Opfer lebendig in Weser versenkt

Vierter Haftbefehl nach Mord an einer 19-Jährigen

Wenige Monate nachdem eine 19-jährige Frau lebend in einem Schleusenkanal in der Weser versenkt wurde, haben die Ermittler Haftbefehl gegen einen vierten Tatverdächtigen erlassen.
13.07.2020, 16:50
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa
Vierter Haftbefehl nach Mord an einer 19-Jährigen

Gegen einen 53 Jahre alten Mann wurde Haftbefehl erlassen. (Symbolbild)

Björn Hake

Nach dem grauenvollen Tod einer jungen Frau in der Weser im Kreis Nienburg ist Haftbefehl gegen einen vierten Tatverdächtigen erlassen worden. Es handelt sich um einen 53 Jahre alten Mann, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden, Marcus Röske, am Montag auf Anfrage mitteilte. Zuvor waren bereits drei Beschuldigte wegen Mordverdachts verhaftet worden. Alle vier sind Deutsche. Es gebe Einlassungen, aber keine Geständnisse, so Röske.

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Bei den drei anderen Verhafteten handelt es sich um zwei 40 und 21 Jahre alte Männer und eine 39-jährige Frau. Ein Binnenschiffer hatte den Leichnam der Frau Ende April bei Balge entdeckt. Aufgrund des Obduktionsergebnisses wissen die Ermittler, dass die Frau lebend im Schleusenkanal versenkt wurde und ertrank. Ihr Körper war mit einer Steinplatte beschwert.

Es gebe Hinweise, dass die 19-Jährige als Prostituierte gearbeitet habe, sagte der Sprecher weiter. Zum möglichen Tatmotiv machte er keine Angaben. Im Zuge der Ermittlungen hatte die Polizei mitgeteilt, die Täter seien vermutlich dem Rotlichtmilieu zuzuordnen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden der 40-Jährige und die 39-Jährige im Kreis Nienburg verhaftet, der 21-Jährige in Loxstedt nahe Bremerhaven.

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