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Anders schenken (XIII): Wenn schon aus der Verpackung ein Präsent wird
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Der Kniff mit dem Falten

Undine Zeidler 16.12.2014 0 Kommentare

Origami-Box
Die kleinen Origami-Schachteln aus Japanpapier sind schnell gemacht und geben kleinen Geschenken einen würdigen Rahmen. (Undine Zeidler)

Manchmal kann Verpackung das eigentliche Geschenk sein. Etwa, wenn es sich um eine selbst gefaltete Origami-Schachtel handelt. Aus allerschönstem Japanpapier lassen sich darin Kleinigkeiten verschenken, von der Praline bis zum Schmuck. Das Gute daran ist: Wer den Falt-Trick begriffen hat, kann binnen weniger Minuten die schönsten Umhüllungen für seine Präsente erschaffen. Die Borgfelder Puppenkünstlerin Yuki Klink zeigt, wie das funktioniert. In Japan geboren und aufgewachsen, findet sie: „Falten ist nichts besonderes.“ Ihr genügt ein Blick auf die Anleitung, um aus zwei Papierquadraten eine Box zu falten. Kein Wunder. Bereits im Kindergarten hat sie, wie jedes andere japanische Kind, Origami-Kraniche gefaltet – das Symbol für Glück und Gesundheit.

Aber jetzt steht Weihnachten vor der Tür. Der 24. Dezember ist übrigens auch in Japan ein großes Fest mit Christmas Cake vom Bäcker, Weihnachtsmann und „vielen, vielen Geschenken“. Sollten sie dafür Schachteln brauchen, falten Yuki Klink und ihre Freunde diese allerdings nicht selbst. „Gekaufte sind noch perfekter.“ Außerdem sind bei japanischen Handarbeitsfans derzeit eher Stoffarbeiten angesagt.

Auf dem Schreibtisch liegen Papierquadrate mit Blumenmuster in der Größe 15 mal 15 Zentimeter bereit. Ein Origami-Standardformat, erklärt Yuki Klink. Zu haben ist das in Japanläden. Aber auch farbiges Kopierpapier eignet sich für die kleinen Schachteln.

Falzen ist die halbe Miete

Zunächst schneidet Yuki Klink bei einem der beiden Quadrate an zwei Seiten je fünf Millimeter ab. Das wird das Innenteil, und damit beginnt sie. Zunächst klappt sie das Papier einmal wie ein Buch zusammen und wieder auseinander, dreht es und wiederholt das mit der zweiten Seite. Danach faltet sie das Quadrat diagonal Ecke auf Ecke und klappt auch das wieder auf. „Für die Linien“, erläutert Klink und fährt mit der Fingerkuppe mehrfach über die Falze. „Damit man es hinterher gut falten kann.“

Danach werden alle vier Ecken nach innen zur Mitte gefaltet. Nun klappt Klink vom kleinen Quadrat eine Längsseite zur Mitte und zurück, dreht es und wiederholt den Arbeitsgang mit der anderen Seite. Die Borgfelderin erklärt weiter: „Noch mal entfalten und das Gleiche mit den beiden anderen Seiten machen.“ Lächelnd meint sie, das sei einfach, gibt aber doch zu, was nun folge, werde schon „ein bisschen schwieriger“.

An zwei gegenüberliegenden Seiten klappt sie die anfänglichen Dreiecke von der Mitte wieder nach außen. Anschließend faltet sie die beiden langen Seiten wieder nach innen an die Mittellinie und drückt sie dann bis zur Hälfte zurück. Das werden die ersten Seiten der Schachtel.

Jetzt folgt der „Gegenknick“, und dabei erschließt sich der Sinn all der bisherigen Falze. Sie führen das Papier, wenn Yuki Klink mit beiden Zeigefingern unterhalb des ersten herausstehenden Dreiecks an beiden Seiten das Papier nach innen drückt. Wieder eine Schachtelseite klappt hoch. Nun noch das Dreieck nach innen schlagen, und damit ist es fast geschafft. Klink wiederholt alles an der gegenüberliegenden Seite, und fertig ist Teil eins der Schachtel. Den Deckel faltet Klink flink im Format 15 mal 15 Zentimeter exakt genauso. Zufrieden schaut sie auf das Ergebnis und meint: „Das kann jeder machen.“

Und wenn es wider Erwarten doch nicht klappt, kann man sich die Falttechnik von Yuki Klink am kommenden Freitag, 19. Dezember, im Japanshop „Tsubaki“ erklären lassen. An diesem Tag zeigt sie in der Bremer Wachmannstraße 30 von 15 bis 19 Uhr eine Mini-Kunsthandwerk-Ausstellung mit ihren fernöstlichen Geschenkideen.


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Leserkommentare
darkstarbremen am 21.10.2019 19:36
Endlich ein richtiger Ansatz in der Ausbildung. Das ist sehr zu fördern. Und was wird mit den anderen Studiengängen in der Pflege in Bremen?
darkstarbremen am 21.10.2019 19:31
Inwiefern wurden denn die Gehälter der Pflege in Kliniken gedrückt? Der TVÖD Pflege in den Kliniken wurde nicht gesenkt. Das ist auch richtig so. Nur ...