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Aufgetischt, Teil 22: Pasta aus dem Parmesanlaib im La Piazza / Beste Lage in Verdens „guter Stube“
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Leichte Küche in offenen Räumen

GISELA ENDERS 12.12.2015 0 Kommentare

Aufgetischt
Im La Piazza wird das Essen in der offenen Küche zubereitet: Dort arbeiten Dimitrios Samanadis (r.) und Liviu Stanciu. (Focke Strangmann)

„Der Trend geht hin zur Leichtigkeit in der Küche“ – seiner Überzeugung folgend, wagt Safed Somo im April dieses Jahres einen kühnen Schritt: Nur 400 Meter vom Portofino entfernt eröffnet der Syrer an der Großen Straße 46 sein zweites Lokal La Piazza und verpasst dem Restaurant dabei ein junges Gesicht. „Obwohl wir Platz genug hatten für einen geschlossenen Arbeitsbereich, haben wir entschieden, die Speisen vor den Augen der Gäste zu kochen, um sie in einer offenen Küche in deren Zubereitung mit einzubeziehen“, erklärt der Gastronom. Das schaffe eine sympathische Nähe zum Kunden, der damit das Entstehen seines Gerichtes stets im Blick hat.

„Unsere Karte ist relativ klein“, erklärt Somo sein Konzept. Sie enthalte neben Vorspeisen und Salaten überwiegend Pasta, die à la minute zubereitet wird und mit verschiedenen frischen Saucen auf den Tisch gelangt. „Fisch und Fleisch kaufen wir mehrmals wöchentlich ein, entwickeln dabei immer wieder neue Kreationen, die auf Schiefertafeln vorgestellt werden“. Sei der Vorrat verbraucht, ginge das Gericht von der Tafel und würde durch ein anderes ersetzt. Auch auf spezielle Wünsche der Gäste, die das neue Lokal überraschend schnell angenommen hätten, werde gerne eingegangen. „Das ist ein weiterer Vorteil der offenen Station: Eine Kommunikation mit den Köchen ist jederzeit möglich“.

Die Karriere des 32-Jährigen begann im Jahre 2000. Als Service-Mitarbeiter habe er in einem Restaurant in der ostfriesischen Stadt Aurich zum ersten Mal Gastronomie-Luft geschnuppert, verrät er unserer Zeitung. Verschiedene Beschäftigungsverhältnisse in Verden folgten, bevor er 2005 ins Portofino wechselte. Als sich der Besitzer zwei Jahre später aus Altersgründen zurückzog, trat Safed Somo dessen Nachfolge an, unterstützt von seinem Bruder Safian, der seitdem das Geschehen in der Küche verantwortet. „Die Entscheidung für ein zweites Restaurant in der gleichen Straße ist mir relativ leicht gefallen. Der Platz in Sichtweite des schönen Rathauses ist einfach ideal“, schwärmt er und sieht schon jetzt den Erfolg: „Die Verdener wollen im Sommer draußen sitzen, unsere 90 Außenplätze, die dann von zusätzlichen Mitarbeitern umsichtig betreut werden, schaffen ideale Voraussetzungen dafür“. Die Leistung des mit Freude und Kreativität arbeitenden Küchenteams unter Leitung des Italieners Liviu Stanciu trage darüber hinaus dazu bei, Gäste zu binden und Vertrauen zu bilden.

Leider ist es mir als Einzelperson nicht möglich, von einem besonders attraktiven Angebot des La Piazza Gebrauch zu machen. Als Vorspeise oder auch als Zwischengericht offeriert das Küchenteam hausgemachte Spaghetti, die, abgerundet mit bestem Olivenöl, Meersalz, frisch gemahlenem Pfeffer und eventuell auch Oliven, aus einem ausgehöhlten Parmesanlaib heraus serviert werden. Das sei unglaublich lecker und darüber hinaus mit einem Einsatz von um die fünf Euro pro Person ein attraktives und kostengünstiges Zwischengericht beim Zusammentreffen mit Freunden oder mit der Familie.

Auch mit einem Vitello Tonnato sei ich gut bedient, tröstet mich der Chef des Hauses. Die klassische Vorspeise sei lange Zeit nicht mehr gefragt gewesen, erlebe aber gerade eine Renaissance. 8,50 Euro kostet die Portion, die sich – eine leichte Kombination aus Fisch und Fleisch – als Einstieg zum Hauptgang empfiehlt. Ein sizilianischer Weißwein zum Preis von vier Euro pro Glas (0,2 l) harmoniert mit den Aromen.

Rosmarinkartoffeln, Champignons und ein leckerer Salat begleiten das Stück Fleisch, das inzwischen sanft auf dem Grill schmort und wenig später als zartes Rumpsteak serviert wird. Gebräunte Zwiebeln krönen das Ensemble, das auf einem vorgewärmten Teller daherkommt (19,50 Euro). Ein Königs-Pilsener (0,3 l für 2,50 Euro) könnte ebenso als Begleiter dienen wie ein Nero Davola, der als Hauswein, wie sein weißer Bruder, vier Euro kostet. Das Dessert wird ein Tartufo sein, eine Eiskreation mit Nüssen, die von einer Sauce aus Baileys und Amarena umhüllt wird (4,50 Euro).

Restaurant La Piazza, Große Straße 46, 27283 Verden, Tel. 0 42 31 / 9 01 30 61. Das Restaurant und Bistro ist von April bis Ende Oktober durchgehend von 10 bis 22.30 Uhr geöffnet, im Winter bleibt es am Sonntag geschlossen.

Rezept: Vitello Tonnato

◼ 400 g Kalbsfilet aus der Mitte salzen, pfeffern und in 2 EL Olivenöl rundherum anbraten. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 10 bis 15 Minuten garen. In Alufolie gewickelt kurz ruhen lassen. 1 Dose Thunfisch abtropfen lassen, Inhalt mit 3 Sardellenfilets, 3 EL Öl, 4 EL Mayonnaise und 1 EL Zitronensaft pürieren, mit Salz und Pfeffer würzen. Kalbsfilet aus der Folie nehmen, in feine Scheiben schneiden und mit der Thunfisch-Creme anrichten. Mit Kapern und Schnittlauchröllchen bestreuen.


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Leserkommentare
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...
onkelhenry am 19.10.2019 17:00
Hallo @Suzi ....

Was Sie da immer so verstehen ;-)

Das erklärt auch, warum Sie so oft falsch liegen!

Ja zu ...