Umfrage: Was wünschen sich die Menschen im neuen Jahr für die Gemeinde Stuhr Vor Ort einkaufen und engagierte Bürger

Stuhr. Was soll 2011 in Stuhr passieren? Was wünschen sich Menschen, die in Stuhr leben, wirken oder arbeiten für die Gemeinde? Der WESER-KURIER hat sich umgehört und dabei viele verschiedene und überraschende Antworten zu hören bekommen.
05.01.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Claudia Gilbers

Stuhr. Was soll 2011 in Stuhr passieren? Was wünschen sich Menschen, die in Stuhr leben, wirken oder arbeiten für die Gemeinde? Der WESER-KURIER hat sich umgehört und dabei viele verschiedene und überraschende Antworten zu hören bekommen.

Dr. Eberhard Hesse, Vorsitzender von Pro Dem, wünscht sich für Stuhr vor allem einen guten neuen Bürgermeister - sollte der jetzige Amtsinhaber Cord Bockhop bei der Kommunalwahl im September zum neuen Landrat gewählt werden. Einen konkreten Namen hat Hesse nicht im Kopf, aber was der oder die Neue im Stuhrer Rathaus können sollte. "Er sollte vor allem Visionen haben, wie es mit Stuhr und Weyhe weitergehen soll", sagt der Mediziner. Die beiden Kommunen sieht er nämlich als einen Lebensraum. Wichtig ist ihm, dass ein neuer Bürgermeister sich dafür einsetzt, die Zusammenarbeit zwischen Stuhr und Weyhe künftig noch zu vertiefen. Das kann laut Hesse auch ruhig bis zu einer Fusion beider Kommunen gehen. "Der Lebensraum muss gut strukturiert werden", sagt er. Außerdem wünscht sich der Arzt, dass die Bürger künftig noch mehr Dinge vor Ort bei der Gemeinde erledigen können.

Nicht aufs Auto angewiesen sein

Über etwas ganz anderes würde sich Anja Abels, Leiterin der Behinderten-Wohnheimat in Heiligenrode, freuen. Ihr würde es gut gefallen, wenn in diesem Jahr wieder ein Lebensmittelgeschäft in Heiligenrode eröffnet. "Das fehlt unseren Bewohnern einfach. Jetzt sind sie immer auf den Fahrdienst angewiesen", sagt sie. Auch ihr zweiter Wunsch würde den Bewohnern der Behindertenheimat das Leben erleichtern. "Eine bessere Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wäre toll. Dass man nicht so aufs Auto angewiesen ist", sagt Anja Abels. Davon hätten nicht nur die Bewohner etwas, sondern vor allem auch ältere Menschen.

In Richtung ÖPNV geht auch ein Wunsch der Stuhrer Gleichstellungsbeauftragten Annegret Merke. Sie möchte aber nicht nur, dass der ÖPNV besser ausgebaut wird, sondern auch, dass er besser von den Bürgern angenommen wird. "Zum Beispiel die Grönemeyer-Linie", sagt Merke. Für das Zusammenleben, auch in Stuhr, würde sich die Gleichstellungsbeauftragte wünschen, dass die verschiedenen Nationalitäten besser miteinander auskommen. In dem Bereich sollten beide Seiten mehr aufeinander zugehen, findet Merke. "Vor allem die Jugendlichen", sagt sie.

Ebenso sollte sich ihrer Meinung nach auch in Stuhr der Gender-Gedanke noch weiter verbreiten. Gerade für den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen nach der Familienphase müsste es vor Ort mehr Angebote geben. Außerdem sollten auch in Stuhr die Ideen für neue Wohnformen weiterentwickelt werden, sodass im Alter nicht nur das Pflegeheim infrage kommt. "Und ich wünsche mir, dass die Menschen besser akzeptieren, was die Jahreszeiten so mit sich bringen", sagt die Gleichstellungsbeauftragte und meint damit etwa verschneite Straßen und, dass man im Winter bestimmte Früchte eben einfach mal nicht kaufen kann.

Horst Gloger vom Stuhrer Seniorenbeirat wäre sehr zufrieden, wenn 2011 die Infrastruktur in der Gemeinde noch weiter verbessert wird. Ansonsten wünscht er sich, dass die Belange der älteren Menschen in Stuhr weiterhin so gutes Gehör bei der Politik finden. Und was den Seniorenbeirat selbst angeht, hat Gloger auch noch ein Anliegen. Für das Gremium stehen nämlich am 17. März die nächsten Wahlen an. "Ich wünsche mir, dass diejenigen, die dabei sind, dabei bleiben. Und dass noch neue Leute dazukommen", sagt er. Über engagierte Bürger würde sich auch Helmut Frank, Vorsitzender des Vereins A Heart for Stuhr, und Organisator des Stuhrer Sommerfestivals, freuen. "Ich wünsche mir, dass die Bürger von Stuhr friedlich miteinander leben und respektvoll miteinander umgehen und, dass sie Menschen, denen es nicht so gut geht, gegenüber eine gewisse Unterstützungsbereitschaft entwickeln" sagt Frank. Gemeinnützige Aktivitäten innerhalb der Gemeinde sollten von den Bürgern akzeptiert und

beispielsweise durch Besuch des vierten Sommerfestivals Ende August unterstützt werden. Schließlich geht ein Teil der Einnahmen immer an einen guten Zweck in Stuhr.

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