Unser Spieler der Woche: Jan-Christian Schröder Verbundenheit rund um den Globus

Melchiorshausen. Seine Reaktion war spontan und ehrlich. Die freudige Botschaft, dass wir Jan-Christian Schröder vom Fußball-Bremen-Ligisten TSV Melchiorshausen zu unserem Spieler der Woche erkoren haben, kommentierte der Betroffene mit einem dezenten Schmunzeln und der Vermutung: 'Mit einer solchen Leistung ist das bestimmt noch keinem vor mir gelungen.' Beweise dafür gibt es keine. Aber es stimmt schon: Schröder, den in Melchiorshausen alle nur 'Nicki' rufen, hätte seinem Treffer zum 1:0 gegen Türskpor noch einige weitere folgen lassen können. 'Müssen', sagt er.
11.05.2010, 02:40
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Verbundenheit rund um den Globus
Von Jens Hoffmann

Melchiorshausen. Seine Reaktion war spontan und ehrlich. Die freudige Botschaft, dass wir Jan-Christian Schröder vom Fußball-Bremen-Ligisten TSV Melchiorshausen zu unserem Spieler der Woche erkoren haben, kommentierte der Betroffene mit einem dezenten Schmunzeln und der Vermutung: 'Mit einer solchen Leistung ist das bestimmt noch keinem vor mir gelungen.' Beweise dafür gibt es keine. Aber es stimmt schon: Schröder, den in Melchiorshausen alle nur 'Nicki' rufen, hätte seinem Treffer zum 1:0 gegen Türskpor noch einige weitere folgen lassen können. 'Müssen', sagt er.

Doch am Ende war der eine oder andere Lapsus vor des Gegners Gehäuse total egal. Schröder handelte einmal richtig, und das langte. Es war das entscheidende Tor, das goldene. Eines, das die Hoffnungen der Melchiorshausener auf den Klassenerhalt aufrechterhält. Es war - bezogen auf unser Verbreitungsgebiet - der vielleicht wichtigste Treffer überhaupt am vergangenen Wochenende. Und der Schütze ist wahrlich kein 08/15-Typ, der eher zufällig beim TSV kickt. Jan-Christian Schröder ist mehr. Viel mehr.

Beruflich ist der 31-Jährige extrem stark eingebunden, zeigt sich gemeinsam mit seinem Vater für eine Solartechnik-Firma verantwortlich. Als Geschäftsführer. Schröder bereist In- und Ausland mit einer solchen Selbstverständlichkeit,wie andere Berufstätige morgens zur Arbeit hin- und abends wieder zurückfahren. Eines behält er dabei stets im Auge: seinen TSV Melchiorshausen. 'Meine Rückflüge passe ich möglichst unseren Spielen an', erzählt er. Wann immer es geht - und meistens geht es - steht Schröder am Wochenende für den TSV auf dem Platz. Und unter der Woche verpasst er keine Trainingseinheit freiwillig. Dieser Einsatz mag überraschen, denn Schröder ist kein Melchiorshauser Urgestein. Er kickt erst im vierten Jahr bei diesem Verein, war zuvor beim TuS Syke, Brinkumer SV und TV Stuhr aktiv. Immer in nächster Nähe zu seinem Wohnort Brinkum.

Ein kleines bisschen Heimat

Jan-Christian Schröder, der Vielreiser, der Rastlose, ist ein durch und durch bodenständiger Typ. Sobald er die Umkleide des TSV betritt, ist das so, als ob er nach Hause kommt. 'Der TSV Melchiorshausen bedeutet auch ein Stück Lebensqualität für mich. Hier kann ich wieder auftanken', sagt Schröder. Wer ständig von einem Termin zum nächsten hetzt, schätzt die Heimat umso mehr. Auch deshalb unterstützt Schröder den TSV nicht nur als Aktiver, sondern auch als Sponsor. Er spricht nicht viel darüber, er macht es einfach - und gerne. Und er macht sich so seine Gedanken über den Verein. 'Wie man Mannschaft und Umfeld noch attraktiver gestalten kann', erklärt Schröder.

Dass der neue Trainingsplatz bald fertiggestellt ist, sei positiv und ein erster Schritt. Dass die Bremen-Liga gehalten wird, sei gleichfalls von großer Bedeutung. Schröder gibt zu Bedenken: 'Wenn man einmal runter geht, wer sagt denn, dass man so schnell wieder nach oben kommt?' Also besser gar nicht erst absteigen. Jan-Christian Schröder wäre wohl der Letzte, der das nicht dick unterschreiben würde.

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