Handball-Frauen des TSV Bassum Viel hängt vom Saisonstart ab

Bassum. Geht es um die nackten Ergebnisse der Saisonvorbereitung, müsste einem um die Handballerinnen des Landesligisten TSV Bassum angst und bange werden. Bis auf das Einladungsturnier in Seckenhausen (Platz drei) und einer Partie gegen den TuS Sulingen verloren die Bassumerinnen nämlich alle ihre Testspiele.
08.09.2010, 19:32
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Von Christine Leska-Ottensmann

Bassum. Geht es um die nackten Ergebnisse der Saisonvorbereitung, müsste einem um die Handballerinnen des Landesligisten TSV Bassum angst und bange werden. Bis auf das Einladungsturnier in Seckenhausen (Platz drei) und einer Partie gegen den TuS Sulingen verloren die Bassumerinnen nämlich alle ihre Testspiele.

Trainer Axel Blume, Nachfolger von Ralph Winterstein, relativiert das aber. 'Wir haben gegen Teams aus dem oberen Drittel der Landesliga und aus der Oberliga verloren', erklärt er. Wichtig waren ihm dabei nicht die Resultate, sondern die Vorstellungen seiner Mannschaft. Und damit war er einigermaßen zufrieden. 'In der Abwehr haben wir uns deutlich verbessert und von Spiel zu Spiel gesteigert. Das Problem ist noch, dass die Mädels sehr ungeduldig sind und sich damit häufig selbst im Wege stehen. Ihnen fehlt die Ruhe und die Konstanz.'

Zudem müssen sie noch die Philosophie ihres neuen Trainers verinnerlichen. 'Ich möchte weg von den Spielzügen, hin zum Laufspiel. Das Spiel wird breiter angelegt, dadurch nehme ich jede Akteurin in die Pflicht. Sie müssen erkennen, dass sie viel laufen müssen, auch wenn sie minutenlang keinen Ballkontakt haben. Durch ihre Laufwege und die Präsenz ziehen sie aber die gegnerische Abwehr auf sich, so dass die Mitspielerinnen mehr Platz haben', erklärt Blume. Großen Wert legte er in der Vorbereitung auch auf die Abwehr.

Schlechter Rückzug

Im vergangenen Jahr war sie recht löchrig - im Schnitt kassierten die Bassumerinnen 27,8 Gegentreffer pro Partie, das war die zweitschlechteste Quote aller Landesliga-Teams. 'Das Rückzugsverhalten hat mir nicht gefallen, der Gegner wurde zu spät angegriffen. Deshalb haben wir statt der gewohnten 6:0-Abwehr jetzt auch mal eine 3:2:1-Deckung und eine Manndeckung ausprobiert. Damit sind wir sehr variabel', ist Blume überzeugt.

Man sieht: Von seiner neuen Mannschaft hat er sich bereits ein sehr gutes Bild machen können. Kunststück, denn Blume hat gerade einmal elf Spielerinnen unter seinen Fittichen. Nicht mehr mit dabei sind Tanja Hoffmann, Torfrau Kristina Strauß, Nadine Sander, Sarah Pacem und Kristin Kuhangel. Mit Keeperin Stefanie Menke vom aufgelösten Kreisligateam des TuS Syke konnte jedoch nur eine neue Spielerin verpflichtet werden. 'Steffi lässt erkennen, was sie kann. Allerdings fehlt teilweise noch die Abstimmung mit den Vorderleuten', verrät der TSV-Coach.

Gar nicht auf der Rechnung hatte er Sabrina Kinzel und Franziska Sprick. 'Als ich die Mannschaft vergangene Saison ein paar Mal beobachtet habe, waren die beiden verletzt, Sabrina sogar die komplette Spielzeit. Daher kannte ich die beiden nicht. Für mich haben sie bei Null angefangen. Sabrina und Franziska machen mir aber richtig Spaß, sie entwickeln sich von Spiel zu Spiel', lobt Blume.

Gewohnt stark präsentierte sich bisher Torfrau Mareike Landwehr, auch die Achse mit Nadine Berger und Melanie Hilbig auf links sowie Katja Fischer und Sarah Herlein auf rechts steht. Am Kreis ist Kathrin Paesler gesetzt, die zumindest in Seckenhausen ein starkes Turnier spielte. Wenig konnte Blume bisher von Sandra Matschinsky sehen. 'Leider hat sie es nur ein Mal pro Woche zum Training geschafft. Bei ihr ist noch Potenzial nach oben', glaubt der Coach. Von Leichtathletin Mareike Witt konnte er sich bislang noch gar kein Bild machen. 'Sie hat sich auf die Deutsche Meisterschaft vorbereitet und wird erst Mitte September zu uns stoßen. Spielerisch wird sie ein paar Wochen benötigen, um wieder reinzukommen. Bei Kraft und Kondition muss ich mir jedoch keine Sorgen machen.' Spannend wird sein, wie die Bassumerinnen ihre ersten Spiele bestreiten.

Am Sonntag, 12. September (16 Uhr), geht es in eigener Halle gegen die SG Findorff, danach duellieren sie sich mit dem Leher TS, TuS Wagenfeld, HSG Bützfleth/Drochtersen und TSV Bremervörde. 'Bei diesem Auftaktprogramm sind durchaus 8:2 oder gar 10:0 Punkte drin. Das wäre schon die halbe Miete für den Klassenerhalt, den wir so schnell wie möglich unter Dach und Fach bringen wollen. Am Ende soll dann ein Platz im Mittelfeld herausspringen', wünscht sich Axel Blume.

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