Polizeieinsatz in Wilhelmshaven

Als Scherz gemeintes Fesselspiel hat ernste Folgen

Eine 22-Jährige sitzt schreiend auf dem Beifahrersitz eines Firmenwagens. Ein Mann umwickelte ihr beide Hände mit Klebeband. Doch als die Polizei eintrifft, ist es nicht das, wonach es aussieht.
30.06.2020, 14:16
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa/lni
Als Scherz gemeintes Fesselspiel hat ernste Folgen

Ein als Scherz gedachtes Fesselspiel hat in Wilhelmshaven einen Polizeieinsatz ausgelöst und für die Beteiligten nun ernste Folgen (Symbolbild).

DPA

Ein als Scherz gemeintes Fesselspiel in Wilhelmshaven hat für einen 26-jährigen Mann und eine 22-jährige Frau ernste Folgen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, drohen den beiden hohe Kosten für einen Polizeieinsatz und Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat.

Das Duo war am Vortag von einer Zeugin beobachtet worden, als die 22-Jährige schreiend auf dem Beifahrersitz eines Firmenwagens saß. Der 26-Jährige umwickelte ihr beide Hände mit Klebeband. Die Zeugin alarmierte die Polizei, die eine Fahndung unter anderem mit einem Hubschrauber einleitete. Über die Firmenaufschrift auf dem Wagen konnte der Geschäftsführer des Betriebs erreicht werden. Dieser kam schließlich mit drei Mitarbeitern zur Polizei.

Darunter waren der vermeintliche Täter und das vermeintliche Opfer. Sie gaben an, es habe sich um einen Scherz gehandelt, der von einem dritten Mitarbeiter fotografiert worden war. Auf den Fotos war die Fesselung zu sehen. „Wer das Vorliegen einer Straftat vortäuscht und damit die Ermittlungsbehörden ohne Not tätig werden lässt, macht sich strafbar“, sagte die Sprecherin der Polizei Wilhelmshaven/Friesland. „Hier kann die Justiz über eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren beziehungsweise über eine Geldstrafe als Sanktion entscheiden.“

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