Chance zum Bezirksliga-Titel in Bremen nicht genutzt / Barmes 8:8 zerstört Uesener Hoffnungen Vizemeister Oyten bleibt die Relegation

Barme. Der SC Weser Barme hat die Relegation erreicht. Mit einem 8:8-Remis gegen die SG Aumund-Vegesack haben sich die Tischtennis-Herren aus Barme im letzten Saisonspiel der Bezirksliga Osterholz/Verden/Bremen auf dem Relegationsplatz acht gehalten und damit gleichzeitig den Kreiskonkurrenten TSV Uesen als Tabellenvorletzten zum Abstieg verurteilt.
21.04.2010, 21:20
Lesedauer: 3 Min
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Von Uwe Reunitz

Barme. Der SC Weser Barme hat die Relegation erreicht. Mit einem 8:8-Remis gegen die SG Aumund-Vegesack haben sich die Tischtennis-Herren aus Barme im letzten Saisonspiel der Bezirksliga Osterholz/Verden/Bremen auf dem Relegationsplatz acht gehalten und damit gleichzeitig den Kreiskonkurrenten TSV Uesen als Tabellenvorletzten zum Abstieg verurteilt.

Gescheitert, wenn auch vielleicht nur vorläufig, ist der TV Oyten. Er hat die Meisterschaft durch seine 4:9-Niederlage gegen SV Werder Bremen III verspielt und muss nun als Vizemeister in die Relegation zur Bezirksoberliga Nord.

SC Weser Barme - SG Aumund-Vegesack 8:8. Alle Hoffnungen des TSV Uesen haben sich zerschlagen: Der SC Weser Barme hat sich mit dem letzten Satz im letzten Spiel der letzten Saisonpartie in die Relegation gerettet. Sönke Ruge und Nico Schwarz, die zu Beginn des Entscheidungsspiels gegen die Nordbremer ihr Auftaktdoppel gegen Patrick Jahic und Klaus Malorny noch in vier Sätzen verloren hatten, lagen beim Stand von 7:8 im Abschlussdoppel gegen Stefano Curione und Gregor Grzesik mit 11:3 und 11:6 vorne. Die beiden folgenden Sätze gingen aber klar mit 11:4 und 11:9 an die Gäste, die damit wieder die Chance zum Sieg hatten.

Nervenstärke im fünften Satz

Im alles entscheidenden fünften Satz zeigten die beiden Barmer Spieler aber Nervenstärke und ließen nichts mehr anbrennen. Mit 11:6 hatte sie am Ende die Nase vorne, sicherten so das 8:8 und damit die Chance zum Klassenerhalt. Obwohl der Aufsteiger aus Barme mit einer 3:1-Führung in die Partie gestartet war, musste lange gezittert werden.

Dank eines Zwischenspurts und drei Einzelsiegen in Folge lag die Spielgemeinschaft nach den Überkreuzspielen mit 5:4 die Führung. Auch der zweite Einzelerfolg durch Sönke Ruge zu Beginn des zweiten Durchgangs gegen Stefano Curione und die beiden Siege in der Mitte brachten noch keine Entscheidung. Felix Kiefel (1:3 gegen Kai Ledrich) und Nico Schwarz (1:3 gegen Dirk Ledrich) hatten wie schon im ersten Durchgang erneut das Nachsehen und konnten so die erneute Gästeführung nicht verhindern. Dafür hatte Nico Schwarz nach kurzer Verschnaufpause im abschließenden Doppel an der Seite seines Partners Sönke Ruge das nötige Quäntchen Glück und konnte so doch noch einen ganz wichtigen Punkt zum 8:8 beisteuern.

SV Werder Bremen III - TV Oyten 9:4. Enttäuschend verlief der letzte Spieltag für die Tischtennis-Herren des TV Oyten, die die Chance verstreichen ließen, sich gegen Werder Bremen die Meisterschaft zu sichern. Bei den Hansetsädtern musste sich das Oytener Sextett klar mit 4:9 geschlagen geben. Bleibt die Chance zum Aufstieg durch die Hintertür: Als Vizemeister kann sich das Team aus dem Nordkreis Verden noch über die Relegation für die Bezirksoberliga Nord qualifizieren.

Ausgerechnet im letzten Saisonspiel musste Oyten auf seinen Mannschaftsführer Frank Müller verzichten, der durch Jan-Nelson Collado ersetzt wurde. An dem nachgerückten Spieler lag es aber sicherlich nicht, dass Oyten bei Werder die Segel streichen musste.

Insgesamt stellten sich der Spielverlauf und der Ausgang der einzelnen Spiele auch viel enger dar, als es das Ergebnis vermuten lässt. Nicht weniger als acht der 13 Spiele wurden erst im fünften Satz entschieden, davon aber wiederum nur zwei zu Gunsten des TV Oyten. Dabei sah es zu Beginn ganz gut aus für die Gäste. Gero Hocker und Rüdiger Sachs brachten ihr Doppel gegen Werders Duo Marc Sengstake/Shahab Hadj-Bashiri ebenso in vier Sätzen durch, wie Heiko Wittlich und Michael Liegmann gegen Jan-Hendrik Voigt/Dietrich Milles.

Das dritte Doppel ging zwar in fünf Sätzen verloren, doch Oyten nahm eine Führung in die Einzelspiele. Dort aber konnten die Gäste in den ersten drei Einzeln keinen Punkt erringen, ehe Johannes Wrede mit einem 3:2-Sieg gegen Jan-Hendrik Voigt der Anschluss gelang. Danach folgte eine Serie von vier Niederlagen, wobei drei Spiele erst im fünften Satz verloren wurden. Damit führten die Gastgeber schon mit 8:3 und hatten den Sieg praktisch sicher. Der knappe Erfolg von Johannes Wrede, der gegen Gert Beelmann erneut über die volle Distanz gehen musste, war nur noch Ergebniskosmetik.

Im letzten Einzel des Abends musste sich Heiko Wittlich trotz großen Kampfes gegen Jan-Hendrik Voigt am Ende mit 15:13, 4:11, 10:12, 11:6 und 7:11 geschlagen geben, und die 4:9-Pleite war perfekt. 'Nun müssen wir eben in die Relegation und hoffen, dass wir so aufsteigen', meinte Frank Müller, der seinem Team weiterhin den Aufstieg in die Bezirksoberliga Nord zutraut.

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