Ehrung würdigt mehr als ein halbes Jahrhundert Engagement Verdienstkreuz für Erich Nolte

Harpstedt. Ob es eigentlich auch irgendein Instrument gebe, dass er nicht spielen könne, wollte Landrat Frank Eger am Donnerstag in der "Wasserburg" von Erich Nolte wissen. Doch, das gebe es, gestand der Befragte: Klavier - "meine Finger sind zu dick". Vor allem für Blasinstrumente scheinen sie hingegen gerade richtig zu sein, und so musiziert Nolte nicht nur selbst, sondern hat sich auch seit mehr als einem halben Jahrhundert in zahlreichen Funktionen rund um die Musik ehrenamtlich engagiert. Dafür überreichte ihm der Landrat in einer Feierstunde das Bundesverdienstkreuz.
15.01.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Ute Winsemann

Harpstedt. Ob es eigentlich auch irgendein Instrument gebe, dass er nicht spielen könne, wollte Landrat Frank Eger am Donnerstag in der "Wasserburg" von Erich Nolte wissen. Doch, das gebe es, gestand der Befragte: Klavier - "meine Finger sind zu dick". Vor allem für Blasinstrumente scheinen sie hingegen gerade richtig zu sein, und so musiziert Nolte nicht nur selbst, sondern hat sich auch seit mehr als einem halben Jahrhundert in zahlreichen Funktionen rund um die Musik ehrenamtlich engagiert. Dafür überreichte ihm der Landrat in einer Feierstunde das Bundesverdienstkreuz.

1958 gehörte Nolte zu den Mitbegründern des Spielmannszuges im Schützenverein Kirch- und Klosterseelte, wo er sich zunächst - noch eine ganz andere musikalische Sparte - der Ausbildung der Trommler widmete. Von 1965 bis 1968 übernahm er als stellvertretender Tambourmajor die Leitung des Spielmannszuges; 1968 wurde er zum Tambourmajor und in den Schützenvereins-Vorstand gewählt. In dieser Position setzte er sich bis zum Jahr 2000 insbesondere für die Instrumental-Ausbildung sowohl Jugendlicher als auch Erwachsener ein, aber auch für die Qualität der Darbietungen insgesamt - so führte er etwa 1970 das Spielen nach Noten ein.

1974 war Nolte auch bei der Gründung der ebenfalls zum Schützenverein gehörenden Blaskapelle "Klosterbachtaler" dabei, in der er noch immer als stellvertretender Tambourmajor und in der Ausbildung aktiv ist.

Auch drumherum engagierte Nolte sich: In der unmittelbaren Nähe war er als Ausbilder beim Musikzug des TuS Syke, bei der Musikschule Oldenburg-Land, beim Hegering der Samtgemeinde Harpstedt und bei den Spielmannszügen Beckstedt und Natenstedt tätig. In der weiteren Region hatte er von 1980 bis 2000 verschiedene Ämter im Vorstand des Verbandes der Amateurblasorchester im Nordwesten inne, wo er sich neben der Ausbildung auch der Durchführung von Veranstaltungen widmete. Und in die Ferne reiste er auch noch und organisierte die Teilnahme junger Musiker an Festivals in Deutschland und im europäischen Ausland.

Wer sich so an der Basis einsetze, verdiene einen Orden weit mehr als manche, "die sich in Funk und Fernsehen präsentieren", meinte Eger. Denn "die da oben sind nur da, weil wir hier unten sind".

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