Syker Ganztagsschule feiert zehnjähriges Bestehen und lädt am Sonnabend zum Tag der offenen Tür ein Vergangenheit und Zukunft in der GTS

Syke. Es brummelt und wuselt an der Syker Ganztagsschule GTS 2001. Schüler hetzen über den Vorplatz, Lehrer sprechen in der Aula - ist denn gar kein Unterricht? Nein, Unterricht ist nicht. Seit Dienstag bereiten sich alle auf die Feierlichkeiten zum zehnten Geburtstag vor. Die finden am morgigen Sonnabend statt: Um 9.30 Uhr beginnt die Veranstaltung mit einer Feierstunde in der neuen Turnhalle, ehe um 11 Uhr die ganze GTS zur Bühne wird - beim Tag der offenen Tür.
27.05.2011, 05:00
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Vergangenheit und Zukunft in der GTS
Von Micha Bustian

Syke. Es brummelt und wuselt an der Syker Ganztagsschule GTS 2001. Schüler hetzen über den Vorplatz, Lehrer sprechen in der Aula - ist denn gar kein Unterricht? Nein, Unterricht ist nicht. Seit Dienstag bereiten sich alle auf die Feierlichkeiten zum zehnten Geburtstag vor. Die finden am morgigen Sonnabend statt: Um 9.30 Uhr beginnt die Veranstaltung mit einer Feierstunde in der neuen Turnhalle, ehe um 11 Uhr die ganze GTS zur Bühne wird - beim Tag der offenen Tür.

Bis 16 Uhr präsentieren die GTS-Schüler die Ergebnisse ihrer Projektwoche. Und die sind überaus bunt. Selbstverständlich aber haben einige mit der noch kurzen Geschichte der Lehranstalt an der Ferdinand-Salfer-Straße zu tun. Eine Chronik soll entstehen - in Papierform, aber auch virtuell. Luisa Lübkemann (13), Svenja Böttcher (16) und Alina Müller (12) leiten als Chefredaktion ein Autorenteam an, bringen deren Texte auf die richtige Länge, in die richtige Form und an den richtigen Platz. Vierfarbig soll sie werden, die Zeitung, im A3-Format erscheinen und beidseitig bedruckt sein. Einen Ordner mit Material gab es von der Schulleitung, den Rest mussten die Jugendlichen selbst erarbeiten. "Sie haben Interviews mit den Lehrern geführt, Passanten in der Stadt befragt und alle Fotos selber gemacht", erklärt Geschichtslehrer Hartmut König, der sich zusammen mit Kristoff Braun um dieses Projekt kümmert. Eventuell schaue man noch kurz im Archiv der Stadt vorbei. Doch schon

gestern waren die Pädagogen von ihren Schützlingen begeistert. "Sie arbeiten sehr selbstständig", hat Braun beobachtet. "Das ist sonst eher selten. Ich finde das toll."

"Alle arbeiten sehr selbstständig"

Die große Motivation erklärt Svenja Böttcher. "Sonst werden wir hier meistens von vorne unterrichtet", moniert die 16-Jährige. "Hier kann man seiner Kreativität, seiner Fantasie mal freien Lauf lassen." Eine Chronik, die Eigenheiten der GTS, eine Passantenbefragung und ein Interview mit dem Schulleiter Rainer Goltermann werden die Interessierten auf den beiden A3-Seiten finden. "Und etwas zu gewinnen gibt es auch", verspricht Svenja Böttcher. Die Zeitungen werden am Sonnabend aktiv verteilt.

Acht Meter weg von den drei Mädels aus der Chefredaktion sitzen drei Jungs und erstellen aus der gleichen Information eine Powerpoint-Präsentation. "Wir richten uns dabei aber nicht nach den Jahren, sondern nach besonderen Vorkommnissen, nach den wichtigsten Ereignissen", verrät Maik Kitschischi, der dieses Feld gemeinsam mit Henri Bauer und Noel Prigge beackert. "Wir hatten viel Zeit für die Planung und haben uns den kompletten Chronik-Ordner angeschaut." Das Ergebnis wird morgen im alten Computerraum im Hauptgebäude zu sehen sein.

Apropos Computerraum: Das mit Laptops bestückte neue Zimmer wird ebenfalls während der Feierlichkeiten eingeweiht. Die Gruppe von Ursula Wedemeyer hätte die neue Hardware gestern schon gerne genutzt. "Das Programm funktioniert schon wieder nicht", nörgelt Tim-Kennet Twachtmann. Seine Aufgabe: Ein mit Moviemaker erstellter Film aus Fotos von zehn Jahren Klassenfahrten nach England. Eigene Bilder von Touren nach Hastings oder Brighton steuerten Elke Bürger, Vanessa Neumann, Torben Hasselmann und Ferris Lenz auch dazu. "Jetzt müssen wir nur noch Musik drüberlegen, dann wäre es das", atmet Ferris Lenz durch. Nur: welche Musik? God save the queen?

Mit der Zukunft beschäftigen sich die GTS-Schüler allerdings auch. Im Zusammenspiel mit den beiden Techniklehrern Frank Klußmann und Carsten Rust entsteht ein Zukunftshaus frei nach der Fernsehserie Futurama. "Das macht total Spaß", freut sich Klußmann über seine 20 Schützlinge. "Das ist alles aus dem medialen Umfeld der Schüler entstanden. Und so wird fleißig an einer Holzhütte mit automatischer Lüftungssteuerung, einem High-Tech-Stuhl und autarker Energieversorgung gebastelt. Ein offenes Atelier, Sport, Chemiexperimente, Tanz, Gesang, diverse Leckereien, ein Luftballon-Weitflug-Wettbewerb und eine Tombola mit einer Woche in einer Fünf-Sterne-Ferienwohnhung auf Wangerooge als Hauptpreis - auf die Besucher wartet ein buntes Programm.

Direktor Rainer Goltermann freut sich über ein "unwahrscheinliches Engagement". Es sei "super, was hier gerade passiert". Ein bisschen enttäuscht ist er lediglich von der Politik, denn gestern sagte der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann ab. Begründung: Die Einladung sei zu spät gekommen. Doch gerade darüber ärgert sich Rainer Goltermann: "Herr Althusmann weiß darüber Bescheid, seit wir uns bei der Preisverleihung im Schloss Bellevue getroffen haben."

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