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14. Ritterhuder Torfnacht
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Abrocken unterm Sternenhimmel

Brigitte Lange 12.06.2019 0 Kommentare

Ohne sie gäbe es keine Ritterhuder Torfnacht: (von links) Michael Harjes (RTV-Vorsitzender), Regine Schäfer (RTV-Geschäftsführerin), Jan Schotge (Volksbank Bremen-Nord), Oliver Ladeur (Osterholzer Stadtwerke), Matthias Kühl (AVM), Lennard Grote
Ohne sie gäbe es keine Ritterhuder Torfnacht: (von links) Michael Harjes (RTV-Vorsitzender), Regine Schäfer (RTV-Geschäftsführerin), Jan Schotge (Volksbank Bremen-Nord), Oliver Ladeur (Osterholzer Stadtwerke), Matthias Kühl (AVM), Lennard Grote (RTV) und Carolin Novak (Osterholzer Stadtwerke). (Kosak)

Ritterhude. Ein paar Tage noch, dann ist es so weit: Am 15. Juni verwandelt sich die Fläche am Hamme-Forum für die „Ritterhuder Torfnacht“ in ein Open-Air-Gelände. Waren es 2019 die Musiker von Status Quo, die die Hamme-Gemeinde rockten, werden nun gleich zwei Bands erwartet: Nazareth und 10cc.

Vielleicht sagen diese Band-Namen nicht jedem auf Anhieb etwas. Aber Hits wie „Love Hurts“ und „Dream On“ (beide Nazareth) sowie „I’m Not In Love“ und „The Things We Do For Love“ (10cc) können viele sicher nicht nur spontan mitsummen, sondern auch textsicher mitsingen. Regine Schäfer, Chefin des Hamme-Forums und Geschäftsführerin der Tourismus- und Veranstaltungs GmbH (RTV), nickt: „Nazareth ist nach Simple Minds die wohl bekannteste schottische Band.“ 24 Alben habe die 1968 gegründete Gruppe im Laufe der Jahre produziert und mehr als 30 Millionen Tonträger verkauft. Ihre Fans würden sie für ihre schnörkellose Hard-Rock-Show lieben, meint Schäfer.

„10cc ist auch Ende der 1960er-Jahre gegründet worden“, sagt sie über die zweite Band der 14. Torfnacht, deren Wurzeln in Manchester zu suchen sind. Die Band sei für ihre „stilistische Vielfalt“ und ihre Songtexte voller Ironie, Witz und Anspielungen bekannt.

Brexit-Probleme eingeplant

Bei allen Unterschieden, eins ist den Bands gemein: ihre gute, handgemachte Musik. Und genau das sei das Markenzeichen der Ritterhuder Torfnacht, sagt Regine Schäfer. Darauf lege sie bei den Bands wert, die sie für die Open-Air-Konzerte buche: „Sie müssen gute, alte, handgemachte Rock-Musik spielen, das erwartet das Publikum inzwischen schon.“

Zwei Bands aus Großbritannien? In Zeiten des Brexits hat das den Ritterhuder Gastgebern durchaus Sorgenfalten auf die Stirn getrieben. Schließlich sollte das Konzert nicht platzen, nur weil es Drums, Percussions und Technik nicht rechtzeitig durch den Zoll und über den Ärmelkanal geschafft haben. „Die RTV stellt deshalb diesmal alles“, berichtet Regine Schäfer. Bis auf einige Instrumente wie die Gitarren. Da wolle jeder Musiker doch lieber auf dem eigenen Instrument spielen.

Neben Schäfers Prokuristen und Veranstaltungstechniker Lennard Grote sind für diese Technik die von der RTV beauftragte Firma „AVM Veranstaltungstechnik“ und deren Vertriebs- und Marketingleiter Matthias Kühl verantwortlich. „Am Donnerstag vor dem Konzert bauen wir die Bühne auf“, sagt Grote. Sie messe neun mal elf Meter. „Eine klassische Konzertbühne.“ Üblich für ein Open-Air-Konzert dieser Größe. „Es ist keine Festival- oder Helene-Fischer-Bühne; also eher unspektakulär.“ Einen Tag später, am 14. Juni, ist die Technik dran. „Mehr als 50 Lautsprecher und gut 80 Scheinwerfer müssen wir anschließen“, bemerkt Kühl. Das ergebe eine Tonleistung von 40 000 Watt und eine Lichtleistung von 100 000 Watt. „Wir setzen inzwischen aber auch sehr viel auf LED – um die Ökobilanz zu schönen“, sagt Kühl weiter.

Dass die beiden Bands Schwierigkeiten machen könnten oder zu den eher anstrengenden Kunden gehören werden, davon geht Kühl nicht aus. Diese alten, erfahrenen Musiker, die schon seit gut 50 Jahren auf der Bühne stehen, seien eher pflegeleicht; die wüssten, was sie wollten, das sei seine Erfahrung. Für große Augen haben die Bands dann allerdings doch bei Matthias Kühl gesorgt. „Heute sind digitale Mischpults üblich“, erzählt er. Die Tontechniker lehnten die jedoch ab. Sie wollten mit der alten analogen Technik arbeiten. „Das war ungewöhnlich“, so Kühl. Um die Technik zu bekommen, hätten sie auf dem Dachboden rumkriechen müssen. „Aber wir konnten die Bands am Ende doch überzeugen, die digitalen Mischpulte zu nehmen.“

Am Sonnabend, 15. Juni, müssen bis etwa 18 Uhr alle Arbeiten abgeschlossen sein. Dann ist Einlass. Um 19.30 Uhr erobert dann die erste Band – Nazareth – die Bühne, um sie bis 21 Uhr in Beschlag zu nehmen. „Dann wird schnell umgebaut“, berichtet Schäfer. Ab 21.30 Uhr stehen die Musiker von 10cc im Rampenlicht – bis voraussichtlich 23.15 Uhr. Danach geht es bis zirka 3 Uhr morgens mit der After-Show-Party im Hamme-Forum weiter.

Karten für die 14. Ritterhuder Torfnacht gibt’s bei der WÜMME-ZEITUNG, Hauptstraße 87 in Lilienthal, und in der Geschäftsstelle des Hamme-Forums, Riesstraße 11, in Ritterhude.


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Ein Syrer und sein neues Leben in Rotenburg
Samer Tannous ist Hochschullehrer aus Damaskus, lebt mit seiner Familie seit 2015 in Rotenburg und arbeitet dort als Französischlehrer. In der Wümme-Zeitung schreibt er wöchentlich über seine Erlebnisse.
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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...