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Vorhang auf für den Kurzfilm

Alexandra Penth 12.03.2018 0 Kommentare

Blicken der zwölften Auflage des Verdener Kurzfilmfestivals entgegen: Hans-Rainer Strang, Jürgen Menzel, Manfred Pehling und Juliane Böcker-Storch (von links). 
Blicken der zwölften Auflage des Verdener Kurzfilmfestivals entgegen: Hans-Rainer Strang, Jürgen Menzel, Manfred Pehling und Juliane Böcker-Storch (von links).  (Björn Hake)

„Letztes Mal war viel Drama“, sagt Manfred Pehling. „Aber auch Witziges“, schränkt Juliane Böcker-Storch ein. Der Verdener „Filmsalat“, der im Zwei- bis Dreijahresrhythmus stattfindet, beschert seinen Zuschauern immer eine ausgewogene Mischung an anspruchsvollen Kurzfilmen. Bis begeisterte Cineasten im September aber wieder nach Verden strömen, muss die Planungsgruppe zunächst alle Einsendungen sichten. Die damit betrauten zwölf Mitglieder vom Verein Kommunalkino (Koki) treffen eine Vorauswahl und bestimmen, welche Filme beim zwölften „Filmsalat“ am 7. und 8. September im „Cine City“ zu sehen sein werden. Von etwa 100 Einsendungen hatten es rund 20 Kurzfilme ins Programm der letzten Auflage geschafft. Bis zu 25 sollen es diesmal sein, wie Jürgen Menzel, Vorsitzender des Koki, verkündet. Die endgültige Entscheidung fällt eine dreiköpfige, hochkarätig besetzte Jury. Sie vergibt die Hauptpreise, die Gäste wiederum stimmen über den Publikumspreis des Festivals ab.

Bis zum 15. Juni können Filmemacher ihre Beiträge von maximal 20 Minuten einreichen. Die Einsendungen kommen in der Regel aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland. Das Koki-Team würde dabei gerne mehr lokale Vertreter sehen. „Wir würden uns über Filmemacher aus der Region freuen“, sagt Menzel. Auch der Nachwuchs an den Schulen sei angesprochen, sich zu beteiligen.

Die Kunst beim Medium Kurzfilm, erzählt Menzel, bestehe darin, eine Geschichte nicht voll ausgebreitet in Spielfilmlänge erzählen zu können, sondern in komprimierter Form. Auf Prägnanz hinsichtlich der Erzählweise sowie der schauspielerischen Darstellung komme es an. „Die große Herausforderung ist es, das Publikum innerhalb von 20 Minuten für sich zu gewinnen“, sagt Menzel. Neben der Qualität achtet die Planungsgruppe bei der Vorauswahl auch auf die Genrevielfalt. „Auch ein Animationsfilm muss die Chance haben, auf so ein Festival zu kommen.“ Große Karrieren haben bereits in Verden ihre Anfänge genommen, sagt der Koki-Vorsitzende stolz. Dustin Loose hatte beim vergangenen „Filmsalat“ den Hauptpreis für sein Werk „Die Erledigung einer Sache“ abgeräumt. Für genau dieses bekam er später den Studenten-Oscar überreicht. „Mittlerweile hat er einen ‚Tatort‘ veröffentlicht“, sagt Menzel. Auch die Gebrüder Lauenstein, 1990 mit einem Oscar ausgezeichnet, waren schon auf dem Verdener Filmfest mit einem Beitrag vertreten gewesen. „Verden ist manchmal der Beginn einer wunderbaren Filmkarriere“, sagt Menzel.

Die Gewinner des zwölften „Filmsalats“ werden mit Preisen im Wert von insgesamt mehreren Tausend Euro ausgezeichnet. Dem Koki-Team steht ein Budget von 35 000 Euro für sein Filmfestival, das es seit über 25 Jahren gibt, zur Verfügung. Um den „Filmsalat“ auch künftig auf die Beine stellen zu können, sind die Organisatoren auf weitere Unterstützung angewiesen. „Wir sind nach wie vor auf Sponsorensuche“, sagt Menzel.

Mit seinem „Filmsalat“ hat sich das Kommunalkino auch über Verden hinaus einen Namen gemacht. Cineasten dürfte es aber auch für seinen Mittwochsfilm bestens bekannt sein. Für ihr anspruchsvolles Programm sind die 47 Mitglieder 2017 zum fünften Mal in Folge von der Nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen ausgezeichnet worden. Doch auch die Besucherzahlen sprechen für sich. Wie das Kommunalkino mitteilt, saßen in den 46 Vorführungen im vergangenen Jahr im Schnitt jeweils 61 Besucher. Kassenschlager war der Film „Der Landarzt von Chaussy“, den allein 128 Zuschauer sahen. Für 2018 hat sich der Verein zwei Projekte vorgenommen. Ende des Jahres möchte er Kinderfilme für die Altersgruppe acht bis zwölf zeigen. „Wir wollen den Jüngeren das Kino zugänglicher machen“, erklärt Menzel. Dann soll es im Juni noch eine erneute Zusammenarbeit mit dem Seniorenbüro der Stadt geben. „Das war ein ausdrücklicher Wunsch“, sagt Hans-Rainer Strang, Zweiter Vorsitzender des Koki.


Als Nächstes zeigt das Koki am Mittwoch, 14. März, den Film „Rückkehr nach Montauk“. Vorstellungsbeginn im „Cine City“ ist um 20 Uhr. Weitere Infos sind unter www.filmsalat.de abrufbar.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?