Anwohner stundenlang ohne Wasser

Rohrbruch in der Sternwartestraße

Wegen eines Wasserrohrbruchs war die Sternwartestraße in Lilienthal am Mittwoch stundenlang gesperrt. Die Haushalte zwischen Klosterstraße und Konventshof waren ohne Leitungswasser.
07.10.2020, 16:09
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Irene Niehaus
Rohrbruch in der Sternwartestraße

In der Sternwartestraße in Lilienthal waren Mitarbeiter der Firma Stehnke und der Osterholzer Stadtwerke am Mittwochnachmittag damit beschäftigt, eine geborstene Trinkwasserleitung zu ersetzen.

Lutz Rode

Lilienthal. Wegen eines Wasserrohrbruchs war die Sternwartestraße in Lilienthal am Mittwoch stundenlang gesperrt. Die Haushalte zwischen Klosterstraße und Konventshof saßen zwischen 12.30 und 15.20 Uhr buchstäblich auf dem Trockenen. Die schmale Straße in Lilienthals Ortsmitte nutzen viele Schüler, die zur Schroeterschule wollen, sowie Anwohner und Rathausbesucher.

Bereits gegen 1 Uhr in der Nacht war an mehreren Stellen in der Sternwartestraße Wasser aus einem beschädigten Rohr ausgetreten. Eine Anwohnerin hatte das gesehen und sich bei den Stadtwerken gemeldet. Als der Monteur Karsten Lentfer eintraf, sprudelte das Trinkwasser aus dem Gehweg und drückte Pflastersteine hoch. „Sie bildeten an einigen Stellen eine dachartige Konstruktion“, beschreibt es Jürgen Möller. Der Versorger sperrte daraufhin die Wasserzufuhr, die Anwohner waren stundenlang ohne Wasser.

Eine Baufirma rückte in der Nacht an und legte den Bereich in etwa 1,30 Meter Tiefe frei, die Arbeiter hoben auf einer Länge von etwa sechs Meter eine Baugrube im Gehwegbereich aus. „Die 100 Millimeter dicke Wasserleitung hatte einen Haarriss auf einer Länge von rund vier Metern“, berichtet Möller. Um den Schaden so schnell wie möglich zu beheben, sei auch Thomas Knüppel, Einsatzleiter der Osterholzer Stadtwerke, in der Nacht mit Material in die Ortsmitte von Lilienthal gefahren. Nachdem die Fachleute das Teilstück ersetzt hatten, floss bei den Anwohnern ab 7.22 Uhr wieder Wasser. „Einige Bürger schauten interessiert bei der Baustelle vorbei und zeigten sich verständnisvoll“, berichtet Möller.

Doch lange währte die Freude der Anwohner und des Einsatzleiters nicht. Es folgte der nächste Rohrbruch. Als die Bauarbeiter noch vor Ort waren, trat erneut Wasser in der Sternwartestraße aus. Wieder musste die Trinkwasserversorgung gestoppt werden. Wieder musste das Erdreich freigelegt werden. „Das ist sehr aufwendig, weil man wegen der Strom- und Gasleitungen vorsichtig graben muss“, weiß Stadtwerke-Sprecher Jürgen Möller. Seine Kollegen waren drei Stunden lang dabei, den Schaden zu beheben. Sie erneuerten am Nachmittag weitere zwei Meter Leitung. Wie viel Wasser ausgetreten ist, steht ebenfalls noch nicht fest.

Nahezu um die Ecke, am Konventshof, hatten die Osterholzer Stadtwerke das Trinkwasserleitungsnetz nach mehreren Wasserrohrbrüchen vor zwei Jahren bereits umfassend saniert. Jürgen Möller führt die Ursache für die Leitungsbrüche auf mehrere Gründe zurück. Zum einen seien die Rohre bereits 50 bis 60 Jahre alt und das Material zeige entsprechende Spuren, obwohl die Rohre sicher noch länger hielten. Zum anderen belasteten die Trockenperioden die Leitungen im Untergrund. Kleinste Erschütterungen, etwa durch den Autoverkehr, würden ungedämpft auf die Leitungen übertragen.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+