Glasfaseranschluss

Der Endspurt startet

Noch zwei Wochen mehr Zeit haben die Menschen aus Bassum und Bruchhausen-Vilsen, um sich für einen Glasfaseranschluss zu entscheiden.
21.07.2020, 17:12
Lesedauer: 2 Min
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Der Endspurt startet
Von Tobias Denne
Der Endspurt startet

Die ersten Arbeiten für den Breitbandausbau in Bassum sind schon angefangen. Die weißen Flecken werden auf jeden Fall ausgebaut, bei den schwarzen braucht es dagegen eine Quote von 40 Prozent Vertragsabschlüsse.

Michael Braunschädel

Bassum/Bruchhausen-Vilsen. Die Corona-Krise hat gezeigt: Schnelles Internet ist mittlerweile notwendig. Ob es das Arbeiten im Homeoffice mit Videokonferenzen ist, das Streamen der Lieblingsserie oder vielleicht auch eine Fifa-Partie: Mit schlechter Verbindung macht es entweder keinen Spaß oder behindert sogar Arbeitsabläufe. Gerade, wenn mehr als eine Person im Internet aktiv ist, kann es schon mal länger dauern. Seit knapp einem Jahr bietet die GVG Glasfaser mit ihrer Marke Nordischnet im Landkreis Diepholz den Haushalten und Firmen einen Glasfaseranschluss an.

Klar: Die weißen Flecken, wo es zu wenig Bandbreite und langsames Internet gibt, werden vom Landkreis mit insgesamt 180 Millionen Euro gefördert. Die schwarzen hingegen baut die GVG Glasfaser selbst aus, da dort die Geschwindigkeit noch ausreicht. Darum muss sie da auf Wirtschaftlichkeit achten. „Es sind 40 Prozent notwendig“, sagt Andreas Niehaus, Niederlassungsleiter für Niedersachsen, hinsichtlich der Vertragsabschlüsse. Und diese Quote ist in den drei großen Bs, wie er sagt, noch nicht ganz erreicht: Bassum, Bruchhausen-Vilsen und Barnstorf. Daher gehen er und sein Team nun in den (verlängerten) Endspurt. Denn eigentlich ist die Vermarktungsphase für die schwarzen Flecken bereits vorbei, nun wird sie aber bis zum 9. August verlängert. Dadurch sparen sich die Kunden die Kosten für einen Hausanschluss, später kostet das mehrere hundert Euro. „Es gibt einfach mehr Flexibilität in der Arbeitswelt und in der Freizeit“, nennt Niehaus einen Vorteil für schnelles Internet. Zwar könnten heute Bedarf und Bandbreite ausreichen, aber wer weiß schon, was in einigen Jahren sein wird. „Die schwarzen Flecken von heute sind die weißen von morgen“, ist sich Niehaus sicher. Außerdem wertet ein Glasfaseranschluss auch die Immobilie auf. Denn beim schnellen Internet spricht er nicht davon, Mails zu verschicken. „Die gehen immer irgendwie raus“, weiß Niehaus. Vielmehr ist – auch für Gewerbetreibende – der Kontakt zu Kunden und Partnern wichtig und, das hat die Corona-Zeit gezeigt, online möglich und gegebenenfalls auch nötig.

Daher hofft er, dass die Grenze von 40 Prozent der Menschen, die sich für ein Produkt von Nordischnet entscheiden, noch in den kommenden zwei Wochen erreicht wird. „Man kann nicht später auf den Zug aufspringen, den es vielleicht gar nicht gibt“, gibt er zu. Denn sollte die Quote nicht erreicht werden, dann könnte es sein, dass weder in Bassum noch in Bruchhausen-Vilsen oder Barnstorf die schwarzen Flecken ausgebaut werden. „Glasfaser ist ein wichtiges Thema, wir sind auf einem guten Weg und haben noch 14 Tage Zeit“, sagt Bassums Bürgermeister Christian Porsch, der wie sein Amtskollege aus Bruchhausen-Vilsen, Bernd Bormann, für die schnelle Internetverbindung wirbt.

Bormann weiß, dass die Gemeinden Martfeld, Schwarme und Asendorf ausgebaut werden, die Kerngemeinde Bruchhausen-Vilsen aber Stand jetzt noch nicht die magischen 40 Prozent erreicht hat. „Es wäre fatal, wenn wir den Anschluss ans Glasfaser verpassen würden“, sagt er. Schließlich sei das eine Aktion für die Zukunft – unabhängig von Nordischnet. Ähnlich sieht das auch Porsch für Bassum, wo im Kerngebiet die 40 Prozent noch nicht erreicht sind.

Die Mitarbeiter werden ab Montag, 27. Juli, von Haus zu Haus ziehen, um Menschen in Bassum, Bruchhausen-Vilsen und Barnstorf über die Vorteile zu informieren und – im Idealfall – von einer Vertragsunterzeichnung zu überzeugen.


Allerdings steht auch das Nordischnet-Büro in der Kirchstraße 1 in Bassum Fragenden zur Verfügung. „Gerne kommt auch ein Berater nach Hause, dabei halten die Glasfaser-Experten selbstverständlich die angeordneten Hygienemaßnahmen ein“, teilt Niehaus mit. Telefonisch sind diese aber auch erreichbar: 04 31 / 80 64 96 49.

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