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CD des 16-jährigen Jannik Woelki schafft es zu Angela Merkel – und die antwortet, wenn auch nicht persönlich
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Post aus dem Kanzleramt

Marius Merle 06.10.2016 0 Kommentare

Der Schüler und Musiker Jannik Woelki aus Oyten korrespondiert  gerne mit Bundeskanzlerin Merkel
Jannik Woelki aus Oyten mit dem Schreiben, das er als Reaktion auf seine CD und seinen Brief aus dem Kanzleramt erhielt. Zusätzlich gab es eine Autogrammkarte von Angela Merkel. (Björn Hake)

Diese hatte damals versprochen, sich noch mit einem Brief bei Woelki dafür zu bedanken. Und Merkel hielt Wort, zumindest in gewisser Weise.

Denn nur wenige Wochen später bekam der Schüler tatsächlich einen Brief aus dem Bundeskanzleramt nach Hause. Geschrieben wurde er nicht von der Bundeskanzlerin selbst, sondern von Christiane Loosen, die darum, wie es im Brief heißt, von Frau Merkel gebeten worden sei. „Über die CD mit Deinen eigenen Liedern hat sich die Bundeskanzlerin sehr gefreut“, heißt es dort unter anderem. Beigelegt war dem Brief noch eine Autogrammkarte von Angela Merkel. Enttäuschung darüber, dass sie den Brief nicht selbst verfasst hatte? Keine Spur. „Ich habe gar keine Erwartungen gehabt, weder, dass die CD überhaupt an Frau Merkel weitergegeben wird, noch, dass ich eine Antwort erhalte“, zeigt sich Woelki mit dem Verlauf der Aktion zufrieden.

Übergabe CD von Jannik Woelki
Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der CD von Jannik Woelki. (FR)

Die Idee hinter dem Ganzen sei gewesen, dass sich die Bundeskanzlerin seine Musik anhöre und sie davon zum Nachdenken angeregt werde. „Was natürlich nicht bedeutet, dass sie schlechte Politik macht“, will er betont wissen. Insgesamt drei Lieder waren auf der besagten CD „Heute sowie früher“, alle laut Woelki mit Texten der eher nachdenklichen Sorte. „In einem geht es etwa darum, wie sich die Politik von früher zu heute verändert hat“, erzählt der Nachwuchsmusiker, der insgesamt sehr politisch interessiert sei.

Der CD an Merkel lag auch noch ein Brief des 16-Jährigen bei, in dem er nachgefragt hat, ob er einmal seine Lieder bei einer Veranstaltung im Deutschen Bundestag zum Besten geben kann. Hier wurde ihm in der Antwort geraten, sich mit diesem Anliegen an die Verwaltung der Institution zu wenden – was Woelki dann auch tat. Und auch hier gab es eine personalisierte Antwort, in der es etwa heißt: „Ich habe mir die CDs angehört und es ist beeindruckend zu sehen und zu hören, wie gut und wie selbstbewusst jemand mit 15 Jahren Musik macht.“ Der Brief endet für ein Schreiben von solch offizieller Stelle mit dem eher ungewöhnlichen Gruß „Rock on“. Ein Auftritt im Bundestag konnte aber zunächst nicht in Aussicht gestellt werden, aber in die Datenbank sei er immerhin aufgenommen worden. Dafür behielt die Verwaltung auch die zwei von Woelki verschickten CDs und schickte im Tausch zwei DVDs zur Geschichte des Deutschen Bundestages mit.

„Mir ging es auch darum, dort Aufmerksamkeit zu erlangen. Und das ist mir gelungen“, erklärt Woelki. Seine Lieder komponiere er selbst, vor allem am Keyboard. „Von jenen mit Melodien sind es mehr als 200, mit Text bestimmt 30 bis 40“, lässt er wissen und ergänzt angesichts dieses Pensums: „Die Schule läuft eher so am Rande.“ Natürlich wolle er später auch gerne hauptberuflich Musik machen. Anfang des Jahres zählte er zu den letzten 16 Kandidaten der TV-Sendung „Dein Song“, bei der Nachwuchsmusiker mit einem eigenen Lied angetreten sind. Auch wenn er letztlich nicht gewann, immerhin ein gemeinsamer Auftritt mit dem erfolgreichen deutschen Popmusiker Laith Al-Deen sprang dabei heraus.

Weitere Projekte geht Woelki durchaus mutig an – ähnlich wie schon bei seiner Nachfrage beim Bundestag. „Vor zwei bis drei Wochen habe ich beim Bremer Flughafen nachgefragt, ob sie Interesse daran hätten, einen Imagefilm zu drehen, zu dem ich dann auch die Musik beisteuern würde“, berichtet der 16-Jährige. Der Zuständige habe ihm gesagt, dass durchaus ein Bedarf für so etwas da wäre und man sich bei ihm melden werde. Und so wartet er nun, ähnlich wie vor einigen Monaten bei Merkel, auf eine Rückmeldung. Bleibt die Frage, was hat die Bundeskanzlerin nun eigentlich mit seiner CD gemacht, nachdem sie sie in Empfang genommen hatte? „Ich kann mir schon vorstellen, dass sie wirklich mal reingehört hat“, glaubt der Schüler. Aber ob sie die Texte auch wirklich zum Nachdenken angeregt haben, das werde man wohl nie erfahren.

„Ich habe gar keine Erwartungen gehabt.“ Jannik Woelki

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FloM am 22.10.2019 18:24
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Falls das mein gesperrter Kommentar um 17:18 war, wäre ich über eine kurze Erläuterung Ihrerseits erfreut. ...
weser am 22.10.2019 18:17
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