Konzert in der Felicianuskirche Viel Abwechslung bei der Music Night

Die Felicianuskirche war auch bei der neunten Auflage der Music Night gut gefüllt. Und sie wurden nicht enttäuscht, hörten sie doch ganz abwechslungsreiche Stücke.
26.08.2018, 19:39
Lesedauer: 3 Min
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Von Otto Kirmse

Weyhe-Kirchweyhe. Zum neunten Mal fand am Freitagabend in der Kirchweyher Felicianuskirche die Music Night statt. Die Mischung der angekündigten Musikbeiträge hatte wieder überzeugt, es kamen immerhin mehr als 225 Besucher in die mit Blumen geschmückte Kirche, um die insgesamt 65 Mitwirkenden zu erleben. Dass das hoch aufstrebende Gewölbe eine hervorragende Akustik bietet, konnten die Zuhörer schon bei sehr vielen Veranstaltungen feststellen.

Der Gospelchor Weyhe werde den Anfang machen, kündigte Gerd Brüning in seiner Begrüßung an. Mit rhythmischem Klatschen begleiteten die erwartungsvollen Zuhörer den Aufzug der ersten Formation.

Zwei Mutmach-Lieder wurden angekündigt, „I pharadisi" und „Shosholoza“ die Titel. Mutig ging es weiter mit den Stücken „I Am His Child“ und „Baba Yetu“ (Suaheli für „Vater Unser“). Bei dem letzten Lied sang Petra Müller den Solopart in Wechsel und gemeinsam mit den hell aufstrahlenden Stimmen des Chores. Für diese gelungene Gesangsdarbietung bekam der Chor unter seiner Leiterin Elisabeth Geppert enormen Beifall.

Ebenfalls unter der Leitung der Kantorin Geppert stand der Kinderchor Weyhe, der als Nächstes die Bühne betrat. Elf kleine Sänger und Sängerinnen traten mutig vor das große Publikum, um fünf Lieder aus dem Kindermusical „Bartimäus“ vorzutragen. Darin geht es um die Wunderheilung von Blindheit durch Jesus. „Durchblicker“ hieß das erste Lied und ebenfalls fehlerfrei mit sicheren Stimmen gesungen, folgte „Blindfisch“, ein Text, der sich mit Mobbing musikalisch auseinandersetzt.

Zum Höhepunkt des Auftritts des Kinderchors Weyhe geriet das Lied „Wo sind die Farben des Lebens?“ durch das Solo von Hannah Wilker. Man mochte kaum glauben, dass ein noch so junges Mädchen sich eine geradezu perfekte Gesangsstimme erarbeitet hatte, mit der sie einfühlsam dem schwierigen Liedinhalt gerecht wurde. Geradezu jubelnder Beifall belohnte diesen besonderen Auftritt der jungen Sängerin.

Nachdem sie beim „Maulwurflied“ den Gesang mit vielen kleinen „Buddelhänden“ auch gestisch ergänzt hatten, bereicherten die Kinder ihren erfrischenden Auftritt bei dem Lied „Die Farben des Lebens“, indem sie Tücher in allen Farben des Regenbogens schwenkten. Reichlich mit verdientem Beifall bedankten sich die Zuhörer bei den kleinen Künstlern.

Unter der Leitung von Oscar Alemany spielte als nächste Gruppe der Posaunenchor Weyhe drei Stücke aus der Karelia-Suite, op 11 von Jean Sibelius. Unterstützt von den tiefen kräftigen Tönen einer Tuba spielten die elf Musiker dieser reinen Bläserformation zunächst das „Intermezzo“, wohl durchaus allgemein bekannt. Dem eher munteren Stück folgte die recht getragen klingende „Ballade“. Mit dem wieder muntereren „Alla Marcia“ endete der erste Auftritt des Posaunenchors Weyhe, für den er viel Applaus bekam. Munter ging es der Pause entgegen, spielte doch die Band School House Seven reinen Dixie, darunter auch – unbedingt zum Mitklatschen und -singen – "When You're Smiling".

Den zweiten Teil des Abends leitete wieder der Gospelchor Weyhe ein. „Viva la Vida“, ein wohl weithin bekanntes Lied, machte den Anfang, gefolgt von dem Lied „Adiemus“. Mit dem Publikum gemeinsam sollte es weitergehen, ehrlicherweise muss erwähnt werden, dass die Zuhörer als Sänger eher wenig zu hören waren. Aber der guten Laune tat dies keinen Abbruch, und so wurden die zwei Beatles-Titel „A Hard Day‘s Night" und „Hey Jude“ mehr oder weniger gemeinsam gesungen.

Mit drei Filmmusiken schloss sich der Posaunenchor Weyhe an: An den Wilden Westen erinnerte die Titelmusik aus „Die glorreichen Sieben“. „Gabriellas Song“, sehr getragen, aus dem Film „Wie im Himmel“ folgte. Eher im Ohr der Jüngeren war schließlich „Fluch der Karibik“.

Mit flottem Dixie ging der Abend beschwingt zu Ende, es spielte die Band School House Seven noch einmal einige Titel. Beifall gab es reichlich von einem zufriedenen Publikum nach einem abwechslungsreichen musikalischen Abend.

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