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Bündnis Energiewende lädt für Mittwoch zu einem ersten Bürgertreffen in Kösters Gaststätte ein
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"Bülstedt soll wegkommen vom Atomstrom"

Ulrike Schumacher 27.08.2011 0 Kommentare

Die schrecklichen Ereignisse in Japan hätten sie aufgerüttelt, erinnert sich Anne Christoph an das Erdbeben in Fukushima und die dann folgende Atomkatastrophe. In Bülstedt gibt es seitdem montags von 18 bis 18.30 Uhr an der Kreuzung Lange Straße/Dorfstraße eine Mahnwache gegen Atomkraft. Bis zu 40 Personen - auch aus anderen Gemeinden - hätten in Spitzenzeiten daran teilgenommen, berichtet Anne Christoph, die die Mahnwache zusammen mit Angela Heberling initiierte. Auch an diesem Montag werden sie wieder an der Kreuzung stehen.

Aus den Mahnwachen sei dann das Bündnis Energiewende entstanden. Im Mai hatte es sich gegründet. Zwölf Aktive gehören zum harten Kern, erzählt die Bülstedterin. Beim Bürgertreffen in Kösters Gaststätte, bei dem auch Interessierte aus den umliegenden Gemeinden willkommen sind, wollen sie sich vorstellen und über ihre bisherige Arbeit berichten. "Wir sind ein freier, parteiunabhängiger Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern aus Bülstedt und umzu", beschreibt Anne Christoph das Bündnis. In den vergangenen Wochen habe man im Dorf Zustimmung erhalten. Es gebe Ideen für die Energiewende, und die wolle man nun in einen gemeinsamen Austausch mit allen bringen. "Denn nur so können neue Ideen und Projekte dorfweit entstehen."

Das Bündnis will die Einwohner sensibilisieren und das Bewusstsein dafür schärfen, wofür die Menschen Strom verbrauchen. Vor allem wollen sie den Skeptikern klar machen, "dass man sich nicht kasteien muss, wenn man Strom spart". Es gebe verschiedene Möglichkeiten, das Energieverhalten zu ändern. Sie beginnen beim Blick auf Einsparpotenziale beim persönlichen Stromverbrauch. Haushalte und Betriebe könnten zudem zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln. Und schließlich kann sich das Bündnis auch vorstellen, dass das ganze Dorf eine Eigenstromversorgung über ein gemeinsames Blockheizkraftwerk, eine Windkraftanlage oder einen anderen alternativen Energiespender erhält. Beim Bürgertreffen soll auch darüber informiert werden, wie man zu einem Ökostromanbieter wechselt und mit welchen Kosten dies verbunden ist.

Als erste gemeinsame Aktion schwebt den Initiatoren ein Wettbewerb zum Thema Stromsparen vor. "Erste Ideen dazu gibt es schon", sagt Anne Christoph, die auch betont, dass die Aktion einen humorvollen Unterton haben wird. Der Spaß soll nicht zu kurz kommen. So will das Bündnis nicht nur alle zum Stromsparen animieren, sondern auch die originellste Stromspar-Idee werde prämiert. Und die Preise, die die Teilnehmer bei diesem Wettbewerb gewinnen können, sollen die Dorfgemeinschaft weiter stärken.

Bis Bülstedt ohne Atomkraft auskommt, werden noch einige Jahre ins Land ziehen. Doch unrealistisch sei das Ziel nicht, meint Anne Christoph. "Für Bülstedt müsste ein Gutachten erstellt werden, wie man das schaffen kann." Außerdem gebe es auch Bestrebungen in den anderen Dörfern der Samtgemeinde. Mit denen könne man sich vernetzen. Von Bülstedt könne jetzt in Sachen Energiewende ein Anreiz ausgehen, sagt Anne Christoph. Nicht zuletzt hofft sie, dass die Grüne Bürgerliste, die in Tarmstedt zur Kommunalwahl antritt, viele Stimmen erhält, um sich für die Energiewende stark zu machen. "Uns ist es wichtig, den Anfang zu machen und im Gespräch zu bleiben."


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...