CDU-Veranstaltung zur Zukunft der Energieversorgung: Referenten liefern Visionen und Praxistipps Von Mini-Solaranlagen bis zu Geothermie

Schwanewede. Der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossene Sache. Welche Möglichkeiten für eine sichere, saubere und bezahlbare Energieversorgung bieten sich in Zukunft an? Wie kann der einzelne Bürger zu Hause Energie sparen? Martin Bäumer und Werner Bergholz lieferten bei einer Veranstaltung der CDU in Schwanewede Antworten.
31.08.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Gabriela Keller

Schwanewede. Der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossene Sache. Welche Möglichkeiten für eine sichere, saubere und bezahlbare Energieversorgung bieten sich in Zukunft an? Wie kann der einzelne Bürger zu Hause Energie sparen? Martin Bäumer und Werner Bergholz lieferten bei einer Veranstaltung der CDU in Schwanewede Antworten.

Bäumer skizzierte in groben Zügen, wie die Energiezukunft aussehen könnte. Zur sicheren Versorgung gehören für den umweltpolitischen Sprecher der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion neue Kohlekraftwerke. Dass damit Kohlendioxid in die Luft gepustet wird, nimmt der Christdemokrat in Kauf. "Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, müssen wir bei der Sauberkeit ein wenig Abstriche machen."Bestehende Windräder müssten durch leistungsstärkere Anlagen ersetzt werden. Biogas sei eine gute Alternative, "wenn ein Wärmekonzept dahinter steht". Die Anlagen dürften nicht nur mit Mais gefüttert werden. "Der Königsweg ist, Reststoffe zu verwerten." Für Photovoltaik sieht Bäumer im sonnenverwöhnteren Süden Deutschlands die besten Möglichkeiten.

Das "größte Potenzial in Norddeutschland" schlummert seiner Ansicht nach in der Erde. Mithilfe der Geothermie, Wärme aus der Erde, könne nicht nur geheizt, sondern auch Strom erzeugt werden. Eine sichere Energieversorgung erfordere auch neue Netze, "möglichst in der Erde". Die Mehrkosten würden auf alle Stromkunden in Deutschland verteilt. Energie werde in Zukunft mehr kosten. "Es wird teurer."

Grund genug für den einzelnen Bürger zu gucken, wo er im Alltag selbst Energie und damit Kosten sparen kann. Werner Bergholz, Professor für Elektrotechnik an der Jacobs University Bremen, gab praktische Tipps. Backofen nicht vorheizen, Ladegerät nach Gebrauch aus der Steckdose ziehen, Geräte nicht im Stand-by-Betrieb laufen lassen-schon einfachste Maßnahmen könnten bis zu 180 Euro im Jahr bringen. Noch mehr sei beim Heizen möglich. Eine neue Umwälzpumpe, Drosseln der Heizung bei Nacht, Entstauben der Heizkörper oder geschlossene Jalousien würden Kosten drücken. LED-Lampen verbrauchen laut Bergholz ein Vielfaches weniger an Strom als Energiesparlampen. Basteltipps für Mini-Solaranlagen auf dem Balkon zur Stromerzeugung für den Hausgebrauch rundeten den Vortrag ab.

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