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SOS-Kinderdorf Worpswede
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166 neue Kitaplätze in Rekordzeit

Cornelia Hagenah 10.07.2019 0 Kommentare

Mit einer bestehenden und zwei neuen Kitas ist das SOS-Kinderdorf wichtigster Partner der Gemeinde Worpswede bei der Kinderbetreuung.
Mit einer bestehenden und zwei neuen Kitas ist das SOS-Kinderdorf wichtigster Partner der Gemeinde Worpswede bei der Kinderbetreuung. (Rolf Vennenbernd/DPA)

Worpswede. War es vor 20 Jahren weder denkbar noch umsetzbar, Kleinkinder im Alter ab einem Jahr in einer Kinderbetreuung unterzubringen, ist dies heute kein gesellschaftliches Tabu mehr, sondern sogar gesetzlich verankert und von vielen Eltern gewünscht. Die Umsetzung lastet zu großen Teilen auf den Kommunen, sowohl in finanzieller als auch in organisatorischer Hinsicht. Der Gemeinde Worpswede ist es in Kooperation mit dem SOS-Kinderdorf gelungen, mit der Schaffung von neuen Kindergarten- und Krippenplätzen den Bedarf in der Kommune zu erfüllen.

Als „eine Umsetzung in Rekordzeit“ bezeichnet Bürgermeister Stefan Schwenke das Kooperationsprojekt mit dem SOS-Kinderdorf, das im August zusätzlich zwei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe in der Kita an der Grundschule sowie in der Kita Quartier am Wald in Osterwede jeweils eine Gruppe für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren und eine für Kinder zwischen ein bis drei Jahre eröffnen wird. Schon im Dezember vergangenen Jahres hatte das SOS-Kinderdorf zwei neue Krippengruppen in der Worpsweder Grundschule eröffnet und avanciert nun zum größten Kooperationspartner der Gemeinde in Sachen Kinderbetreuung.

Am Mittwoch wurde die schon länger bestehende Kooperation vertraglich besiegelt. Joachim Schuch, Gesamtleiter des SOS-Kinderdorfs, und Stefan Schwenke, Bürgermeister der Gemeinde Worpswede, unterzeichneten „den Defizitvertrag mit Zusatzvereinbarungen über 166 neue Kitaplätze“, wie es offiziell heißt. Der Vertrag selbst regelt Grundsätzliches wie den Kita-Betrieb, während in den Zusatzvereinbarungen festgehalten ist, wer Reinigung, Hausmeister und weitere Kosten zu tragen hat.

Auch wenn mit der Schaffung neuer Kinderbetreuungsangebote die Gemeindekasse belastet wird, ist Stefan Schwenke mehr als zufrieden. Denn mit Beginn des neuen Kindergartenjahres stehen insgesamt 402 Plätze im Krippen- und Elementarbereich, wie der Bereich der Kindergartenbetreuung fachmännisch genannt wird, zur Verfügung. Damit sei die Versorgung im Bereich der Krippenplätze gedeckt und man sei sogar kreisweit führend mit einer Versorgungsquote von 81 Prozent.

Kinderdorf ist wichtigster Partner

Das SOS-Kinderdorf ist zukünftig mit sieben Kindergärten stärkster Partner der Gemeinde, die durch vier Einrichtungen – zwei vom DRK, eine kirchliche und einer Elterninitiative – ergänzt werden. Auch der zuständige Bereichsleiter der Gemeinde, Ingo Kranz, ist erleichtert: „Das ist ein richtiger Befreiungsschlag, im August hat sich die Warteliste erledigt.“ Es sei ein Kreislauf, meinen die Kooperationspartner, denn mit der Möglichkeit der Betreuung steigen auch die Perspektiven der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dies wiederum führe zu steigenden Geburtenraten und weiterer Nachfrage.

Für Schuch sind allerdings auch bessere Betreuungsmöglichkeiten wichtig. So wird die Kita an der Grundschule eine Kernzeit von 8 bis 16 Uhr anbieten. Die Kita im Quartier am Wald soll eine Betreuung von 7 bis 17 Uhr gewährleisten. Gerade die Einrichtung in Osterwede ist für ihn ein spannendes Projekt, denn die unter dem Dach der gleichnamigen Seniorenresidenz gelegene Kita soll eine Art Begegnungsstätte werden, die den „Blick über den Altersrand“ gewährleiste. „Die Begegnung muss organisiert werden“ so Schuch. So plane man, in einem extra Bereich ein Atelier anzusiedeln, in dem Jung wie Alt gemeinsam kreativ werden könne. Ob Musik, Lesung oder künstlerische Gestaltung oder auch nur gemeinsames Backen, es gäbe viele Überschneidungen. „Das ist wohl etwas einzigartiges im Landkreis“ betont Schuch und wartet mit Spannung auf die Eröffnung zu Beginn des neuen Kindergartenjahres.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?