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Meyer-Verden-Gebäude
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Stadtrat befürwortet Umbau

Marie Lührs 15.05.2019 0 Kommentare

Wenn es nach dem Rat der Stadt Verden geht, kann die Justiz das Meyer-Verden-Gebäude beziehen.
Wenn es nach dem Rat der Stadt Verden geht, kann die Justiz das Meyer-Verden-Gebäude beziehen. (Björn Hake)

Dem Plan, Teile der Verdener Justiz vorübergehend an das Allerufer zu verlegen, steht nun fast nichts mehr im Wege. In dieser Woche haben die Mitglieder des Stadtrats einstimmig grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Hintergrund ist, dass das Justizgebäude am Johanniswall alsbald renoviert werden muss. Die Arbeiten sind jedoch nur möglich, wenn die Beschäftigten anderweitig untergebracht werden können.

„Verdens Geschichtsschreibung beginnt mit dem Gerichtsplatz“, erklärte Lutz Brockmann den Versammelten erneut die Bedeutung der ortsansässigen Justiz. Die sei zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Neben den Mitarbeitern in Staatsanwaltschaft, Land- und Amtsgericht gebe es auch noch zahlreiche Anwaltskanzleien in der Allerstadt. Entsprechend wichtig sei es, den Justizstandort Verden zu erhalten. Zentral gelegen, sogar fußläufig erreichbar und groß genug muss ein alternatives Justiz-Gebäude sein – diese Kriterien erfüllt das Meyer-Verden-Gebäude.

Brockmann ist guter Dinge, dass die Stadt das Projekt meistern kann. Auch das neue Zollamt an der Max-Planck-Straße ist unter der Regie der Stadt entstanden und wirft durch die Vermietung stetig Geld ab. So wünscht er es sich auch für das Gebäude am Allerufer 8, das auch nach dem Auszug der Justiz weiter vermietet werden kann.

Grundsätzlich heiße er das Vorhaben gut, leitete Jens Richter, Fraktionsvorsitzender der CDU, seine Kritik an den Plänen ein. Er fürchtet jedoch das Risiko, das ein solches Vorhaben berge. Denn in der Baubranche herrsche Hochkonjunktur, die Baukosten zu kalkulieren sei entsprechend schwierig. Außerdem frage er sich, „ob wir zu den vielen Aufgaben das auch noch leisten können“. Auch Lars Brennecke (ebenfalls CDU) ist besorgt über die „erheblichen Kosten“, die noch auf die Stadt zukommen. Zu 99 Prozent sicher scheint die Sache für Kai Rosebrock, doch er plädierte dafür, den Plan so zu gestalten, dass beispielsweise auch Start-Ups dort ihre Büros einrichten können. Auch Olaf Neumann (SPD) sprach sich dafür aus, eine alternative Nutzung im Auge zu behalten.

Mehr Optimismus zeigte da Johanna König von den Grünen. „Wir haben ein ganz großes Projekt vor uns“, sagte sie. Sie sei dennoch davon überzeugt, dass es am Ende eine Win-win-Situation gebe. Positiv denkt auch Jürgen Weidemann (FDP). „Wir finden das klasse“, sprach er für die Liberalen. Die Justiz sei ein Mieter, „nach dem sich jeder Vermieter die Finger leckt“. Diesem Glück wollte niemand im Wege stehen – alle stimmten dafür, die weitere Planung in Angriff zu nehmen. Nun ist es an der Verwaltung, den Umbau bis zur Bauantragsstellung vorzubereiten. 2020 sollen die Arbeiten erfolgen.

Zustimmung gab es darüber hinaus für den Beitritt zum Bündnis Niedersachsen für Europa. „Ziele des Bündnisses sind, die europäische Integration zu fördern, die Europäische Union als einzigartiges Friedensprojekt auf europäischem Boden fortzuentwickeln und die Gedanken der Völkerverständigung und der internationalen Zusammenarbeit zu stärken und in die Zukunft zu tragen“, heißt es in der Vorlage.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Benennung eines Weges am ehemaligen Standort des Hotels Grüner Jäger. Der neu entstandene Rad- und Fußweg, der Bremer Straße und die Straße Am Stadtwald verbindet, sollte laut Vorlage nach dem dortigen Hotel benannt werden. Doch bei diesem Tagesordnungspunkt kamen die Ratsherren und -frauen doch noch ins Grübeln. Während Johanna König vorschlug, das Namensschild um eine Infotafel zu ergänzen, damit auch künftige Generationen die Herkunft nachvollziehen können, plädierte Ingo Neumann (SPD) für eine gänzlich andere Benennung. „Ich erinnere mich an rauschende Feste dort“, erzählte er, und so ginge es auch vielen anderen Verdenern. Die hätten ihre Erlebnisse insbesondere der Familie Matthäi zu verdanken, die das Unternehmen über Jahrzehnte führte. Warum also nicht ihnen ein kleines Denkmal setzen? Die Entscheidung über die Benennung wurde vertagt.


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Leserkommentare
Fehleinkauf am 22.10.2019 10:30
Was als für immer unerreichtes Märchen in den 70ern begann, ist heute nur noch peinlich.

Peinliche Story
Peinliche ...
Izmir_Fuchs am 22.10.2019 10:27
Keine Sorge, das dient nur AKKs Profilierung. Sie kann den Vorschlag doch nur aufgreifen, weil sie genau weiß, dass da nichts passieren wird.