin.

In vielen Fällen handelt es sich um sogenannte Trollbeads. "Das ist ein Sammelsystem aus Dänemark", sagt Frauke Hoppen. Auf einem Arm- oder Halsband aus Silber beziehungsweise Leder werden einzelne Elemente aus Silber, Murano-Glas oder 750er Gold aufgereiht. Sie zeigen Gesichter, Tiere, Buchstaben, Muster. Jedes Stück wird einzeln erworben. "Selbst wenn fünf Leute sich solch ein Armband kaufen, ist keins wie das andere", versichert Hoppen. Getragen werde der Schmuck von Frauen und Männern jeden Alters. "Wir hatten eine Großmutter, die für ihre Enkelin zur Konfirmation Trollbeads kaufte. Drei Tage später kam sie wieder, um für sich selbst welche auszusuchen." Bei Geschenken für die Männerwelt falle die Wahl der Kunden dennoch eher auf die Armbanduhr. Dabei gelte: je sportlicher, desto besser, berichten die beiden Meisterinnen ihres Fachs. "Die Uhren fallen heute etwas wuchtiger aus. Chronografen sind besonders gefragt", weist Luise Benjes auf ihr Sortiment hin.

Vergänglicher, aber nicht minder verzückend ist der Geschenktipp von Gabi Atrott-Gehrlein. Die Inhaberin der Geschenke Galerie an der Hauptstraße schwärmt von ihrem Trüffel- und Pralinen-Sortiment. Kombiniert mit einer ihrer zahlreichen Teesorten ergibt dies ein betörendes Geschenk. Sollte es doch eher der hübsche Blumenstrauß sein, finde sich unter ihren Deko-Artikeln ganz sicher die passende Vase aus Glas, verspricht Atrott-Gehrlein. Eine Ecke des Geschäfts hat sie mit Tatzino-Produkten bestückt. Der freche Bär blinzelt den Kunden von Tassen, Tablets, Bechern und Co. entgegen. "Das kommt vor allem bei den Heranwachsenden gut an." Das Geschenk allein sei aber nicht alles, verrät Atrott-Gehrlein. Sie habe sich deshalb auf individuelle Verpackungen spezialisiert. "Zuletzt war es ein Gutschein über eine Wohnzimmereinrichtung", erzählt sie. Dafür habe sie extra Möbel, einen Teppich und kleine Kissen gebastelt. Für diese besondere Verpackung sorgt sie selbst am 24. Dezember - bis zur

Mittagszeit.

Zu Individualität bei der Wahl der Geschenke raten auch Holger Vogel von "Event Vogel" und Sabine Forzieri von "Up to Date" an der B 74 in Spreddig. "Bei uns gibt es nichts von der Stange", sagt Vogel. Da wisse der Beschenkte gleich, dass sich der andere wirklich Gedanken gemacht habe. Tassen, T-Shirts, Uhrengehäuse, Frühstücksbretchen, Bademäntel, Handtücher - auf fast jede Oberfläche kopieren sie Fotos und Schriftzüge. "Die Tassen sind am gefragtesten; die werden ja auch täglich benutzt", meint Vogel.

Schon beim Rohling ist die Qual der Wahl groß: Soll es das Partnertassen-Set sein - bestehend aus zwei ineinanderpassenden Bechern mit aufkopierten Fotos des Pärchens? Oder lieber der Magic-Mug, dessen Design sichtbar wird, sobald eine heiße Flüssigkeit eingeschenkt wird? Der Jahreszeit entsprechend gebe es derzeit auch Becher mit Weihnachtsmotiv - der gewünschte Name und passende Spruch werden hinzugefügt.

Ein bisschen Zeit sollten die Kunden für diese Sonderanfertigungen mitbringen. Zwar werben Vogel und Kollegen mit der Express-Bestellung. Dauer 20 Minuten. "Aber lieber arbeiten wir mit ein bis zwei Tagen Vorlauf." Und das bis zum 23. Dezember. "Heiligabend öffnen wir nicht", sagt Vogel. Da müssten sie ihre eigenen Weihnachtseinkäufe endlich erledigen, für die ihnen vorher keine Zeit bliebe.

Mit Kunden, die auf den letzten Drücker kommen, hat Nina Armbrust Erfahrung. Bis 14 Uhr steht sie Heiligabend in ihrem Laden "Atizar" in Oldenbüttel und verpackt Geschenke zum Fest. Von riesigen Terrakotta-Pflanzkübeln bis zur winzigen, fantasievollen Weihnachtsfee aus bunt lackiertem Metall reicht ihr Sortiment. "Besonders gern werden die Stern-Kugeln genommen", erzählt sie. Von innen beleuchtet würden sie eine besonders schöne Stimmung verbreiten. Beliebt seien auch ihre Metall-Stangen, die sie zu Vogelfutterstellen herausputzt. Während es sich an einem Ende des Stabes ein blecherner Vogel bequem gemacht hat, ist etwa in der Mitte der Stange ein Meisenknödel befestigt. Tannenzweige samt Weihnachtsdeko umschlingen das Ganze.

Wem das nicht liegt, der werde in ihrer Weihnachtsscheune fündig, verspricht die Oldenbüttlerin und blickt zwischen den knuffigen Weihnachtsmännern, hölzernen Laternen, Kerzenständern und festlichen Engeln umher: "Vieles ist schon bei der großen Adventsausstellung verkauft worden. Aber es ist immer noch genug da." Und das, so ist sich Nina Armbrust sicher, sei auch am 24. Dezember noch der Fall.

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