900 Zuhörer bei Konzert des Domgymnasiums / Schüler treten am morgigen Sonntag in Thedinghausen auf

Weihnachtsmusik erfüllt den Verdener Dom

Das Weihnachtskonzert des Domgymnasiums gehört seit Jahren zur Adventszeit in Verden. Rund 400 musizierende Schüler lockten zahlreiche Zuhörer in den Dom. Streicher, Bläser, Flötisten und Sänger überzeugten die Gäste mit ihren Darbietungen.
14.12.2013, 00:00
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Weihnachtsmusik erfüllt den Verdener Dom
Von Michael Kerzel

Das Weihnachtskonzert des Domgymnasiums gehört seit Jahren zur Adventszeit in Verden. Rund 400 musizierende Schüler lockten zahlreiche Zuhörer in den Dom. Streicher, Bläser, Flötisten und Sänger überzeugten die Gäste mit ihren Darbietungen.

Etwas nervös und hibbelig saßen viele der jüngeren Schüler des Domgymnasiums in den Bänken der Seitenschiffe des Doms und warteten auf ihren Auftritt. Vor ihnen füllten rund 900 Zuhörer die Kirchenbänke und zusätzlich aufgestellte Stühle. Sie warteteten auf die Streicher und Bläser, auf das Orchester und die Chöre. Als das Weihnachtskonzert am Donnerstagabend um genau 19.02 Uhr begann, war die Nervosität der Protagonisten verflogen – zumindest merkte man sie den jüngeren und älteren Schülern nicht mehr an.

Zu Beginn des Konzerts spielten die Jazz Dogs den Evergreen „White Christmas“ und vertrieben damit das Murmeln der Zuschauer, die nun zur Ruhe kamen und den Klängen lauschten. Sehr abwechslungsreich schloss die Blockflötenklasse – nachdem Schulleiter Detlev Lehmann einige Worte zur Begrüßung gesprochen hatte – an die Jazz Dogs an. Auf der seitlichen Empore stehend, spielten die Sechstklässler zunächst ein Intrada zu fünf Stimmen von Johann Groh, bevor sie ein Stück von Johann Sebastian Bach („Wir Christenleut habn jetzund Freud“) anstimmten.

Junger Chor überzeugt

Das Publikum belohnte die Darbietungen der jeweiligen Gruppen mit ausdauerndem Applaus. In dieser Zeit bereiteten sich die nächsten Schüler auf ihren Auftritt vor. Und bereits früh an diesem Abend erlebten die Zuhörer einen Höhepunkt des Weihnachtskonzerts. Der Junge Chor traf alle Töne, trat sehr sicher und souverän auf. Sowohl die Solisten Neeltje Hamacher und Benjamin Hohls bei Pal Esterhazys „Dulcis Jesu – Dormi Jesu dulcissime“ als auch Elena Artisi bei Hans Sandigs „Sind die Lichter angezündet“ überzeugten vollends. Artisi trat auch bei späteren Gruppen gesanglich in den Vordergrund.

Auf die fröhliche Darbietung des Jungen Chores folgte das Blasorchester, das eher schwermütige Stücke wie André Waigneins „Maria durch den Dornwald ging“ präsentierte. Die Streicherklasse setzte mit „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ fort. Das abwechslungsreiche zweistündige Programm hielt die Stimmung durchweg auf hohem Niveau.

Weihnachtliche Stimmung kam auch bei der Bläserklasse 6 mit „Let it Snow“ von Sammy Cahn auf. Etwas dominanter wurde es, als das Orchester zu spielen begann: Das Concerto grosso g-Moll (Weihnachtskonzert) von Arcangelo Corelli boten die Musiker dynamisch dar. Einen speziellen Charme versprühte das Blockflötenensemble mit dem Stück „Jingle Bells“.

Nach den Flötisten übernahm der Kammerchor. Begleitet auf dem Klavier sangen die Kinder und Jugendlichen die „Lamentations of Jeremiah“ von Z. Randall Stroope. Der Wechselgesang des Chores entwickelte eine starke Wirkung und zog das Publikum in seinen Bann.

Von der hinteren Empore des Doms strömten die Töne des Sinfonia Piccola – der zweite Höhepunkt des Konzerts. Das Streicherorchester spielte nahezu makellos. Das Christmas Portrait von John Cacavas – bestehend aus fünf Liedern wie „Joy to the World“ und „Stille Nacht, heilige Nacht“ – sorgte für fröhliche Kurzweil.

Die tongewaltige Big Band mit „Christmas Day“ von Gustav Holst und der Große Chor, der ein Stück seines Leiters Dietrich Steincke („Amen“ für fünfstimmigen Frauenchor) aufführte, sowie der Chor mit Orchester, der Mozarts Gloria aus der Krönungsmesse präsentierte, bildeten die letzten Einzelauftritte des Abends. Dabei überzeugten sie, indem sie den ganzen Dom mit Musik füllten. Der Klang ließ das Gebäude scheinbar vibrieren. Jedes Ensemble spielte an diesem Konzertabend seinen Part, bevor alle Gruppen und Solisten zum Abschluss gemeinsam musizierten und die Zuhörer, die gemeinsam die fünfte Strophe von „Macht hoch die Tür“ sangen, in die Nacht entließen.

Am Sonntag beginnt dann das letzte Konzert des DoG in diesem Jahr um 19 Uhr in der Kirche Maria Magdalena in Thedinghausen.

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