Fußball-Bezirksliga: Bei verdienter 2:3-Pleite gegen Obenstrohe ist kein Aufbäumen erkennbar VfL Stenum geht die Puste aus

Stenum. Der VfL Stenum war bis gestern die einzige Mannschaft in der FußballBezirksliga, die auf eigenem Platz noch kein Spiel verloren hatte. Gegen den TuS Obenstrohe endete diese Serie ebenso wie die Meisterschaftsträume: Das Team von Trainer Uwe Hammes kassierte wie in der Hinrunde ein 2:3 (1:1) und zeigte sich drei Tage vor dem Nachbarderby gegen den TuS Heidkrug in einer äußerst schlechten Verfassung. Stenum geht im Titelkampf die Puste aus.
19.04.2010, 04:30
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Oliver Meibohm

Stenum. Der VfL Stenum war bis gestern die einzige Mannschaft in der FußballBezirksliga, die auf eigenem Platz noch kein Spiel verloren hatte. Gegen den TuS Obenstrohe endete diese Serie ebenso wie die Meisterschaftsträume: Das Team von Trainer Uwe Hammes kassierte wie in der Hinrunde ein 2:3 (1:1) und zeigte sich drei Tage vor dem Nachbarderby gegen den TuS Heidkrug in einer äußerst schlechten Verfassung. Stenum geht im Titelkampf die Puste aus.

'Das war einfach nur grottenschlecht. Wir haben in keiner Phase des Spiels etwas auf die Reihe gekriegt', schüttelte Hammes den Kopf. 'Jetzt haben wir uns unnötig unter Druck gesetzt, müssen die Spitzenmannschaften unbedingt schlagen und dürfen uns nicht die geringste Blöße mehr geben. Von der Meisterschaft kann nach diesem schlechten Spiel keine Rede sein.'

Vor knapp 200 Zuschauern am Alten Kirchweg wirkten die Gastgeber saft- und kraftlos. Sie kamen immer einen Schritt zu spät und reagierten nur anstatt zu agieren. Während in der Offensive so gut wie nichts ging, schwamm die Abwehr bei fast jedem Pass des Gegners. Einzige Ausnahme: Marco Scheffler. Der VfL-Torhüter bewahrte sein Team dank zahlreicher Paraden vor einer noch höheren Niederlage.

In der 21. Minute wurde der Spielverlauf auf den Kopf gestellt, als Jan Badberg mit einem verdeckten Schuss in die kurze Ecke erfolgreich war und zum 1:0 einnetzte. Doch noch vor der Pause erzielte Khalil Khaled den überfälligen Ausgleich, als er sich bei einem Kopfball die Ecke aussuchen konnte. Auch die erneute Führung durch einen herrlich getimten Freistoß von Rouven Heidemann gab Stenum keine Sicherheit. Zwar vergaben anschließend Christof Herbec und Jan Badberg das mögliche 3:1, doch danach war es wieder vorbei mit der Herrlichkeit der Gastgeber. Und weil die Abwehr nach wie vor nicht auf der Höhe war, avancierte der eingewechselte Theis Riechmann mit einem Doppelpack binnen 180 Sekunden zum Matchwinner für Obenstrohe.

Personell waren Uwe Hammes in den letzten 20 Minuten die Hände gebunden. Manndecker Daniel Isenberg musste bereits nach neun Minuten verletzt vom Platz. Nach einer guten halben Stunde nahm der VfL-Coach Julian Dienstmaier runter und brachte Sascha Pfeiffer, um in der Offensive ein Zeichen zu setzen. Und auch Rouven Heidemann musste sich aufgrund von Oberschenkelproblemen auswechseln lassen. Der angeschlagene Alexander Klar musste somit ebenso durchspielen wie Jan Badberg oder Sven Schlundt, die ebenfalls lautstark um eine Auswechslung gebeten hatten. Und diese Einstellung wurmte Uwe Hammes ganz gewaltig. 'Man muss auch mal richtig beißen. Ich habe 15 Jahre unter Schmerzen gespielt, das gehört zum Fußball nunmal dazu', saß der Stachel der Enttäuschung tief beim VfL-Trainer.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+