Ab 28. April für Publikum geöffnet Wolfcenter: Die ersten Tiere ziehen ein

Dörverden. Deutschlandweit einmalig ist die neue Attraktion in Dörverden-Barme: Am 28. April wird hier das Wolfcenter offiziell eröffnet. Die ersten vier Wölfe haben bereits am Dienstag ihr neues Revier betreten, im Mai sollen noch Welpen dazu kommen.
22.04.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Fabian Lenk

Dörverden. Pjotr hebt die Nase, wittert. Neugierig starrt er auf die Menschen am Zaun. Abrupt dreht sich der Wolf um und läuft zu seinen Brüdern Oblomow und Gontscharow sowie der Fähe Antoschka. Dann streift das Quartett durch sein neues Revier - das Wolfcenter in Dörverden-Barme, das einzige seiner Art in ganz Deutschland. Dienstag haben die vier Stars des Centers ihre Bühne betreten. Fürs Publikum hebt sich am 28. April erstmals der Vorhang, denn dann wird das Center offiziell eröffnet.

Christine Fass, die mit ihrem Mann Frank das Center leitet, strahlt: 'Wir sind angenehm überrascht, wie schnell die Tiere ihr neues Zuhause angenommen haben. Das ist ein tolles Gefühl.' Frank Fass ergänzt: 'Die Wölfe kamen aus dem Institut für Haustierkunde der Christian-Albrechts-Universität Kiel und wurden für den Transport immobilisiert. Jeder hatte eine eigene Transportkiste. Die haben wir ins Gehege gestellt und die Türen der Kisten geöffnet. Das war schon ein großer Moment, als die Wölfe nach und nach erwachten und die neue Umgebung Stück für Stück in Beschlag nahmen.'

Dreieinhalb Meter hoher Zaun

Die neue Umgebung - die kann sich sehen lassen. Standen dem tierischen Quartett in Kiel lediglich 390 Quadratmeter zur Verfügung, so sind es in Dörverden gleich 10.000 Quadratmeter. Das leicht hügelige, mit einem dreieinhalb Meter hohen Zaun gesicherte Gelände bietet neben viel Wald einen kleinen See und Höhlen als Rückzugsmöglichkeit.

Die Besucher können von einem Aussichtsturm ins Gehege hineinschauen und die Europäischen Grauwölfe (Canis lupus lupus) beobachten. In einem zweiten Gehege sollen vier Welpen aufgezogen werden. Die Kleinen kommen in Kürze, versprechen Christine und Frank Fass.

Die Welpen werden während ihrer ersten beiden Lebenswochen mit der Milchflasche gefüttert - dies geschieht unter tierärztlicher Aufsicht. Geplant ist anschließend eine allmähliche Gewöhnung an den Menschen durch Körperkontakt und Spiel.

Bei der Fütterung der ausgewachsenen Wölfe - sie sind zwischen sieben und neun Jahren alt - können die Besucher zuschauen. Außerdem wurden Kleintierstreichelzoo, Naturspielplatz und ein Indianerdorf mit großen Tipis errichtet, in denen Familien auch übernachten können - gleich neben den Wolfsgehegen. Im Programm sind auch Foto-Workshops und der 'Abend unter Wölfen'. Dabei können die Teilnehmer eine abendliche Fütterung beobachten. Anschließend wird gegrillt und im Tipi-Dorf rund ums Lagerfeuer bis Mitternacht zusammengesessen.

Im ehemaligen Restaurant Forstenhof soll es ab Mitte Juni eine große interaktive Dauerausstellung geben, die vom Universum Bremen konzipiert wurde. Zielgruppen sind Schulklassen, Kindergärten, Familien, Hundehalter, Jäger und Reisegruppen. Geöffnet ist das Wolfcenter ab dem kommenden Mittwoch, 28. April täglich zwischen 10 und 19 Uhr (außer montags und dienstags). Der Eintritt kostet 7 Euro pro Person (Kinder: 5,50 Euro)

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