Waldbrand-Gefahr in der Region

„Grillen im Wald ist verboten“

Der Osterholzer Waldbrand-Beauftragte Heiko Ehing bittet Spaziergänger darum, Brandschutz-Regeln zu beachten. So ist es bis 31. Oktober im Wald unter anderem verboten, Feuer zu entzünden oder zu rauchen.
10.04.2020, 10:50
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Valek

Landkreis Osterholz. Der Kreis-Waldbrand-Beauftragte Heiko Ehing weist auf die Waldbrandgefahr im Landkreis Osterholz hin. „Es ist davon auszugehen, dass die Waldbrandgefahr weiter steigen wird und an den Ostertagen sehr viele Besucher bei dem schönen Frühlingswetter die Natur und somit den Wald aufsuchen“, so Ehing. In diesem Zusammenhang möchte er Erholungssuchende auf Verhaltensregeln in Waldgebieten hinweisen. So ist es bis zum 31. Oktober untersagt, in Wald, Moor und Heide sowie in daran angrenzenden Bereichen Feuer zu entzünden oder zu rauchen.

Ehing erinnert daran, Autos mit Katalysatoren nicht über trockenen Grasflächen abzustellen. Durch die Hitzeabstrahlung des Auspuffs könne der Untergrund Feuer fangen. Schon jetzt bestehe für Moore eine besondere Gefahrenlage, da die obere Torfschicht bereits ausgetrocknet sei. „Hier können auch zehn Millimeter Niederschlag keine Abhilfe schaffen – ein Oberflächenbrand würde sich hier schnell in den Untergrund brennen.“

Derartige Feuer seien kaum zu löschen, da der Brandherd im Untergrund wüte und irgendwo ans Tageslicht komme. Auf trockenem, moorigem Grund könne sich Glut weit nach unten arbeiten. Ein solcher Brand sei nur durch Wassermassen – am besten tagelangen Regen – zu bekämpfen.

Das trockene Wetter der kommenden Tage dürfte den fünfstufigen Gefahrenindex im Landkreis Osterholz auf Stufe vier ansteigen lassen. Die Sonnenstrahlung der vergangenen Tage habe die Bodenvegetation in den Wäldern im Kreis stark ausgetrocknet. „Ein Waldbestand benötigt pro Tag etwa drei Millimeter Niederschlag."

Zu bedenken sei außerdem, dass bei Regen nur wenig Niederschlag den Erdboden erreiche. “Vielfach verdunstet der Regen in der Vegetation und erreicht gar nicht das Erdreich, denn die Laubbäume nehmen den Regen mit den Blättern auf, und das Regenwasser verdunstet dann auf der Blattoberfläche.“ Vor allem die Nadelwald- und Heidegebiete im Landkreis Osterholz wie Schmidts Kiefern und die Waldgebiete nordwestlich von Wallhöfen seien stark gefährdet. Waldbrände entstünden zumeist zwischen 11 und 17 Uhr, weil Luftfeuchtigkeit und Feuchtigkeit dann niedrige Werte erreichten.

Der Kreis-Waldbrand-Beauftragte Heiko Ehing bittet darum, jeden noch so kleinen Wald- und Moorbrand unter der Notrufnummer 112 sofort zu melden. „Durch umsichtiges Verhalten in der Natur kann jeder dazu beitragen, dass Waldbrände und Moorbrände vermieden werden.“

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