Bremer Schauspieler auf dem Rathausvorplatz / Dialoge von Bildern Wenn Bilder sprechen

Verden. "Es gibt keinen Gott", posaunte das Bildnis des Barère de Vieuzac von Jean-Louis Laneuvielle gestern über den Rathausvorplatz, was den Apostel Paulus des niederländischen Malers Jan Lievens in pure Aufregung versetzte. Paulus: "Was Sie sich da zusammenreimen, das sind die Worte Satans."
20.08.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Stephan Holste

Verden. "Es gibt keinen Gott", posaunte das Bildnis des Barère de Vieuzac von Jean-Louis Laneuvielle gestern über den Rathausvorplatz, was den Apostel Paulus des niederländischen Malers Jan Lievens in pure Aufregung versetzte. Paulus: "Was Sie sich da zusammenreimen, das sind die Worte Satans."

Wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte heißt es ja allgemein im Volksmund. Ob dieses Sprichwort auch Anwendung findet, wenn sich zwei Bilder streiten, darauf haben nun vielleicht einige Verdener eine Antwort. Denn der freudige Dritte - das könnte in diesem Fall des Dialogs das anwesende Publikum gewesen sein.

Vor der Kulisse des Rathauses wurde ein Theaterspiel inziniert. Die Zuschauer konnten bei den einzelnen Szenen von Schauspielern der Bremer Shakespeare Company einen Zeitsprung durch sechs Jahrhunderte der europäischen Kunstgeschichte verfolgen. Hintergrund ist die Wiedereröffnung der Kunsthalle Bremen an diesem Wochenende.

Mit der Inszenierung werden wichtige Kunstwerke aus der Sammlung der Kunsthalle näher beleuchtet. In drei Dialogszenen trafen die porträtierten Charatere aufeinander - und freuten sich auf ihr neues "Zuhause", die alte und neue Kunsthalle, in die sie jetzt zurückkehren dürfen.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren waren sie als noble Gäste unter anderem in Aachen, Hamburg, München und Münster zu sehen. Antonia Dase, eine 15-jährige Zuschauerin, die in Nottingham lebt, fand das Schaupiel gelungen: "Sowas habe ich vorher noch nicht gesehen - ziemlich lustig." Ihr Großvater hatte ebenfalls nur positive Worte übrig: "Das ist ganz erheiternd".

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