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Zum 800. jährigen Jubiläum vielfältiges Programm
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Festwochenende am 21. und 22. Juli 2018 in Worpswede

Lars Fischer 19.07.2018 0 Kommentare

Slotschün, 1938 abgerissen.
Slotschün, 1938 abgerissen. (Archiv Worpsweder Verlag)

Das ganze Jahr über feiert Worpswede schon seinen runden Geburtstag mit vielen Veranstaltungen. Im Sommer erinnert der Heimatverein Worpswede gemeinsam mit der Gemeinde an den Tag der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1218. Das Festwochenende findet rund um das Rathaus statt. Zwischen 11 und 18 Uhr werden Vergangenheit und Gegenwart lebendig in Szene gesetzt.

Auszüge aus dem Programm:

Eröffnung am Sonnabend, 21. Juli, 13 Uhr, Rathaus

mit Bürgermeister Stefan Schwenke, Ortsvorsteher Willi Seidel und dem Vorsitzenden des Heimatvereins Worpswede Hans-Hermann
Hubert.

„Ich, Gerhard, Erzbischof der heiligen Kirche von Bremen“

Szenische Darstellung: Urkunde „Mit Brief und Siegel“. Zweimal täglich an beiden Festtagen, um 13 und 16 Uhr, wird mit einer szenischen Darstellung die Urkunde gefeiert, mit der Worpswedes Zeitrechnung vor 800 Jahren begann. „Mit Brief und Siegel“ ist das Motto der gesamten Feier.

Übergabe Lesebuch

Nach der offiziellen Begrüßung und Urkundenübergabe wird am Eröffnungstag um 14 Uhr das Worpswede-Lesebuch „800 Jahre Worpswede. Menschen, Bilder und Geschichten“ vom Heimatverein Worpswede übergeben und der Öffentlichkeit zum ersten Mal präsentiert.

Vorstellung Lesebuch

Kostproben der Textbeiträge finden im Lesezelt auf dem Festgelände im weiteren Verlauf des Tages statt. Als Vorleser haben sich neben den beteiligten Lesebuchautoren auch prominente Gäste wie die Autorin Elke Loewe für Sonntag angekündigt.

Hof Monsees auf einer historischen Postkarte.
Hof Monsees auf einer historischen Postkarte. (Archiv Worpsweder Verlag)

Talk-Runde mit Dirk Böhling in der Taverne

Der Schauspieler und Moderator Dirk Böhling spricht mit Bürgermeister Stefan Schwenke und historischen Gästen: Paula Modersohn-Becker, Moorkommissar Jürgen Christian Findorff und einem Abt des Klosters Osterholz. Sonnabend, 21. Juli, ab 18 Uhr in der Bötjerschen Scheune.

Hof Bötjer in den 1930er-Jahren.
Hof Bötjer in den 1930er-Jahren. (Julie Meiners)

Dorffest in der Bötjerschen Scheune

Am Sonnabend lockt nach der Talkrunde mit Dirk Böhling und historischen Gästen von 19 bis 22 Uhr ein Tavernenspiel zum fröhlichen Beisammensein. Bei einem Dorffest in historischer Atmosphäre tritt die Gruppe Wortsatia auf, die mittelalterliche Lieder, Tänze und Texte zum Besten gibt und zum Mitmachen und Tanzen einlädt.

Ausstellung im Rathaus: Kulturerbe Findorff-Siedlungen

Die Sonderausstellung in der Ratsdiele zeigt in zahlreichen Bildern und Texten die Gründung der Findorff-Siedlungen.

Video im Trauzimmer: Worpsweder erzählen ihre Geschichte

Im von Heinrich Vogeler inspirierten Trauzimmer des Rathauses präsentieren der Filmemacher Christopher Livings und die Worpsweder Film Werkstatt das „Storytelling Projekt“ der Gemeindeentwicklung, in dem Worpsweder ihre Geschichte in Videointerviews erzählen. Ausschnitte daraus werden an beiden Tagen in einer Dauerschleife präsentiert, der Einstieg ist für Zuschauer jederzeit möglich.

