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Breitbandausbau
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Anschluss an die Gigabitgesellschaft

Silke Looden 23.05.2019 0 Kommentare

EWE-Kommunalbetreuer Hendrik Lüürs, Bürgermeister Kristian Willem Tangermann, Bauamtsleiter Stephen Riemenschneider und Landrat Bernd Lütjen (von links) engagieren sich für den Breitbandausbau.
EWE-Kommunalbetreuer Hendrik Lüürs, Bürgermeister Kristian Willem Tangermann, Bauamtsleiter Stephen Riemenschneider und Landrat Bernd Lütjen (von links) engagieren sich für den Breitbandausbau. (Bernd Kramer)

Lilienthal. „Wir bringen über 950 Haushalte in Lilienthal auf die Datenautobahn und damit in die Gigabitgesellschaft“, freut sich Bürgermeister Kristian Tangermann, „mit ein Gigabit pro Sekunde, die dann in den Häusern ankommen können, muss sich niemand mehr Gedanken über den Internetanschluss machen." Am Donnerstag stellte Tangermann bei einem gemeinsamen Pressetermin von Gemeinde, Landkreis und dem mit dem Breitbandausbau beauftragten Oldenburger Telekommunikationsunternehmen EWE die Baumaßnahmen vor.

Mit drei Millionen Euro fördern der Landkreis Osterholz und seine sieben Gemeinden das schnelle Internet dort, wo es für die Telekommunikationsunternehmen nicht wirtschaftlich ist. Landrat Bernd Lütjen betonte bei dem Termin am neuen Verteilerkasten vor dem Rathaus: „Schnelle Internetverbindungen sind heutzutage ein wesentlicher Bestandteil für einen attraktiven Standort und daher Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit einer Region.“

Insgesamt kostet der Breitbandausbau der bislang unterversorgten Gebiete im Landkreis Osterholz knapp 19 Millionen Euro, davon übernimmt die EWE neun Millionen Euro, weitere fünf Millionen Euro kommen vom Bund, sowie zwei Millionen Euro vom Land, das sich das Geld wiederum aus Förderprogrammen der Europäischen Union holt. Der Landkreis und die Kommunen teilen sich den Rest. „Eigentlich ist das gar nicht unsere Aufgabe“, sagt Bürgermeister Tangermann, aber wer den Anschluss nicht verlieren wolle, der müsse sich für den Ausbau des Glasfasernetzes einsetzen.

„Insbesondere in den Findorffsiedlungen können die neuen Kabel nicht wirtschaftlich verlegt werden“, erklärt Landrat Bernd Lütjen das Problem der kilometerlangen Moordörfer und betont: „Diese Lücke wollen wir mit öffentlichen Geldern schließen.“ Voraussetzung für die Förderung ist allerdings, dass bislang weniger als 30 Megabit pro Sekunde in den betroffenen Haushalten ankommen. Ziel des Landkreises ist es, bis Ende des Jahres flächendeckende Geschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde sicherzustellen. Bis Mitte nächsten Jahres sollen 5000 neue Anschlüsse in etwa 7500 Haushalte verlegt werden. Die Hauptbautätigkeit in Lilienthal wird in den nächsten vier Wochen sein. In insgesamt 22 Projektgebieten wird gebuddelt, davon bekommen 21 den Glasfaseranschluss direkt ins Haus, ein Gebiet muss allerdings mit einem VDSL-Anschluss mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde auskommen. Dort wird auf der berühmten letzten Meile weiterhin eine Kupferleitung liegen. Diese befindet sich in der Klosterstraße, an der auch das Rathaus liegt.

Ein Hausanschluss kostet nach Angaben des Landkreises je nach Aufwand zwischen 2000 und 8000 Euro. Der Landrat betont, dass niemand im Fördergebiet den Anschluss selbst bezahlen muss. Die Bürger seien jedoch gut beraten, wenn sie den Anschluss legen lassen, auch wenn sie diesen erst später nutzen. Auch wenn die EWE die Kabel in die Erde bringe, sei niemand gezwungen, einen Vertrag mit dem Unternehmen einzugehen, so Lütjen. Andere Telekommunikationsunternehmen haben ein Durchleitungsrecht, müssen dafür allerdings an die EWE zahlen. Mit der Telekom ist die EWE AG übrigens eine Kooperation eingegangen. Zusammen wollen sie in den kommenden zehn Jahren zwei Milliarden Euro in den Breitbandausbau im Nordwesten investieren. Jeder, der einen neuen Anschluss bekommt, wird von der EWE per Post informiert.


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