Anwohner melden Schäden und Müll / Gemeinde stellt Strafanzeige gegen unbekannt Vandalen wüten auf dem Spielplatz

Unbekannte haben auf dem Spielplatz an der Friesländer Straße gewütet. Insbesondere eine hölzerne Platte mit Segel, die auf einer dicken Feder befestigt ist, hatte es ihnen angetan. Mit brachialer Gewalt knickten sie den Mast aus seiner Verankerung, gruben ein tiefes Loch und hinterließen jede Menge Müll.
06.03.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Vandalen wüten auf dem Spielplatz
Von Barbara Wenke

Unbekannte haben auf dem Spielplatz an der Friesländer Straße gewütet. Insbesondere eine hölzerne Platte mit Segel, die auf einer dicken Feder befestigt ist, hatte es ihnen angetan. Mit brachialer Gewalt knickten sie den Mast aus seiner Verankerung, gruben ein tiefes Loch und hinterließen jede Menge Müll.

Lemwerder. Ziemlich genau drei Jahre ist es her, seit Vandalen auf dem Spielplatz an der Oldenburger Straße ihr Unwesen trieben und mit schwerem Gerät die Kettenglieder einer Schaukel durchtrennten. Lange Zeit war es ruhig. Jetzt häufen sich nach Auskunft der Gemeindeverwaltung die Vorfälle wieder. Nach einem erneuten Vorfall auf dem Spielplatz an der Oldenburger Straße schlugen der oder die Täter am Wochenende an der Friesländer Straße zu.

"Vor dem Spielhaus hat jemand ein riesengroßes Loch gebuddelt", berichtet Martin Schumacher vom Betriebshof der Gemeinde. "Mit einem Spaten haben die circa 70 Zentimeter tief gegraben." Doch das Loch sei längst nicht alles. Schumacher: "Der Spielplatz war voll Papier gemüllt."

Der oder die Täter haben aber nicht nur Spuren hinterlassen, die mit ein paar Handgriffen zu beseitigen sind. Von einer wippenden Holzplatte, die - der Fantasie der Kinder überlassen - als Segelboot oder Surfbrett dient, haben sie mit brachialer Gewalt einen Mast abgebrochen. "Das waren keine Kleinkinder", ist Schumacher überzeugt. "Das müssen Größere gewesen sein."

Schumacher und seine Kollegen sind noch gestern Morgen, gleich nachdem der Schaden von Anwohnern im Rathaus gemeldet worden ist, zur Friesländer Straße geeilt, um den Schaden zu heben. Schließlich hätten sich spielende Jungen und Mädchen an den abgebrochenen Überresten des Segelmastes verletzen können.

Traurig muss der Nachwuchs dennoch nicht sein. Gestern Nachmittag installierten die Betriebshof-Mitarbeiter ein neues Wipptier. Dieses Mal in Form eines Pferdes. Die Gemeinde kommt der Schaden mit rund 1000 Euro teuer zu stehen. Deshalb wollte sie auch gestern noch Strafanzeige gegen unbekannt bei der Polizei stellten. Großen Erfolg verspricht sich Rolf Horn vom Bauamt davon allerdings nicht. "In der Regel läuft das zu 99 Prozent ins Leere", stellt er ernüchtert fest.

Martin Schumacher gibt die Hoffnung hingegen nicht auf. Schließlich sei der Spielplatz an der Friesländer Straße gut einsehbar. Er hofft darauf, dass Anwohner etwas bemerkt haben und sich im Rathaus oder bei der Polizei melden.

Der jüngste Vandalismus war nicht der einzige in letzter Zeit. Ende Februar waren Schumacher und Kollegen zu ihrer monatlichen Inspektion auf den Spielplätzen im Gemeindegebiet. Da waren ihnen keine Schäden aufgefallen. Als sie Anfang März jedoch ein kleines Teil auf dem Spielplatz an der Oldenburger Straße auswechseln wollten, sei ihnen die kaputte Kette einer Schaukel aufgefallen. Auf demselben Spielplatz hatten Vandalen bereits vor gut drei Jahren ihr Unwesen getrieben und mit schweren Gerät Kettenglieder durchtrennt. Die Täter sind weiter unbekannt.

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