Theater für Kinder im Rathaus

Ein japanisches Papiertheater (Kamishibai) erzählt die Legende vom Teufelsmoor mit Jan Torf und den schlauen Moorsiedlern, die den Teufel überlisten. Am Sonnabend und Sonntag jeweils um 12, 15 und 17 Uhr im Rathaus, geeignet für Kinder von vier bis sieben Jahren.

Meilensteine und Hofstellen

Eine Open-Air-Ausstellung erzählt von den Meilensteinen der Worpsweder Geschichte und den ersten Hofstellen rund um die alte Dorfglocke, Worpswedes einstigem Versammlungsort.

Kinder-Mitmachaktion

Kunstwerkstatt „Schlossplatz 2018“: Der „Lebendige Galerieraum Paula“ bietet Kindern an beiden Tagen kreativen Knet-Spaß mit Ton von 11 bis 18 Uhr.

En plein air

An beiden Festtagen kann man Künstlern wie Eva Brexendorf und Michael Klöker beim Malen über die Schulter schauen und auch Selbstversuche starten. Ebenfalls stellt sich eine Gruppe Worpsweder Kunsthandwerker mit ihren Arbeiten vor. Einen Bogen zur Entstehung und Geschichte des Kunsthandwerks in Worpswede schlagen die Freunde Worpswede und präsentieren sich sowie die Käseglocke. Das „Worpsweder Wimmel Werk“ will mit Unterstützung der Besucher das Bild eines Moorbauerndorfes um 1700 entstehen lassen.

Biologische Station (Bios)

An ihrem mobilen „Bios-unterwegs“-Hänger bietet die Biologische Station Osterholz an beiden Festtagen Mitmachaktionen und Informationen zu Umweltfragen an.

Themen sind:

  • Ein Leben ohne Handy, McDonalds und Co. Eine Zeitreise in die Steinzeit: Wie haben die Menschen damals gelebt, gewerkelt, musiziert, und was haben sie gegessen?
  • Ohne Moos nix los – oder Moor muss nass. Torfmoos, der wichtigste Baustein der Moore und der nachhaltigste Klimaschützer, wird untersucht.
  • Eulen – heimliche Mitbewohner alter Bauernhäuser.

Zionskirche Worpswede

Ein ökumenischer Gottesdienst findet am Sonntag ab 10 Uhr in Kooperation mit Worpswedes katholischer Kapelle Maria Frieden statt. Am Sonntagabend um 18 Uhr klingt das Fest schließlich mit einem Orgelkonzert mit Harald Vogel aus, der ausgewählte Meisterwerke der Orgelmusik zu Zeiten von Jürgen Christian Findorff (1720-1792) auf der Ahrend-Orgel spielt.

Mühle Worpswede

Während des Festwochenendes präsentiert sich jeweils von 11 bis 18 Uhr Worpswedes Wahrzeichen. Die Freunde Worpswede erklären auf Hoch- und Plattdeutsch die Mühle und die geheime Sprache der Flügelstellungen.

Hof Reiners, 1968 abgebrannt.
Hof Reiners, 1968 abgebrannt. (Peter Elze)

Rundfahrten

Ein Kremser-Trecker ist an den Festtagen unterwegs. Er verbindet das Festgelände am Ende der Bauernreihe / Einmündung Bahnhofstraße mit der Mühle und dem Hamme-Hafen in Neu-Helgoland; kein fester Fahrplan.

Infos zum Jubiläum

und zu speziellen Angeboten stehen im Internet unter www.worpswede-touristik.de/800/ bereit. Die Tourist-Information an der Bergstraße 21 berät Besucherinnen und Besucher unter Telefon 0 47 92 / 93 58 20; E-Mail: info(at)worpswede-touristik.de.


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Leserkommentare
darkstarbremen am 21.10.2019 19:36
Endlich ein richtiger Ansatz in der Ausbildung. Das ist sehr zu fördern. Und was wird mit den anderen Studiengängen in der Pflege in Bremen?
darkstarbremen am 21.10.2019 19:31
Inwiefern wurden denn die Gehälter der Pflege in Kliniken gedrückt? Der TVÖD Pflege in den Kliniken wurde nicht gesenkt. Das ist auch richtig so. Nur ...
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