Zwei 100-jährige Bestehen in Achim

Die Jubiläumssausen müssen warten

Sowohl der Schützenverein Uphusen als auch die Ortsfeuerwehr Embsen wollten in diesem Jahr eigentlich groß ihr 100-jähriges Bestehen feiern. Doch dann kam die Corona-Pandemie dazwischen.
10.04.2020, 15:46
Lesedauer: 3 Min
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Die Jubiläumssausen müssen warten
Von Elina Hoepken
Die Jubiläumssausen müssen warten

Wann die Jubiläumsfeier der Feuerwehr Embsen nachgeholt wird, steht derzeit noch nicht fest.

Björn Hake

Das Jahr 2020 sollte für den Schützenverein Uphusen eigentlich ein ganz besonderes werden. Und sicherlich ist es aktuell durchaus ein sehr spezielles Jahr, allerdings mitnichten so, wie sich alle Beteiligten das vor einiger Zeit noch vorgestellt hatte. Denn eigentlich sollte in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen des Vereins gefeiert werden. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im Februar – also noch vor dem Ausbruch der Corona-Krise in Deutschland und den strengen Kontaktbeschränkungen – wurde extra ein gemeinsames Gruppenfoto geschossen, das in einer eigens zusammengestellten Jubiläumszeitschrift veröffentlicht werden sollte. Anfang Juni sollte dann eine vereinsinterne Jubiläumsfeier mit einem gemeinsamen Essen und zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen stattfinden, gefolgt vom Jubelfest mit zahlreichen Gästen – großes Festzelt, Festball und ein Umzug durch Uphusen inklusive.

Doch all das ist nun Geschichte. Zumindest vorerst. Denn der Verein hat sich dazu entschieden, die Jubiläumsfeierlichkeiten abzusagen. „Es war klar, dass die Notbremse irgendwann gezogen werden musste“, sagt Wolfgang Friedrich, Pressewart des Schützenvereins Uphusen. „Schließlich können wir es nicht verantworten, dass Leute bei unserer Feier zu Schaden kommen.“ Leicht ist den Vereinsmitgliedern die Entscheidung sicherlich nicht gefallen. „Aber sie musste gefällt werden“, sagt Friedrich. „Bei so einem Fest sitzen die Menschen eng beieinander.“ Das könne man in der aktuellen Situation nicht verantworten. Daher sei die Entscheidung für eine Absage letztlich auch einstimmig gefallen.

Finale Planungen liefen schon

Und mit einer solch schweren Entscheidung steht der Schützenverein Uphusen in diesen Tagen auch nicht alleine da. Denn nicht nur die Schützen, auch die Kameraden der Ortsfeuerwehr Embsen wollten in diesem Jahr groß das 100-jährige Bestehen ihrer Wehr feiern. Doch auch hier kam Corona dazwischen. Als erstes musste das traditionelle Osterfeuer abgesagt werden, was so etwas wie der Startschuss für die Feierlichkeiten sein sollte. „Hier waren die Planungen eigentlich schon abgeschlossen“, berichtet Ortsbrandmeister Daniel von Salzen. Ein Feuerwerk und die geplanten Kinderattraktionen konnten ebenso nicht stattfinden.

Zum großen Jubiläum im August steckten die Kameraden vor Corona eigentlich noch in den finalen Planungen. „Das Jubiläumswochenende sollte mit unserer Jubiläumsfeier starten und am Sonntag mit dem Kreisfeuerwehrtag abschließen“, sagt von Salzen. Es sollte ein Rahmenprogramm geben und insbesondere die Leistungen der älteren Generationen der Embsener Feuerwehr sollten dargestellt werden. „100 Jahre Feuerwehr Embsen, das kommt nicht wieder“, sagt der Ortsbrandmeister. Daher habe man sich mit der Absage doch sehr schwergetan. Aber aufgeschoben sei schließlich nicht aufgehoben. „Nur wann und wie, das lassen wir erstmal offen.“ Fest steht: Im Jahr 2020 werde es definitiv keine Feier mehr geben. „Ob die Konstellation mit dem Jubiläum und Kreisfeuerwehrtag wieder zustande kommt, werden zukünftige Gespräche ergeben“, sagt Daniel von Salzen.

Schützen feiern nun 2021

Die Schützen in Uphusen haben sich indes bereits entschieden, dass ihr Jubiläum 2021 nachgeholt werden soll. „Auch wir hatten natürlich schon alles bestellt und geplant“, wie Wolfgang Friedrich erzählt. „Das Zelt, die Musik – wir haben schon seit Monaten an den Vorbereitungen gesessen.“ Dadurch, dass nun alles relativ kurzfristig abgesagt werden musste, rechnet Friedrich auch mit einem finanziellen Schaden für den Verein. „Wie groß dieser sein wird, lässt sich jetzt allerdings noch nicht beziffern“, sagt er.

Unabhängig davon soll aber natürlich die ganze Mühe der vergangenen Monate nicht ganz umsonst gewesen sein. „Geplant ist, dass wir die Feier einfach eins zu eins ins kommende Jahr verlegen.“ Ob das aber tatsächlich auch so funktioniere, werde sich erst später zeigen. „Wir wissen natürlich jetzt noch nicht, welche anderen Feiern oder Termine dazwischenkommen und ob wir das Rahmenprogramm wieder in der Form realisieren können.“ Aber versuchen wolle man es allemal.

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