Neuer Ortsbeauftragter Wechsel an der Spitze der Verdener Johanniter

Verden. Die Johanniter-Unfall-Hilfe in Verden hat einen neuen Ortsbeauftragten: Felix von Guionneau ist im Rahmen einer Feierstunde im Dom am Sonnabend in sein neues Amt eingeführt worden. Er löste Carl-Christian Hesse ab, der sich nach neun Jahren in den Ruhestand verabschiedete.
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Von Inka Sommerfeld

Verden. Die Johanniter-Unfall-Hilfe in Verden hat einen neuen Ortsbeauftragten: Felix von Guionneau ist im Rahmen einer Feierstunde im Dom am Sonnabend in sein neues Amt eingeführt worden. Er löste Carl-Christian Hesse ab, der sich nach neun Jahren in den Ruhestand verabschiedete. Das Amt der Ortsverbandspastorin wurde mit Anja Niehoff erstmals besetzt. Zur Amtseinführung der beiden 'Neuen' kamen Mitglieder des Ortsverbands Verden, einige Vertreter des Regionalverbands Bremen und der Dachorganisation der Johanniter, Vertreter Verdener Verbände und Familienangehörige. Den Gottesdienst hatten Landesverbandspastor Karsten Kümmel und Niehoff gemeinsam gestaltet.

Niehoff ist seit zwei Jahren als Pastorin der St. Petri-Kirchengemeinde in Kirchlinteln tätig. 'Wir wollten sie gern bei uns haben', sagte Dienststellenleiterin Jutta Martens, die ebenfalls in Kirchlinteln wohnt. Die Pastorin ist Ansprechpartnerin für Helfer, bei Problemen und im seelsorgerischen Bereich. 'Jeder Ortsverband hat einen Pastor als Ansprechpartner', sagte Martens. Das sollte auch in Verden so sein. Niehoff freut sich schon darauf, den Gottesdienst am Johannistag, 23. Juni, gemeinsam mit dem Verdener Ortsverband zu feiern.

Nach ihrem Theologiestudium hatte Anja Niehoff ihr zweieinhalbjähriges Vikariat in Hannover absolviert. Ein anschließender Auslandsaufenthalt führte sie nach Südafrika, ein Jahr lang war sie dort in der evangelischen Gemeinde tätig. Ein Schlüsseljahr: 'Ich knüpfte enge Kontakte mit den Johannitern', sagte die 38-Jährige. Sie betreute eine kleine Gemeinde, hielt dort die Gottesdienste ab. 'Während der Zeit habe ich mich intensiv mit dem Orden beschäftigt', sagte sie. Wieder zurück in Deutschland, war sie drei Jahre lang in Buxtehude tätig.

'Die Arbeit bei den Johannitern hat mir sehr viel Freude gemacht', resümierte Carl-Christian Hesse. Doch jetzt sei es an der Zeit, die Verantwortung in jüngere Hände zu geben, so der 68-Jährige. Ihm lag die Harmonie innerhalb des Ortsverbandes am Herzen. Besonders berührt habe es ihn, als die Johanniter-Unfall-Hilfe für den Rettungsdienst zuständig war.

Das war im Sommer vorigen Jahres, als das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bundesweit mehrere Wochen lang für mehr Lohn streikte. 'Der Rettungsdienst war nicht gewährleistet, und da sind wir eingesprungen. Die Situation ging mir sehr nahe', erinnerte sich Hesse.

Felix von Guionneau ist voller Tatendrang und freut sich auf sein Ehrenamt. Im September ist er als Ehrenritter in den Johanniterorden aufgenommen worden - Voraussetzung dafür, um an der Spitze des Ortsverbands zu stehen. Gemeinsam mit Martens führt er den Verband, zu seinen Aufgaben gehören unter anderem, Sanitätsdienste mit Behörden und Verbänden abzusprechen, den Verband zu repräsentieren und ein offenes Ohr für die Sorgen der Helfer zu haben.

Der 40-Jährige ist den Johannitern schon lange verbunden: Sechs Jahre lang betreute er die Sommerlager für Behinderte, die der Orden veranstaltet hatte. Vor vier Jahren fand der Maschinenbaumeister eine Stelle in Verden, seitdem wohnt er in Holtum-Geest. Die Nähe zu Verden war es auch, die ihn an die Spitze des Ortsverbands brachte: Martens hatte auch ihn 'entdeckt' und nach Verden geholt.

Der neue Verbandschef hat einiges vor: Er plant, die ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen, die Verpflichtung der Stadt gegenüber auszuweiten und weitere Mitglieder zu gewinnen. Momentan gehören dem Ortsverband etwa 20 Mitglieder an. 'Doch erst einmal möchte ich mich einarbeiten', sagte er.

Zur Feier des Tages hatte die Johanniter-Unfall-Hilfe zu einem Tag der offenen Tür in ihre Dienststelle am Wischhofsweg in Dauelsen eingeladen. Die Besucher informierten sich über die Arbeit der Johanniter und den Hausnotruf, sahen sich Rettungswagen an und ließen Blutdruck und Blutzucker messen. Höhepunkt war die realistische Unfalldarstellung, eine gemeinsame Aktion mit der Feuerwehr: Die Helfer zeigten anschaulich, wie sie Menschen retten.

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