Lemwerder Windpark-Tender "Natalia Bekker" eingeweiht

Lemwerder. Großes Spektakel für ein kleines Schiff, das es allerdings in sich hat. Denn an Bord der bei Abeking & Rasmussen gebauten 'Natalia Bekker' gibt es modernste Technologie, so weit das Auge reicht.
09.04.2010, 17:01
Lesedauer: 2 Min
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Von Christina Denker

Lemwerder. Als gestern ausgerechnet am helllichten Tag die Raketen lautstark in den Himmel über Lemwerder schossen, war die feierliche Zeremonie gerade vorüber. Die Lemwerderaner Feuerwehrleute, die das Gelände sicherten, konnte wieder einpacken. Großes Spektakel für ein kleines Schiff, das es allerdings in sich hat. Denn an Bord der bei Abeking & Rasmussen gebauten 'Natalia Bekker' gibt es modernste Technologie, so weit das Auge reicht.

Der Windpark-Tender ist der ganze Stolz der Bard-Engineering GmbH aus Emden. Das 25 Meter lange und acht Meter breite Schiff wird direkt im Emdener Offshore-Windpark des Unternehmens eingesetzt und dient unter anderem dazu, Personal zu den Offshore-Anlagen überzusetzen. Die spezielle Bauart des Schiffs gewährleistet einen sicheren Transfer der Besatzung und Passagiere auch bei dreieinhalb Meter hohen Wellen. Selbst starker Wellengang hindert die 'Natalia Bekker' nicht daran, wie ein Brett auf dem Wasser zu liegen. Das macht unter anderem ein spezieller Fender am Bug möglich.

Gäste aus Politik und Wirtschaft

Entsprechend groß war das Hallo gestern bei der Schiffstaufe auf dem Werftgelände, Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie ebensolche von Versicherungen und Geldinstituten gaben sich ein Stelldichein. Nach und nach wurden Parkplätze knapp, der parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) vom Bundesministerium ließ sich gar über das Werksgelände bis zum Ort des Geschehens chauffieren. Leise Barmusik säuselte aus den Boxen, als sich die Gäste nach und nach an den weiß-leinen-betuchten Stehtischen einfanden. Im Zelt dann Häppchen vom Feinsten: Shrimps mit Ananas, gefüllte Weinblätter, Lachs und Roastbeef-Varianten, Schinken auf frischer Feige: Farbenfrohe Delikatessen, allesamt vereint unter einer MiniaturAusgabe der 'Natalia Bekker', ganz in Glas. Bis zur feierliche 'Champagnerdusche' durch die Schwester der verstorbenen Namensgeberin des Schiffs, Erna Bekker, war noch Zeit genug, den schmucken Windpark-Tender genau unter die Lupe zu nehmen. 25 Monate lang

waren die Mitarbeiter der Werft mit dem Bau der 'Natalia Bekker' beschäftigt. Die Bard-Gruppe hatte das Spezialschiff für die Wartung und Versorgung ihrer Offshore-Windparks vor zwei Jahren beim Lemwerderaner Schiffs-bauer in Auftrag gegeben. In seiner Rede erinnerte der Geschäftsführer der Bard-Gruppe, Heiko Ross, noch einmal an die Anfänge des Projektes Windpark, der nun Realität wird. 'Das erste Fundament steht schon', sagte er unter Applaus. Ross vergaß auch nicht, die Schiffsbauer zu würdigen. Ein Lob, das die Werft-Arbeiter indes nicht hören konnten. Sie waren beim Festakt nicht dabei.

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