Expertinnen der Astronomischen Vereinigung zu Gast beim Weltraum-Projekt im Kindergarten Wümmekieker Voller Mond am Himmel - zum Greifen nah

Lilienthal. Das Raumschiff steht startklar im Flur. Die Mädchen und Jungen aus dem Kindergarten Wümmekieker müssen nur noch einsteigen. Dann kann die Reise losgehen. Die Kleinen haben Großes vor. Sie wollen zum Mond. Doch wer auf Reisen geht, bereitet sich erstmal vor. Dafür haben sie sich zwei Frauen eingeladen, die ihnen eine Menge über ihr Ziel erzählen können: Ute Spieker und Karin Steinecke von der Astronomischen Vereinigung Lilienthal haben dazu Dias mitgebracht. Sie zeigen dick eingemummelte Männer, die über den Mond tapsen.
18.02.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Ulrike Schumacher

Lilienthal. Das Raumschiff steht startklar im Flur. Die Mädchen und Jungen aus dem Kindergarten Wümmekieker müssen nur noch einsteigen. Dann kann die Reise losgehen. Die Kleinen haben Großes vor. Sie wollen zum Mond. Doch wer auf Reisen geht, bereitet sich erstmal vor. Dafür haben sie sich zwei Frauen eingeladen, die ihnen eine Menge über ihr Ziel erzählen können: Ute Spieker und Karin Steinecke von der Astronomischen Vereinigung Lilienthal haben dazu Dias mitgebracht. Sie zeigen dick eingemummelte Männer, die über den Mond tapsen.

Die Augen der Kinder leuchten. Seit Herbst hat sie das All in seinen Bann gezogen. "Damals startete unser Projekt", erzählt Kindergartenleiterin Christel Droste-Meyer. Das Motto "Planeten, Sterne, Weltraum und Licht" haben die Erzieherinnen ein bisschen auf den Kopf gestellt. Mit dem Licht fing alles an. Herbstzeit ist die Zeit zum Laternelaufen. Beste Gelegenheit für die Mädchen und Jungen, sich dem Thema Licht emotional zu nähern.

Zu Weihnachten - Zeit für den Stern von Bethlehem - drehte sich bei den Wümmekiekern dann alles um Sterne und Kometen. Und so allmählich steuern die Weltraum-Bummler jetzt auf den absoluten Höhepunkt zu: das Mondreise-Fest Anfang März. Wieder eingebettet ins aktuelle Geschehen. Anfang März sind die Narren los. Auch bei den lütten Wümmekiekern. Das Motto für die Faschingsfeier steht schon fest: "Erst zum Mond und dann ins All - wir feiern heute Karneval".

Projekt für alle Sinne

Mädchen und Jungen aus drei Gruppen beschäftigen sich seit dem Herbst mit dem Projekt. "Auch die Krippengruppe wurde mit eingebunden", berichten die Erzieherinnen. Wie die anderen Kinder begeben sie sich auf eine Klang-Reise ins All. "Wir wollen alle Sinne ansprechen", sagt Christel Droste-Meyer. "Und natürlich zur Wissenserweiterung der Kinder beitragen." Die umkreisen das Thema spielerisch. Sie malen ihre Sternzeichen und lassen die Fantasie treiben. Fasziniert von leuchtenden Sternen, von der strahlenden Sonne und dem vollen runden Mond aus den Bilderbüchern, die sie sich angesehen haben, machen sich die Kleinen ans Werk und basteln fröhlich drauflos. Die größeren unter ihnen schnibbeln Papier und Pappe, tuschen, kleben und tüfteln, bis es endlich fertig gebaut vor ihnen steht: ihr selbst entworfenes Raumschiff. Stolz zeigen sie es den beiden Expertinnen, die heute zu Besuch sind.

Die Aktion mit der Astronomischen Vereinigung (AVL) ist für die Vorschulkinder und deren Familien gedacht. Rund 60 kleine und große Interessierte lauschen dem Dia-Vortrag von Karin Steinecke. 120 Augen blicken ins Cockpit eines Raumschiffs, das übersät ist mit Knöpfen und Schaltern. "Das ist die internationale Raumstation", sagt Karin Steinecke beim nächsten Bild. "Wenn man Glück hat, kann man sie von der Erde sehen." Weiter geht's. Nun richtet sich der Blick auf einen Astronauten, der den Mond betreten hat. "Seine Fußabdrücke sind heute noch zu sehen, weil es auf dem Mond keinen Wind und kein Wasser gibt", verrät sie dem staunenden Publikum. Derweil steht draußen vor der Kindergartentür der Mond hell und voll am Himmel. Unendlich weit weg. 386000 Kilometer entfernt, weiß Ute Spieker. Aber doch fast zum Greifen nah, weil die beiden Frauen "extrem starke Feldstecher" mitgebracht haben. Die Kinder pressen ihre Augen auf die beiden Guck-Löcher und halten den Atem an. Ein bisschen

scheckig ist der Mond, überzogen von Licht und Schatten, und am Rand klaffen Krater. Die Kinder sind schwer begeistert von dieser Seh-Reise und ihren Entdeckungen. Manche haben sogar sein Gesicht erblickt.

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