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Erfolg für die Imkermischung

Andreas Becker 07.01.2019 0 Kommentare

Verdener Mischung für Bienen: Imker Heinrich Kersten hat über Blühstreifenprojekte und die Saatgutmischung sogar in China referiert.
Verdener Mischung für Bienen: Imker Heinrich Kersten hat über Blühstreifenprojekte und die Saatgutmischung sogar in China referiert. (FOCKE STRANGMANN)

Die Imkermischung für Landwirte hat sich in den vergangenen Jahren zum Erfolgsmodell entwickelt. Wurde 2016 die Saatmischung für blühende Pflanzen im Landkreis Verden auf 153 Hektar ausgebracht, waren es 2017 bereits 202 Hektar. Die Flächengröße ist im vergangenen Jahr auf mehr als 270 Hektar angestiegen. Initiator ist der Eisseler Landwirtssohn und Hobbyimker Heinrich Kersten. Er will den Insekten damit zusätzliche Futterangebote machen und der Monokultur entgegenwirken.

Aus Sicht der Landwirte ist die Anlage der Blühflächen kein großer Mehraufwand, wie Kreislandwirt Jörn Ehlers bestätigt. „Wenn wir die Imkermischung verwenden, haben wir zudem die Gewissheit, dass die Blühflächen für den Naturschutz und die nützlichen Insekten sinnvoll sind“, sagt Ehlers. Die Prämie von 100 Euro pro Hektar landwirtschaftlicher Fläche, die für den Anbau von Blühmischungen verwendet werde, werde jedoch durch den Ankauf des Saatguts und den Arbeitsaufwand wieder aufgefressen, so Ehlers. Dennoch sei das Projekt eine sinnvolle Sache.

Jüngstes Projekt in Kooperation mit dem Landkreis Rotenburg ist laut Heinrich Kersten der Anbau von Feuerbohnen im Mais. Anstelle einer Mais-Monokultur werde ein etwa Drittel Feuerbohnen angebaut. „Die ersten Ergebnisse sind positiv, weil die Blüten der Bohnen eine Bereicherung für Natur und Insekten darstellen und den Nützlingen eine zusätzliche und wichtige Nahrungsquelle bieten“, betont Kersten, der sich selbst als Fachmann für biologische Vielfalt bezeichnet. Über die Jahre habe er sich ein Netzwerk in der Region aufbauen können. So würden seine Projekte auch von der Landwirtschaftskammer unterstützt. „Der Erfolg hat viele Väter“, sagt er bescheiden. Das Thema Insektenschutz und Blühflächen habe ihm auch eine Einladung nach China beschert, wo er an einer Hochschule einen Vortrag halten konnte.

Auch an diesem Dienstag, 19.30 Uhr, informiert Heinrich Kersten in der Halle 57, Artilleriestraße 14, in Verden über das Blühflächenprogramm im Landkreis Verden und umzu. Zu der Veranstaltung sind auch zahlreiche Landwirte eingeladen, es gibt aber auch viele Informationen für den interessierten Laien. Auch Kreislandwirt Jörn Ehlers wird bei dem Termin anwesend sein und Fragen beantworten.

Weniger Bienenverluste

In jedem Fall, so Kersten, habe die Verwendung der Imkermischung vor allem für die Imker und für den Wildbienenbestand Erfolge gebracht. So seien die Bienenvölker-Imkerverluste 2017/18 im Schulbienenstand Eissel mit 7,3 Prozent nur knapp halb so groß gewesen wie im Land Niedersachsen und bundesweit. Um vor allem den Wildbienen größere Lebensräume bieten zu können, hat sich Kersten als weiteren Baustein vorgenommen, die Wegesrandbegrünung an Bundes- und Landesstraßen zu verändern. „Dort stehen Pflanzen, die immer kurz gemäht werden. Die könnte man etwas höher stehen lassen, damit sich dort Wildbienen etablieren können“, sagt der Eisseler. Das Problem sei, dass Wildbienen mitunter keinen großen Radius hätten, um Futter zu suchen. Dort die Wegesrandbegrünung könnten die Naturschützer den Insekten vernetzte Biotope anbieten.

Auf die Idee mit der Imkermischung ist Kersten nach eigenen Angaben 2015 gekommen. „Es gibt ein Programm des Landes, dass Landwirte fünf Prozent ihrer Flächen für Naturschutzprojekte zur Verfügung stellen müssen. Damals hat die Aussaat von fünf verschiedenen Blühpflanzen ausgereicht“, erinnert sich Kersten. Das sei ihm jedoch zu wenig gewesen. „Ziel sind 15 verschiedene Blühpflanzenarten und ein Trachtenfließband von Frühling bis Herbst“, sagt er. Ziel sei, den Bienen und Wildbienen über die Saison hinweg geeignete Blüten und damit Futter zur Verfügung zu stellen.


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.