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Projekt aus Verden
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Der lange Weg zur Inklusion

Andreas Becker 18.04.2017 0 Kommentare

Das Projekt „Inklusiv verbunden“ gilt als Erfolgsmodell in Verden. Das Projekt wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert, die vierte Förderperiode dauert bis 2018.

Abschlußversanstaltung Tenzen VERbindet
Die Abschlussveranstaltung "Tanzen verbindet" wurde 2015 auf dem Verdener Rathausplatz aufgeführt. (Focke Strangmann)

„Wir gehen davon aus, dass es weitergeht, denn es gibt noch viel zu tun“, sagt Koordinatorin Margarete Meyer, die auch Mitglied der Steuergruppe für Integration und Inklusion in Verden ist.

Vier Ziele haben sich die Mitarbeiter des Netzwerks für das kommende Jahr vorgenommen. Sieben Bildungsnetzwerke sind in Planung, die Kindertagesstätten sollen Familienzentren werden. Dazu sind Fortbildungen geplant, und die Inklusion soll auf Stadtebene in den Blick gerückt werden, dafür wollen sich laut Margarete Meyer alle Mitarbeiterinnen engagieren. „Es gibt in Verden eine ganze Menge an Initiativen, es geht jetzt darum, diese bekannt zu machen“, sagt Margarete Meyer. Als einen Unterpunkt soll der Verdener Stadtrat einen Aktionsplan Inklusion verabschieden, in dem die Ziele festgeschrieben werden.

Ein wichtiges Ziel ist für die Koordinatorin die Vernetzung unterschiedlicher Einrichtungen und Initiativen vor Ort. Dazu gehören Kitas, Schulen, Fördervereine, Freie Träger, Kirchengemeinden, Ortsräte, Vereine, Verbände, um nur einige zu nennen. „Je nach Wohngebiet wird es unterschiedliche Projekte geben“, erklärt Margarete Meyer. Beispielhaft sei das Netzwerk „Wir im Flüsseviertel“, das im Vorjahr rund um den Oderplatz in Verden entstanden sei. Beteiligt sind etwa das Haus am Oderplatz, der Förderverein der Kita, die SOS-Wohngemeinschaft, Lebenshilfe und Fokus sowie der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt. Als Teil des Projekts ist bislang ein Willkommenscafé entstanden, außerdem wurde ein Schaukasten aufgestellt, in dem die Einrichtungen ihre Angebote veröffentlichen können. „Es geht darum zu nutzen, was an Angeboten und Initiativen vorhanden ist, und diese zu verknüpfen“, beschreibt Margarete Meyer den Ansatz. Es gehe darum, die Quartiere zu Bildungsorten zu machen und allen Menschen Zugang zu diesen Angeboten zu verschaffen.

Die Arbeit in den Ortsteilen sei für das Gesamtprojekt entscheidend, denn die Konzepte sollten ortsnah umgesetzt werden. „Dabei geht es um umfassende Inklusion. Alle Menschen haben die gleichen Rechte und können an allen Angeboten teilhaben“, betont Margarete Meyer. Nach dem Bildungsnetzwerk im Flüsseviertel (2016), sind in diesem Jahr vergleichbare Projekte in Verden-Ost/Borstel (Ende April), in Walle, in der Moorstraße sowie 2018 auch in der Verdener Jahnstraße geplant. 

Der Aktionsplan Inklusion, der im nächsten Jahr vom Stadtrat Verden verabschiedet werden soll, hat die Funktion, den Weg zur „inklusiven Kommune“ zu ebnen. Die Auftaktveranstaltung mit Stadtrat und Verwaltung hat bereits stattgefunden, im Zuge dieser Zusammenkunft haben drei Workshops stattgefunden, die zu den künftigen Handlungsfeldern bereits ihre Oberbegriffe vorgelegt haben. Diese Handlungsfelder sind Vernetzung, Arbeitsstrukturen und erste Projekte, Ergebnisse sollen bis zum Frühsommer 2018 erarbeitet werden. „Inklusion ist mehr als der Besuch der Regelschulen für Förderkinder“, betont Margarete Meyer. Sie müsse mit Leben gefüllt und auf andere Lebensbereiche ausgeweitet werden. Dabei gebe es nicht Richtig oder Falsch, sondern nur unterschiedliche Sichtweisen. An dem Prozess sind zunächst Mitglieder des Stadtrats, der Verdener Ortsräte sowie Fachbereichsleiter beteiligt. Um sogenannte Willkommensorte zu schaffen, werden die Kitas nach dem Willen des Stadtrats zu sogenannten Familienzentren umgewandelt. Die Einrichtungen sollen Anlaufstellen für Kinder und ihre Familien werden und „passgenaue sowie bildungsfördernde Angebote“ bereitstellen und bündeln. 

Um ein breites inklusives Selbstverständnis in der Stadt Verden zu schaffen, setzt das Netzwerk auf ein Qualifizierungsangebot, das Lehrern, Erziehern und allen anderen Interessierten inklusive Arbeitsmethoden vermitteln soll. Zu den Veranstaltungen, mit denen Inklusion in den Fokus gerückt wird, gehört das Tanzspektakel „Verden vereint“, das am 2. September im Zuge der Feierlichkeiten zur Vereinigung von Norder- und Süderstadt auf dem Rathausplatz aufgeführt wird. Für den Herbst ist dann das Kunstprojekt „40 Stühle unterwegs“ geplant. Dabei werden Stühle umgestaltet und an unterschiedlichen Orten in der Stadt aufgestellt. Expertin Margarete Meyer: „Damit wollen wir einen Anlass geben, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“


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Leserkommentare
alanya_fuchs am 23.10.2019 07:54
Scheint, ich habe etwas überlesen.
alanya_fuchs am 23.10.2019 07:35
Raten Sie mal, wieviele Geschäftspartner, Ein- und Verkäufer sich beim 6-Tagerennen treffen.