Kultusministerium lehnt Idee vorert ab

Vorerst keine Vorweihnachts-Quarantäne an Niedersachsens Schulen

Schüler und Schülerinnen in Niedersachsen werden nicht an den beiden Tagen vor Weihnachten in Quarantäne geschickt. Das Kultusministerium hat die Idee geprüft, aber vorerst abgelehnt.
05.11.2020, 09:34
Lesedauer: 1 Min
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Niedersachsens Schülerinnen und Schüler müssen voraussichtlich auch an den beiden Tagen vor den Weihnachtsferien zum Unterricht in der Schule antreten. Das Kultusministerium teilte am Donnerstag mit, man habe die Idee einer Vorweihnachts-Quarantäne sehr wohlwollend geprüft, könne die Regelung "Stand heute" aber nicht umsetzen. Hintergrund sei, dass die Zeit zwischen einer Ansteckung mit dem Coronavirus und der Erkrankung nach derzeitigen Erkenntnissen bei 10 bis 14 Tagen liege. Die Vorweihnachts-Quarantäne würde nur fünf Tage ohne Präsenzunterricht vor Heiligabend umfassen.

Tonne: Quarantäne-Zeit reicht nicht aus

"Aus unserer Sicht hätten wir das gerne ermöglicht, aber vor dem Hintergrund dieser Informationen wäre eine Vorweihnachts-Quarantäne in der vorgeschlagenen Form nicht vertretbar gewesen, weil sie die Familien und Angehörigen nicht verlässlich schützen würde", sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Sollte sich zeigen, dass die Inkubationszeit doch kürzer sei, könne man sich eine Umsetzung aber auch kurzfristig noch vorstellen. Zuvor hatte der NDR bereits über die Einschätzung des Ministers berichtet. (dpa)

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