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Theater im Domherrenhaus
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Weihnachten vor 300 Jahren

Josi Freese 02.12.2018 0 Kommentare

Frau von der Schulenburg (Julia Nehus) und Sabine Lühning erzählen von ungewöhnlichen und interessanten Weihnachtsbräuchen.
Frau von der Schulenburg (Julia Nehus) und Sabine Lühning erzählen von ungewöhnlichen und interessanten Weihnachtsbräuchen. (Hake)

Im Januar begann die Planung für das musealische Theater und am vergangenen Sonnabend war es so weit. Die Premiere des Stücks „Weihnachtsfieber im Domherrenhaus“ lockte ein bunt gemischtes Publikum in das Verdener Museum. In den ersten Reihen saßen Kinder auf Kissen und warteten gespannt auf den Startschuss. Dahinter „große und kleine Schätzchen“, wie Jung und Alt in dem Theaterstück von der Protagonistin angesprochen wurden. Die  Verdener Stadtführerin Sabine Lühning, die in dem Weihnachtsstück sich selbst spielte, moderierte mehr oder weniger durch das Theaterstück. Als Erzählerin erklärte sie, dass Familie von der Schulenburg circa im Jahr 1750 das Domherrenhaus in Verden gebaut habe. Seitdem lebe Frau von der Schulenburg noch immer in eben diesem Haus – nur jetzt als Geist. Doch bevor sie ihren Satz beenden konnte, polterte die barocke Sophie Elisabeth von der Schulenburg, gespielt von Museumspädagogin Julia Nehus, in einem Kostüm auf die Bühne, welches vor 300 Jahren als Unterwäsche bezeichnet worden wäre. Die Kinder waren begeistert und auch die Erwachsenen sichtlich amüsiert.

Sophie Elisabeth, die Frau von Hermann von der Schulenburg, vermittelte in dem Stück auf kindgerechte Art, wie Weihnachten vor 300 Jahren im Domherrenhaus hätte gefeiert werden können. Der Vergleich zwischen damals und heute zog sich wie ein roter Faden durch die weihnachtliche Vorführung. Weihnachtsbräuche, Traditionen und interessante Hintergründe zu bekannten Dingen wurden lustig und auch vor allem für Kinder verständlich erklärt. Zum Beispiel erfuhr das Publikum, was eine Weihnachtsgurke ist, was auch Pfefferkuchen genannt wird und was Rollschuhe mit Weihnachten zu tun haben. Und Weihnachtsfieber sei, wenn man so viel Weihnachtsstress habe, dass man davon Fieber bekommt. Da helfen nur Wärmflasche und Schal, erklärte Frau von der Schulenburg auf amüsante Art.

Künstlerische Mischung

„Das gab es so noch nie bei uns“, sagte Nehus. Da die Familie von der Schulenburg wirklich existierte, sei das Ganze auch historisch belegt. „Wir wollen den Kindern zeigen, was Weihnachten denn wirklich ist.“ Um die Kleinen bei Laune zu halten, wurden sie das ganze Stück über mit eingebunden. Sie durften hüpfen, singen, tanzen und Weihnachtsfragen beantworten. „Wir wollten gerne eine künstlerische Mischung aus Singen und Tanzen und wichtig war es uns, etwas zu vermitteln“, erzählte die Museumspädagogin.

Dass diese Umsetzung gut gelungen ist, zeigten die strahlenden Gesichter und leuchtenden Kinderaugen nach der Vorstellung. Elisabeth Denzel aus Achim kam mit ihren beiden Enkelkindern für das musealische Weihnachtstheater her. „In dieser Art habe ich so etwas Schönes noch nie gesehen. Es war so liebevoll gemacht und für die Kinder sehr kurzweilig“, schwärmte Denzel. Auch Ariane Loehn aus Großburgwedel hat es „total gut“ gefallen. Sie ging mit drei Kindern im Alter von sechs, vier und einem Jahr in die Vorstellung. Die Einblicke in die unterschiedlichen Bereiche und Frau von Schulenburg haben ihr besonders gefallen und sorgten für tolle Stimmung. „Frau von Schulenburg war genial und wirklich erheiternd“, sagte Loehn.

Noch drei Aufführungen

Neben informativen und lustigen Passagen, Gesängen und Tänzen wurde auch eine Weihnachtsfabel vorgelesen, die vermitteln sollte: „Was ist überhaupt die Hauptsache an Weihnachten?“ Wer die Antwort darauf erfahren oder einige andere Weihnachtsbräuche kennen lernen möchte, hat noch dreimal die Gelegenheit, das Weihnachtstheater zu besuchen. Weitere Termine für die circa einstündige Vorstellung sind Montag, 3. Dezember um 10 Uhr, Donnerstag, 6. Dezember um 10 Uhr und Freitag, 7. Dezember um 16 Uhr. Der Kartenverkauf findet zu den normalen Öffnungszeiten des Museums statt. Erwachsene zahlen zehn Euro und für Kinder kostet der Eintritt acht Euro. Weitere Informationen gibt es im Historischen Museum Domherrenhaus oder unter 0 42 31/ 21 69.


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Leserkommentare
Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Grundschüler brauchen Unterricht, der ...
aguahorst am 20.10.2019 16:55
In der Nähe von Wilhelmshaven baut man neue Kavernen, um damit Geld zu verdienen. In Bremen will man sie verfüllen und stilllegen.....was passiert ...