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Dritter Allerübergang
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Geringer Zuspruch für Online-Petition

Jörn Dirk Zweibrock 03.12.2018 0 Kommentare

Nadelöhr: Über die Verdener Nordbrücke quälen sich Tag für Tag unzählige Fahrzeuge.
Nadelöhr: Über die Verdener Nordbrücke quälen sich Tag für Tag unzählige Fahrzeuge. (Björn Hake)

Vor der Kommunalwahl 2016 hatte der Westener Jörg Höfken (fraktionslos) versprochen, sich für einen dritten Allerübergang einzusetzen. Dies hat er nun in Form einer Online-Petition getan. Seit dem Wochenende ist die Petition allerdings offline. „Insgesamt 421 Menschen haben sie unterzeichnet. Darunter waren auch einige Bürger aus den Nachbarlandkreisen“, teilt Höfken mit. Abzüglich dieser Unterschriften komme er auf rund 385 Unterstützer. Eigentlich hätte sich der Dörverdener Ratsherr einen höheren Zuspruch für seine Eingabe gewünscht. Verdens Landrat Peter Bohlmann (SPD) hat die Unterschriftenliste bereits erhalten, will sie nun an den zuständigen Kreisausschuss weiterleiten.

Die Verdener und Dörverdener CDU, die sich in den vergangenen Jahren immer wieder für einen dritten Allerübergang stark gemacht hatte, unterstützt das Vorpreschen von Höfken zwar grundsätzlich, halten sich ansonsten aber eher bedeckt: „Ich frage mich, ob die Petition der richtige Weg war und ob sie zum richtigen Zeitpunkt gekommen ist“, erklärt der Dörverdener CDU-Fraktionschef Adrian Mohr. Er wolle erst einmal das Ergebnis des Verkehrskonzeptes für den Südkreis abwarten. Laut Kreisverwaltung soll es im ersten Quartal 2019 präsentiert werden. „Dafür wurden erstmalig auch der Ziel- und Quellverkehr untersucht“, erläutert Mohr und bewertet das vorangegangene Gutachten als „desaströs“. „Er wurde zu Zeiten erstellt, als die Nordbrücke teilweise gesperrt war“, erinnert der Christdemokrat. Während der Initiator der Petition den Landrat zum Handeln auffordert, nimmt Mohr Bohlmann mit Hinweis auf die Erstellung des Mobilitäts- und Verkehrskonzeptes in Schutz: „Der Landrat war nicht untätig“.

Vor-Ort-Termin zur Hauptverkehrszeit

Der Bedarf für einen weiteren Allerübergang sei da, findet Höfken, der sich mit seiner Petition auch an die Landtags- und Bundestagsabgeordneten gewandt hatte. Obwohl seine Eingabe im Netz nicht auf die gewünschte Resonanz gestoßen ist, geben ihm die Kommentare der Unterstützer recht: „Der dritte Allerübergang hätte schon vor 30 Jahren kommen müssen“ heißt es dort. Oder: „Das Verkehrschaos am Morgen und am Abend ist unerträglich.“ Bei der Umfrage der Dörverdener CDU hatten damals rund 90 Prozent für einen dritten Allerübergang gestimmt.

Auch Mohrs Parteifreund Jens Richter, der sich in Verden um das Bürgermeisteramt bewirbt, hält den Zeitpunkt der Petition für etwas unglücklich. „Wenn das in Auftrag gegebene Verkehrskonzept für den Südkreis allerdings ergibt, dass ein weiterer Allerübergang notwendig ist, unterstützen wir dies natürlich sofort.“ Allerdings hegt Richter Zweifel an der Realisierung: „Seitdem die Allerniederung zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, halte ich den Bau einer weiteren Querung für problematisch.“ Um die Verkehrsproblematik rund um das Nadelöhr Verden weiß der Christdemokrat: „Seit der Sperrung des Intscheder Weserwehrs hat der Verkehr auch tagsüber in Verden zugenommen“, hat er beobachtet.

Hoffnung setzt der Landrat indes in den Bau der neuen Nordbrücke: „Weil sie breiter angelegt wird, wirkt sich sich das natürlich auch positiv auf den Verkehr aus.“ Der Chef der Verdener Kreisverwaltung betont: „Wenn ein dritter Allerübergang realisierbar wäre, würde es sich dabei allerdings auch um keine kurz- oder mittelfristige Perspektive handeln.“

Besichtigung der Lage vor Ort

Jörg Höfken, der Vater der Online-Petition, hält jedenfalls weiterhin an seinem Wahlversprechen fest: „Verden benötigt einen dritten, vor allem aber einen zusätzlichen, vollwertigen Allerübergang für Kraftfahrzeuge. Das Thema wird seit Jahren verschleppt. Sei es durch eine Machbarkeitsstudie oder aktuell durch ein Verkehrsgutachten“, wettert der Westener. Staus und daraus resultierend Zeitverluste für Arbeitnehmer und Arbeitgeber seien bei einer einzigen vollwertigen Brücke mit verminderter Tragfähigkeit mittlerweiler vorprogrammiert. Deshalb schlägt Höfken dem gesamten Kreistag einen Termin zur Hauptverkehrszeit vor, um sich vor Ort ein Bild von der Problematik zu machen und mit den betroffenen Verkehrsteilnehmern zu sprechen. Aber auch für die stark frequentierte Bremer Straße verspricht sich der Westener durch eine weitere Fluss-Querung eine deutliche Entlastung. Außerdem sei eine schnelle und sichere Anbindung an die Kreisstadt Verden für den medizinisch unterversorgten Südkreis lebenswichtig. „Nicht nur die Fahrten zu den Hausärzten, sondern auch eine schnelle Versorgung durch den Verdener Rettungsdienst wären dadurch gewährleistet. Ein wichtiger Punkt im Hinblick auf den demografischen Wandel.


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Leserkommentare
Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Grundschüler brauchen Unterricht, der ...
aguahorst am 20.10.2019 16:55
In der Nähe von Wilhelmshaven baut man neue Kavernen, um damit Geld zu verdienen. In Bremen will man sie verfüllen und stilllegen.....was passiert ...