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Bassener Band „Die Patzer“ besteht allen anfänglichen Widrigkeiten zum Trotz nun seit 25 Jahren / Spaß steht im Vordergrund
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Ein Instrument spielte zu Beginn niemand

Marius Merle 30.07.2016 0 Kommentare

Band Die Patzer aus Bassen
Die Besetzung seit 2002: Jens Blohme (links), Matthias Weidenhöfer, Benjamin Broßeit, Henning Weidenhöfer und Hauke Cordes. Nicht auf dem Bild ist Hajo Cordes. (Björn Hake)

„Keiner von uns besaß ein Instrument oder konnte eines spielen. Es war sozusagen ein Start bei Null“, blickt Blohme zurück. Doch die Gruppe, in der aktuellen Besetzung besteht sie seit 2002, entwickelte sich musikalisch Stück für Stück und darf nun in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiern.

Erster Auftritt auf Weihnachtsfeier

„Der gemeinsame Nenner waren schon immer die Musikrichtungen Rock und Hardrock, die wir mögen und auch spielen“, erzählt Weidenhöfer und nennt mit Led Zeppelin und AC/DC zwei der Gruppen, von denen er und seine Mitstreiter Cover-Versionen spielen. „Zumeist ein bisschen in vereinfachter Form“, wie Blohme anfügt. 80 bis 90 Songs zählen inzwischen zum Repertoire von „Die Patzer“. Aber bis es soweit war, sei es ein harter Weg gewesen. Zu Beginn habe man, nachdem sich jeder ein Instrument ausgesucht hatte, einfach mit den Proben „von ganz einfachen Sachen“ begonnen. Den ersten Auftritt hatte die Gruppe dann nach einigen Monaten auf der Weihnachtsfeier der Freiwilligen Feuerwehr Bassen. „Wobei wir da eigentlich nur ein Gedicht vorgetragen haben“, erzählt Blohme mit einem Lachen.

Es folgten regelmäßige Proben und einige kleinere Auftritte. „Wobei wir zu dieser Zeit bestimmt mehr Spaß dabei hatten als die Zuhörer“, kann sich Blohme vorstellen. Dabei hatte es inzwischen einen laut Weidenhöfer richtigen „Quantensprung“ gegeben. Der Grund: Mit Benjamin Broßeit war ein neuer Schlagzeuger zu der Formation gestoßen, der bereits über Banderfahrung verfügte, und von da an den sehr wichtigen Takt im Hintergrund vorgeben konnte. Doch aus beruflichen und privaten Gründen folgte ab 1998 eine Zeit, in der die Bandaktivitäten laut Blohme „schlagartig zum Erliegen kamen“.

Erst im Sommer 2002 wurden „Die Patzer“ reaktiviert und setzten sich wiederum einige Zeit später in der Formation zusammen, wie sie auch heute noch Bestand hat. Neben Blohme, Matthias Weidenhöfer und Broßeit gehören Henning Weidenhöfer sowie Hajo und Hauke Cordes der Gruppe an – alles Bassener wie die vorigen Mitglieder bereits auch. In den kommenden Jahren entwickelten sie sich musikalisch weiter und bauten ihr Programm aus. Zumeist habe man im Jahr zwei bis drei Auftritte gehabt. An einige besondere Konzerte und Aktionen denken die Musiker besonders gerne zurück: Einer der Höhepunkte, da ist sich das Sextett einig, war der Auftritt bei Rock am Rathaus in Oyten 2005. „Da war eine Bombenstimmung an dem Abend“, erinnert sich Matthias Weidenhöfer gerne zurück. Eher ungewöhnlich waren ein Auftritt in der Oytener Kirche im Rahmen eines 2-nach-6-Gottesdienstes oder eine nicht ganz ernst gemeinte Autogrammstunde auf dem Bassener Weihnachtsmarkt.

Pokal für den Fan des Jahres

Als durchaus besonders darf auch die Aktion der Gruppe für ihre inzwischen durchaus vorhandenen Anhänger bezeichnet werden: Mit einem Wanderpokal wurde einige Zeit lang der Fan des Jahres ausgezeichnet. Und dann wäre natürlich auch noch der Bandname, der so ungewöhnlich ist, wie die damalige Entstehungsgeschichte dahinter, die auf der Homepage der Musiker wie folgt beschrieben wird: „Der Name Die Patzer hat mitnichten etwas mit der musikalischen Qualität der Band zu tun. Vielmehr handelt es sich um die regelmäßigen Auswirkungen nach den diversen Trinkgelagen.“

Nachdem die Band im vergangenen Jahr erstmals seit dem Comeback 2002 aus terminlichen Gründen keinen Auftritt hatte, wollen die sechs Musiker in den kommenden Wochen wieder zwei- bis dreimal bei Veranstaltungen auf der Bühne stehen. Auch zum 25-Jährigen soll es eventuell noch Etwas geben. Geübt wurde auch im auftrittsfreien Jahr weiter einmal wöchentlich. Ein Projekt was die Gruppe laut Hauke Cordes eventuell noch in der Zukunft anstrebe, seien professionelle Aufnahmen. „Doch wir sind keine Profimusiker und deshalb heißt es, realistisch zu sein.“ Im Vordergrund stehe laut den Hobbymusikern sowieso der Spaß – und das bereits seit der Gründung. „Zusammengetan haben wir uns damals schon, weil wir einfach Lust an der Musik hatten“, sagt Matthias Weidenhöfer.

„Wir hatten bestimmt mehr Spaß als die Zuhörer.“ Jens Blohme über die ersten Auftritte

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Leserkommentare
Gissmo am 23.10.2019 09:36
Danke für die konstruktive Antwort, man kann sich scheinbar ja doch noch ohne Beleidigungen hier im Kommentarbereich austoben, so machts doch allen ...
RalfBlumenthal am 23.10.2019 09:28
Was macht ein Ortsamtsleiter, der seinen Willen nicht bekommt ?
Er macht nichtöffentlich, was öffentlich gehört !
So geht das nicht, Herr ...