Stadt Wildeshausen soll während der Kurbad-Schließung die Mehrkosten der betroffenen Vereine übernehmen Weite Wege zum Training

Wildeshausen. Durch die Schließung des Kurbads sitzen derzeit auch der Schwimmverein Wildeshausen und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf dem Trockenen. Um weiterhin trainieren zu können, mussten sich die beiden Vereine Ersatzbäder suchen. Das ist auch gelungen. Allerdings ist das natürlich mit Mehrkosten für Anreise und Eintritt in die Schwimmhallen verbunden.
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Weite Wege zum Training
Von Florian Cordes

Wildeshausen. Durch die Schließung des Kurbads sitzen derzeit auch der Schwimmverein Wildeshausen und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf dem Trockenen. Um weiterhin trainieren zu können, mussten sich die beiden Vereine Ersatzbäder suchen. Das ist auch gelungen. Allerdings ist das natürlich mit Mehrkosten für Anreise und Eintritt in die Schwimmhallen verbunden.

Der SV Wildeshausen und die DLRG können aber auf die Unterstützung der Stadt hoffen. Denn der Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales stimmte auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür, dass diese Mehrkosten zur Sicherstellung des Trainingsbetriebs von der Stadt übernommen werden sollen. Die Debatte wurde unter anderem durch entsprechende Anträge der SPD und FDP angeschoben. Aber auch die beiden Vereine selbst haben sich wegen des Themas bei der Stadtverwaltung gemeldet.

Die Ausschussmitglieder waren sich größtenteils einig, dass die Vereine während der Schließung des Kurbads unterstützt werden müssen. 'Die Vereine dürfen auf keinen Fall die Leidtragenden sein', sagte beispielsweise Heinrich Spille (UWG). Genauso sah es der Sozialdemokrat Woldemar Schilberg. 'Wir dürfen die Vereine nicht alleine lassen. Deshalb müssen die Kosten übernommen werden', forderte er.

Kostenfrage noch nicht geklärt

Wie hoch diese ausfallen würden, kann derzeit aber noch niemand sagen. Und zwar aus dem Grund, dass überhaupt nicht feststeht, wie lange das Kurbad noch geschlossen bleibt. 'Die Schließungsdauer ist nicht absehbar. Es ist aber unser aller Wunsch, dass das Bad überhaupt wieder öffnet', sagte Bürgermeister Kian Shahidi.

Laut Shahidis Stellvertreter, Jens Kuraschinski, haben die beiden Vereine bereits mögliche Ausweichbäder gefunden. 'Der Schwimmverein könnte nach Garrel, Harpstedt, Ahlhorn oder Vechta ausweichen. Vor allem die Fahrtkosten würden dabei ins Kontor schlagen', sagte Kuraschinski. Wie hoch diese sein könnten, rechnete er grob vor. 'Wenn der Schwimmverein sonnabends mit acht Autos nach Garrel fährt, würden Kosten von ungefähr 173 Euro entstehen', berichtete der stellvertretende Bürgermeister. Zu dieser Summe gehören auch die Eintrittsgelder.

Diese würden jedoch wegfallen, wenn der Schwimmverein Vechta als Trainingsort wählt. Denn dort würde dem Verein das Bad kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die DLRG hat sich dagegen das Schlossbad in Bremen-Sebaldsbrück als alternativen Trainingsort ausgesucht. Hier würden pro Übungseinheit Kosten in Höhe von rund 450 Euro anfallen.

Christoph Wach (Die Grünen) stimmte zwar dem Beschlussvorschlag zu, dennoch bereitete ihm die Angelegenheit Sorgen. 'Eigentlich können wir dem Ganzen nicht zustimmen, da wir gar nicht wissen, welche Kosten auf uns zukommen', sagte er. 'Wir sollten nicht gegen die Vereine arbeiten, aber die Abstimmung vielleicht verschieben, bis die finanziellen Auswirkungen bekannt sind.' Eine Verschiebung lehnten die anderen Politiker aber ab. Allerdings soll die Verwaltung bis zur nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses die genaue Höhe der entstehenden Kosten benennen.

Während der Debatte kam auch das Thema auf den Tisch, dass die Schulen ebenfalls von der Schließung des Kurbads betroffen sind. Karin von Elbwart (CDU) ist als Schwimmlehrerin selbst Leidtragende. 'Wir sind zwar auch um eine Lösung bemüht. Aber die Fahrerei wird sich für uns nicht lohnen', meinte sie.

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