Schwaneweder Schüler üben mit Bremerhavener Basketballern den Umgang mit dem Basketball / Besuch eines Bundesligaspiels folgt noch Waldschule: Schnuppertraining mit den "Eisbären"

Schwanewede. Was fällt Ihnen spontan zum Stichwort "Eisbären" ein? Denken Sie an das gefährliche Raubtier in der eisigen Wildnis oder doch eher an das weiße, kuschelige Plüschtier? Oder an Knut? Die Eisbärenwoche an der Waldschule Schwanewede hatte mit diesen Assoziationen jedenfalls rein gar nichts zu tun, denn sie stand ganz im Zeichen des Basketballs. Unter der Leitung einiger Jugendtrainer der Basketballprofis Eisbären Bremerhaven hatten die Schüler der Jahrgangsstufen fünf, sechs, sieben und acht die Gelegenheit, ein exklusives Schnuppertraining mitzuerleben.
07.03.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Cord Sauer

Schwanewede. Was fällt Ihnen spontan zum Stichwort "Eisbären" ein? Denken Sie an das gefährliche Raubtier in der eisigen Wildnis oder doch eher an das weiße, kuschelige Plüschtier? Oder an Knut? Die Eisbärenwoche an der Waldschule Schwanewede hatte mit diesen Assoziationen jedenfalls rein gar nichts zu tun, denn sie stand ganz im Zeichen des Basketballs. Unter der Leitung einiger Jugendtrainer der Basketballprofis Eisbären Bremerhaven hatten die Schüler der Jahrgangsstufen fünf, sechs, sieben und acht die Gelegenheit, ein exklusives Schnuppertraining mitzuerleben.

Rolf Jacob, Fachbereichsleiter und Sportlehrer an der Waldschule Schwanewede, hatte im Vorfeld alles organisiert. An allen fünf Wochentagen sollten die Schüler durch Mitglieder des Trainerstabes des Basketballbundesligisten trainiert werden. Am abschließenden Freitag besuchte Jugendtrainer Ronald "Ronny" Schönau die große Turnhalle. Bevor es losging, wurden zunächst einmal viele Basketbälle ausgeteilt. Sofort breitete sich eine imposante Geräuschkulisse aus - herbeigeführt durch das vielfach dumpfe Aufschlagen der Bälle auf dem Hallenboden. Ein schriller Pfiff aus der Trillerpfeife des Jugendtrainers unterbrach das freie Spiel.

Schnell vereinte sich eine große Schülertraube am Mittelkreis. "Das Ziel der ersten Übung ist es, den Ball immer trumpfen zu lassen und sich dabei zu bewegen", wies Schönau die Jugendlichen an. Die vielen Jungen und Mädchen verteilten sich ebenso rasch, wie sie zum Trainer gekommen waren und sogleich ertönte wieder das markante Geräusch der trumpfenden Basketbälle.

Liste für Talente

Während die Schüler mit der Aufwärmübung beschäftigt waren, erklärte Schönau: "Wir besuchen öfters Schulen in Norddeutschland. Wenn wir dabei Talente entdecken, kommen sie auf eine Liste und werden dann von uns eingeladen." Beim derzeitigen Tabellenplatz 11 in der Deutschen Basketballbundesliga (BBL) könnten die Eisbären vielleicht noch die eine oder andere Verstärkung gebrauchen.

Ein besonders begabtes Talent war nach der ersten Aufwärmphase in Schwanewede allerdings nicht in Sicht. Vielleicht waren die Schüler auch schon zu alt. Oft werden die verheißungsvollen Talente bereits in der Grundschule gesichtet, erläuterte Schönau: "Je höher das Alter, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich bereits eine bestimmte Sportart verfestigt hat."

Natürlich schaute auch der Initiator der Eisbärenwoche Rolf Jacobs dem Profi über die Schulter und hatte sichtlich Freude an der Begeisterung seiner Schützlinge: "Das ist eine besondere Sache für uns. Im Rahmen dieser Woche werden alle Schüler außerdem noch zu einem Bundesligaspiel der Eisbären Bremerhaven eingeladen." Bevor der Tagesausflug stattfindet, kommt obendrein noch ein Profi aus dem Spielerkader zu Besuch, um sich den Fragen der Schüler zu stellen.

Sportlehrer Martin Baschta machte deutlich, wie groß die Spannung der Schüler im Vorfeld der Aktionswoche war: "Die wissen schon ganz genau, wer da vor ihnen steht. Allein das Vereinsemblem auf Ronnys Trainingsjacke löste bei manchen die reinste Freude aus."

Die Trainingsjacke hatte Schönau längst abgelegt, als es endlich zum Spiel kam. Farbige Leibchen teilten die verschiedenen Mannschaften ein und fortan war es oberstes Ziel, den Basketball in die Maschen zu werfen. Dabei zeigte der engagierte Jugendtrainer eindrucksvoll, wie es geht. Unter tosendem Applaus warf er aus dem Handgelenk heraus drei Körbe in Folge, tadelte sich aber selbst: "Die waren alle schlecht geworfen. Perfekt sind sie, wenn der Ball das Korbgerüst nicht berührt, sondern nur durch das Netz fällt."

Als zum Ende der Sportstunde die Bälle wieder eingesammelt wurden, zeigte der Bremerhavener Jugendtrainer, dass er nicht nur ein offenes Ohr für Jedermann hatte, sondern ebenso gut zum Scherzen aufgelegt war: "Was waren die letzten Worte des Sportlehrers? Antwort: ,Alle Speere zu mir.' Also, her mit den Basketbällen."

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